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Junge Sharks werden Vizemeister

Die White Sharks Hannover haben im Kampf um die deutsche Wasserballmeisterschaft der U18-Junioren die Silbermedaille gewonnen. Nach drei nationalen Titeln in Folge musste die Mannschaft von Trainer Jobst Lange in diesem Jahr dem SV Krefeld 72 den Titel überlassen. Auf Rang drei landete der OSC Potsdam vor dem SSV Esslingen.
Nur eine Woche nach der Hinrunde trafen sich die besten vier Mannschaften Deutschlands im Krefelder Vereinsbad wieder und spielten die Rückrunde nach dem Modus „Jeder gegen Jeden“. Zum Auftakt ihrer drei Partien konnten die Hannoveraner ihre Tabellenführung mit einem knappen 6:5-Erfolg gegen den SSV Esslingen noch verteidigen. Erst im zweiten Spielviertel konnten die Haie nach einem 0:2-Rückstand erstmals anschreiben. Vukasin Simic verkürzte zunächst zum 1:2 bis zur Halbzeitpause, ehe Jasper Wiegmann den nächsten Esslinger Treffer schnell zum erneuten Anschlusstor zu Beginn des dritten Spielabschnitts beantwortete. Wieder war es in der Folge Simic, der zum 3:3 einsandte, doch zum wiederholten Male gingen die Schwaben in Führung. Sehr wichtig war dann das 4:4 von Luk Jäschke sechs Sekunden vor der letzten Pause. Im Schlussviertel schaffte Jäschke dann binnen 35 Sekunden in der 27. Spielminute den entscheidenden Durchbruch zum späteren Sieg. Gut eine Minute vor dem Ende markierten die Esslinger noch den Anschlusstreffer, ein weiteres Tor gelang Ihnen aber nicht mehr.
Tags darauf standen dann die beiden finalen Spiele gegen den OSC Potsdam und Krefeld 72 an. Im Duell mit den Brandenburgern mussten die Haie wiederum einem 0:2-Rückstand nachschwimmen. Doch hier gelang Ihnen bereits vor der ersten Viertelpause durch Vukasin Simic und Jan Mergenthaler der 2:2-Ausgleich. Der OSC schlug jedoch zurück, und so konnten Simic und Lucca Heinrich vor dem Seitenwechsel nur noch auf 4:5 verkürzen.
Defensiv geprägt verlief dann der dritte Spielabschnitt. So gelang Lajos Lautenbach der einzige Treffer in dieser Phase, so dass es mit 5:5 in das Schlussviertel ging. Hier schienen die Hannoveraner nach Toren von Lautenbach und Simic zum 7:5 auf die Siegerstraße abgebogen zu sein, doch den Potsdamern gelang durch Florian Burger und Fynn Klaffke noch der Ausgleich. Trainer Jobst Lange nutzte in der Schlussminute seine noch vorhandenen zwei Auszeiten zur Beratung, aber seine Mannschaft war trotz Überzahlsituation nicht mehr erfolgreich und musste ein 7:7-Remis quittieren.
Die Dramaturgie der Ansetzungen ergab im letzten Aufeinandertreffen das direkte Duell mit Krefeld 72. Ein Unentschieden hätte den Haien gereicht, die Westdeutschen konnten mit einem Sieg den Titel gewinnen. Die Zuschauer bekamen eine ungewöhnliche Partie zu sehen, in der insgesamt nur sieben Tore, davon zwei verwandelte Strafwürfe, erzielt worden sind. Gleich drei Fünfmeter bekamen dabei die Rheinländer schon in den ersten dreieinhalb Minuten zugesprochen. Verwandeln konnten sie jedoch nur den ersten durch Cesare Mancini. Lennox Metten erhöhte zunächst auf 2:0, ehe Lajos Lautenbach der Anschlusstreffer gelang. Es folgte eine achtminütige Torflaute auf beiden Seiten. Kurz vor der Halbzeit war es dann Finn Grosse, der den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Wieder gab es acht Minuten ohne jegliche Torerfolge zu verzeichnen, ehe Lukas Metten wieder den Führungstreffer für die Krefelder realisierte. Diesmal schafften die Haie aber bereits im Gegenangriff den erneuten Ausgleichstreffer. Vukasin Simic netzte kurz vor der letzten Viertelpause für die Hannoveraner zum 3:3 ein. Im Schlussviertel ging es dann torarm weiter. Gut vier Minuten vor dem Ende schaffte Tobias Kammermeier das 4:3 und warf damit das entscheidende Tor für die Gastgeber. Die Hannoveraner schafften den Ausgleich in der verbleibenden Spielzeit trotz aller Bemühungen nicht mehr.
Dennoch ist der zweite Rang ein schöner Erfolg für den Nachwuchs aus Hannover. Die Krefelder holten den Titel verdient, auch, weil sie in den direkten vier Duellen der Saison gegen die Sharks bei zwei Siegen und zwei Remis ungeschlagen blieben. FG

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