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U17-Orcas mit internationalem Turniersieg auf Malta

Wasserballer bezwingen im Finale spanischen Champions League-Nachwuchs

Nach ungewöhnlichem Turnierverlauf hat das U17-Team der Potsdam Orcas das „Sirens ASC Easter 2022 Tournament“ auf Malta gewonnen. Im Finale am Dienstag-Abend besiegte das Team der Trainer Slawomir Andruszkiewicz und André Laube den Champions League-Nachwuchs des CNA Barceloneta Barcelona mit 11:8 (1:3, 5:1, 3:2, 2:2).
Dank Leistungssport-Projektmitteln des Brandenburger Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport besuchten die Nachwuchs-Orcas der Jahrgänge 2005 bis 2007 für eine Woche die wasserballverrückte Mittelmeerinsel. „Mit Florian Burger, Till Hofmann und Finn Taubert mussten wir auf drei unserer Nationalspieler wegen eines Vorbereitungslehrgang der U19-Nationalmannschaft verzichten“, so Laube. „Für die Entwicklung jüngerer Auswahlspieler war das aber gut.“ Im Laufe des Turnieres inklusive des vorgeschalteten Trainingslagers hätten sich einige Spieler stark verbessert. „Gerade offensiv mussten andere Leute die Verantwortung übernehmen und haben das sehr gut gemacht“, lobte Coach Andruszkiewicz.
Dass Potsdam allerdings überhaupt ins Finale gekommen ist, war eher einem unglücklich-glücklichen Verlauf der Vorrunde zu verdanken. Im Modus „jeder gegen jeden“ der vier Teilnehmer Potsdam, Barceloneta, CC Ortiga Syracus (ITA) und ASC Sliema (Malta) mussten die Orcas im ersten Match gegen den späteren Endspiel-Gegner Barceloneta eine 8:11 (4:4, 1:1, 0:3, 3:3)-Niederlage hinnehmen. Gegen Sliema rettete sich Potsdam nach 3:7-Rückstand noch auf ein 12:12 (5:3, 1:6, 3:1, 3:2)-Unentschieden. Der Schützenhilfe Barcelonetas, die auch Sliema 8:6 besiegten und sich damit bis dahin verlustpunktfrei durch das Turnier arbeiteten, war es zu verdanken, dass Potsdam im Kampf um den zweiten Platz blieb. Mit einem 23:6 (6:2, 6:2, 7:1, 4:1) wurden die Italiener in ausreichender Höhe besiegt, um über die Tordifferenz noch an den Maltesern (+14 zu +9) vorbeizuziehen.
Im Finale fanden die beweglichen und cleveren Katalanen besser ins Match und gingen im ersten Viertel 3:1 in Führung. Lediglich Bennet Grandke traf zum 1:1. Der zweite Durchgang gehörte dann aber nahezu allein den Potsdamern. Aus einer starken Defensive mit Max Rössel zwischen den Pfosten heraus wurde Barceloneta regelmäßig ausgekontert. Matti Arnold und Moritz Barth glichen die Partie aus. Arne Hofmann erzielte die erste Potsdamer Führung. Nach dem 4:4-Ausgleich sorgten Tyler Kugler und Arnold für die 6:4-Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel führten zwei schnelle Gegentore zwar zum Remis, aber Hofmann, Barth und Fynn Klaffke stellten vor dem ausgeglichenen Schlussviertel eine Drei-Tore-Führung her. Im letzten Abschnitt sorgte Hofmann mit einem Doppelpack zum 11:6 für die Vorentscheidung, die Spanier konnten lediglich noch bis zum 11:8-Endstand aufschließen.
Neben den sportlichen Erlebnissen stand auch ein Tagesausflug in die maltesische Hauptstadt Valetta auf dem Programm, zu der mit einem Charterboot gefahren wurde.
Potsdam: Torhüter Max Rössel/Tillman Mros, Moritz Barth (5), Bennet Grandke (6), Tyler Kugler (2), Arne Hofmann (19), Fynn Klaffke (5), Nils Wrobel (7), Melvin Karpinski, Matti Arnold (7), Sovann Föbker (1), Jonas Große (2), Noah Zelmer, Paul Könnicke, Tom-Luca Reisewitz

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