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DSV-NACHWUCHS FÄHRT ZUR U20-WM

Nach langen Monaten der Ungewissheit folgt nun das Happy End: Wie der Weltschwimmverband FINA jetzt bekanntgab, kann Deutschlands Nachwuchs an den diesjährigen U20-Weltmeisterschaften teilnehmen, die mit Aktiven der Jahrgänge 2001 und jünger in Buenos Aires (Argentinien) zur Austragung kommen werden. Gespielt wird mit einem 20er-Feld aus allen fünf Kontinenten vom 28. August bis 5. September, wie der FINA-Mitteilung zu entnehmen war. Für den deutschen Wasserball ist es in sportlich trüben Tagen ein Achtungserfolg und eröffnet der Förderung talentierter Spieler eine beachtliche Möglichkeit.

Die deutsche Mannschaft hatten lange bangen müssen, da coronabedingt mit den U19-Europameisterschaften des Jahres 2020 die kontinentale Qualifikationsmöglichkeit ersatzlos gestrichen worden war. Dieses wäre doppelt ärgerlich gewesen, da der DSV-Nachwuchs zuvor bei den U17-Europameisterschaften 2019 in Tiflis (Georgien) eines der besten Nachwuchsresultate seit langen Jahren erzielt hatte. Mit Zoran Bozic (SSV Esslingen), Yannek Chiru, Aleks Sekulic (alle Wasserfreunde Spandau 04), Niclas Schipper (Waspo 98 Hannover) und Mark Gansen (ASC Duisburg) hatten fünf Aktive zwischenzeitlich schon an der Vorbereitung zum Olympiaqualifikationsturnier oder sogar dem Turnier selbst teilgenommen.

Der Deutsche Schwimm-Verband war hinsichtlich einer Teilnahme monatelang am Ball geblieben und hatte in Ermangelung einer sportlicher Qualifikationsmöglichkeit sogar eine Bewerbung um die Ausrichtung der U20-WM abgegeben. Letztlich fiel dann die Entscheidung, die sieben garantierten europäischen Startplatze an die besten Teams der Titelkämpfe von Tiflis zu vergeben – eine halbwegs sportliche Lösung. Damit wird aus deutscher Sicht der spielstarke Jahrgang 2002 entgegen zwischenzeitlichen Befürchtungen nun doch nicht im Corona-Morast versinken. Dagegen müssen die früheren Weltmeister Russland (damals noch als Sowjetunion) und Kroatien auf Nachrückerplätze hoffen oder werden in Buenos Aires gänzlich Zaungäste bleiben.

Für den DSV-Nachwuchs ist die nunmehr vorliegende Teilnahmebestätigung dagegen das Ende einer nie dagewesen Durststrecke: Eine deutsche Mannschaft war zuletzt 2007 in Los Alamitos und Long Beach (USA) auf einer U20-WM vertreten gewesen und hatte dort mit der Spandauer Wasserball-Leagende Peter Röhle auf der Trainerbank Platz immerhin Rang acht belegt. Zu den damaligen DSV-Akteuren gehörten mit Marko Stamm und Julian Real heutige Schlüsselspieler der Wasserfreunde Spandau 04 und des ASC Duisburg, die mittlerweile vor ihren Karriereende stehen oder wie Paul Schüler (ASC Duisburg) bereits auf die Trainerbank gewechselt sind.

U20-Weltmeisterschaften 2021 in Buenos Aires (Argentinien)

Geplantes Teilnehmerfeld

Afrika
Ägypten
Südafrika

Amerika
USA
Brasilien
Argentinien (Ausrichter)
Kolumbien
Trinidad und Tobago

Asien
Japan
Kasachstan
Iran
China

Europa
Italien
Spanien
Ungarn
Griechenland (Titelverteidiger)
Montenegro
Serbien
Deutschland

Ozeanien
Australien
Neuseeland

Foto: Sandra Seifert

Von Wolfgang Philipps

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