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Waspo 98 legt nach – 2:0

Titelverteidiger Waspo 98 Hannover hat auch das zweite Spiel der Finalserie um die deutsche Wasserballmeisterschaft gewonnen. In Berlin-Schöneberg setzte sich die Mannschaft um Kapitän Aleksandar Radovic bei Spandau 04 mit 9:8 durch und hat sich damit einen Matchball erspielt.

Im Vergleich zum 12:6 in Spiel eins am Mittwoch in Hannover vertraute Trainer Karsten Seehafer auf das identische Aufgebot. Bei Spandau 04 kehrte der zuletzt verletzte Marko Stamm in den Kader zurück und ersetzte den jungen Bence Haverkampf.

Zu Beginn entwickelte sich eine defensiv geprägte Partie, wie in dieser Saison zwischen beiden Teams schon gewohnt. Nach gut eineinhalb Minuten brachte Darko Brguljan die Hannoveraner in Führung. Center Mateo Cuk erzielte für die Gastgeber den Ausgleich. Fünf Sekunden vor Ende des ersten Viertels gelang Maurice Jüngling das 2:1 für die Berliner, die damit zum ersten und einzigen Mal in der Begegnung vorn lagen.

Das zweite Viertel gehörte Waspo 98. Fynn Schütze markierte zügig den Ausgleich und sandte auch in Überzahl zur Führung für die Niedersachsen ein. Ivan Nagaev traf noch zum 4:2-Halbzeitstand. Auch nach der Pause kamen die Spandauer zunächst nicht zum Zuge. Wie schon im ersten Spiel gelang es den Hannoveranern rund zwölf Minuten lang den eigenen Kasten durch disziplinierte Abwehrarbeit vor dem famosen Schlussmann Moritz Schenkel sauber zu halten. Allerdings schaffte Waspo seinerseits im dritten Viertel keinen eigenen Treffer, so dass die Berliner in der Schlussphase des dritten Spielabschnitts durch Marko Stamm und Nikola Dedovic egalisieren konnten.

Im Schlussviertel fielen dann überraschenderweise mehr Tore als in den 24 Minuten zuvor. Zunächst bediente Ivan Nagaev Center Jorn Winkelhorst, der sich gekonnt drehte und für das 5:4 sorgte. Kapitän Aleksandar Radovic erhöhte auf 6:4, ehe Mateo Cuk von Nikola Dedovic im Center angespielt wurde und den Ball zum 5:6 aus Berliner Sicht in die Maschen wuchtete. In Überzahl gelang dem starken Russen Dmitrij Kholod aus halblinker Position sogar noch einmal das 6:6-Remis. Wieder hatte der deutsche Meister auch darauf eine Antwort. Julian Real setzte Jorn Winkelhorst ein, der eine Dublette seines vorherigen Treffers ablieferte. Nach einem Pfostenwurf reagierte Darko Brguljan am schnellsten, nahm den Abpraller auf und wurde regelwidrig gestoppt. Den fälligen Fünfmeter verwandelte Olympiasieger Petar Muslim zum 8:6 für die Gäste. Gut eine Minute vor Schluss erzielte Kholod nach einem Foul direkt das 7:8. Im Gegenzug entschieden die Hannoveraner aber dann die Partie. Petar Muslim wurde in zentraler Position angespielt, drehte sich geschickt und markierte das 9:7. Spandau erhielt acht Sekunden vor dem Ende noch einen Strafwurf zugesprochen, den Kholod verwandelte. Doch Waspo hielt den Ball in den letzten Momenten der Partie in den eigenen Reihen und konnte den knappen aber verdienten Sieg bejubeln.

Damit liegen die Hannoveraner vor dem morgigen dritten Spiel der Finalserie optimal im Rennen. Um 14 Uhr wird die Begegnung in Berlin angepfiffen, die erneut auf waterpolo.stream zu sehen sein wird. Vorsicht ist aber geboten. Im vergangenen Jahr erzwangen die Spandauer bei identischer Konstellation zumindest ein viertes Spiel, dass die Hannoveraner dann ihrerseits gewannen. Somit ist morgen Nachmittag erneut eine packende Partie zu erwarten. FG

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