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Deutsche Wasserballer beenden Sommertournee

Mit insgesamt vier Länderspielen hat die deutsche Wasserballnationalmannschaft ihre Sommerspielrunde als Ersatzprogramm für die verpassten Olympischen Spiele abgeschlossen. Gegen den Nachbarn Niederlande verlor das Team der beiden Interimstrainer Petar Kovacevic (Spandau 04) und Predrag Jokic (Waspo 98 Hannover) zunächst zwei Vergleiche in Den Haag. Die beiden Rückspiele, die im westfälischen Iserlohn stattfanden, konnte die DSV-Auswahl hingegen gewinnen. Nach vier zuvor siegreich gestalteten Begegnungen gegen die Slowakei kann der DSV ein positives Fazit der stark verjüngten Mannschaft ziehen, wenngleich die Trainerfrage für die Zukunft noch ungeklärt ist.

In der ersten Partie in Den Haag kassierte die deutsche Mannschaft mit 7:14 eine durchaus empfindliche Niederlage. Der Start in die Begegnung missglückte den „schwarz-rot-goldenen“ dabei vollständig. Nach einem 1:6-Rückstand kurz vor Ende des ersten Viertels gelang es der DSV-Auswahl nicht mehr zu den guten Niederländern aufzuschließen. Neben dem Potsdamer Lukas Küppers (3) und Timo van der Bosch (SV Ludwigsburg) waren noch die Hannoveraner Jan Rotermund, Fynn Schütze und Niclas Schipper erfolgreich.

Im erneuten Aufeinandertreffen, wieder in Den Haag, konnte die deutsche Mannschaft den Ausgang schon deutlich enger gestalten. Nach einer zwischenzeitlichen 6:5-Führung im zweiten Viertel unterlag Deutschland erst in der Schlussphase mit 11:14 und zeigte sich insgesamt stabiler und aggressiver. Jeweils zweimal erfolgreich waren Fynn Schütze, Lukas Küppers, Niclas Schipper und der frühere Hannoveraner Reiko Zech.

In Iserlohn hatte das deutsche Team nach den beiden verlorenen Auswärtsspielen in den Niederlanden die Gelegenheit zur Revanche. Und gleich beim ersten Aufeinandertreffen im Sauerland schaffte das DSV-Team einen hart erkämpften 8:7-Erfolg. Nach nur drei eigenen Toren vor dem Schlussabschnitt sprach nicht viel für einen deutschen Sieg, doch mit einer tollen Moral wendete die gastgebende Mannschaft das Blatt und konnte sich über einen ersten Erfolg gegen die „Oranjes“ freuen. Mit vier Toren, davon zwei verwandelten Strafwürfen, trug sich Lukas Küppers am häufigsten in die Torschützenliste ein. Die weiteren Treffer gelangen Reiko Zech (2, OSC Potsdam) sowie je einmal Aleks Sekulic und Denis Strelezkij (beide Spandau 04).

Den letzten Vergleich gegen die Niederlande gewann das DSV-Team erneut in Iserlohn dann gleich mit 13:7. Zum Mann des Abends avancierte wieder Goalgetter Lukas Küppers, der sagenhafte neun Treffer erzielte, wovon drei souverän verwandelte Strafwürfe waren. Zwar konnten die Niederlande eine schnelle 5:0-Führung der deutschen Sieben kompensieren und zwischenzeitlich auf 6:7 anschließen, doch schaffte es die DSV-Auswahl um den hannoverschen Schlussmann Felix Benke danach wieder die Reihen weitgehend zu schließen und noch einen souveränen Erfolg zu erarbeiten.

Neben den bereits genannten Akteuren kam aus hannoverscher Sicht noch Maximilian Froreich zum Einsatz. Die Routiniers Moritz Schenkel und Julian Real pausieren derzeit, während Tobias Preuß und Kevin Götz verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen.
Insgesamt kann das interimistisch agierende deutsche Trainerduo mit den Auftritten des jungen Teams mit Perspektive zufrieden sein. Die nächste Generation talentierter Akteure steht in den Startlöchern und zeigte gegen die EM-Teilnehmer Niederlande und Slowakei recht gute Leistungen.

Eine Hiobsbotschaft erreichte den DSV während seiner Länderspielserie aber dennoch. Durch ausbleibende Schützenhilfe in der parallel stattfindenden Weltliga verpasste die deutsche Nationalmannschaft nach Olympia endgültig auch die Qualifikation für die Weltmeisterschaften im kommenden Frühling im japanischen Fukuoka. Nächster großer Auftritt für Deutschland wird damit die Europameisterschaft im September nächsten Jahres in Split/Kroatien sein. FG

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