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Der Druck steigt

Gute Weidener verlieren Derby

Das war wieder, wie schon so oft in der Vergangenheit, ein ganz spannendes und hartumkämpftes Bayernderby, das sich am vergangenen Samstag im Würzburger Wolfgang-Adami-Bad abspielte. Die Weidener präsentierten sich deutlich besser als in den letzten zwei Spielen, verloren aber am Ende die enge und sportlich faire Begegnung mit 9:11 Toren. Das war die dritte Niederlage in Folge und damit steigt der Druck auf die Oberpfälzer enorm, sich vor den Abstiegsrängen noch rechtzeitig fernzuhalten. Nächste Woche kommt ein schweres Pokalspiel gegen Neukölln Berlin, eine Woche später spielen die SV-ler beim Tabellenschlusslicht Hamburg.

Zwei absolut ebenbürtige Teams liefern einen Klassiker
Das Spiel begann mit einem Doppelpack der Hausherren, das zum 2:0 Zwischenstand schon nach zwei Minuten führte. Die Gäste aus der Oberpfalz sammelten sich jedoch schnell, glichen aus und gingen kurz vor der ersten Pause das erste und leider auch das letzte Mal in dieser Partie in Führung (3:2). Die Unterfranken trafen doch noch vor dem Ende des Auftaktviertels zum 3:3 Gleichstand zur ersten Pause. Auch die ersten zwei Minuten des zweiten Viertels verschliefen die Max-Reger-Städter. Die Würzburger setzten sich wiederholt mit einem Doppelpack auf 5:3 ab, ehe die Weidener erneut zu ihrem Spiel fanden und mit 5:6 zur Halbzeitpause gingen. Und wie soll es anders, als wiederholt mit zwei Gegentoren (5:8) auch der dritte Abschnitt beginnen. Aber auch diesmal ließen sich die Aigner-Schützlinge nicht hängen, kämpften sich zurück und schafften mit einer sehenswerten Aktion den 8:9 Anschluss vor der letzten Viertelpause. Das Spiel wurde im Schlussviertel ein wenig hektischer und die stark foulbelastete Gäste (15 Persönliche Fehler) wehrten sich mit ihrer letzten Kraft und guter Moral so gut wie sie nur konnten, doch es reichte am Ende leider nicht. Die Würzburger erhöhten zuerst auf 10:8, murze Zeit später verkürzte Nikolaj Neumann noch auf 10:9, doch den auch den letzten Treffer des interessanten Spiels zum 11:9 Endstand erzielten die Heuherren, die letztendlich auch verdient die zwei Derbypunkte einkassierten. Das Derby erfüllte mit Spannung und sportlich fairem Kampf völlig die Erwartungen und alle Prognosen, ein waschechter Klassiker eben.

Jeder Viertelbeginn mit einem Problem, ansonsten gleichauf
Den Weidenern wurden die jeweiligen Viertelbeginne zum Verhängnis. Würde man jeweils die ersten zwei Minuten von jedem Viertel aus dem Torkonto herausnehmen, in denen insgesamt sieben Gegentore ohne einen eigenen Treffer auf der anderen Seite fielen, die Rechnung ist ganz einfach, aber leider ist das Spiel in all seinen 32 Minuten zu spielen. Dennoch war die Vorstellung der Aigner-Schützlinge sehr passabel und deutlich besser als zuletzt. Darauf lässt sich schon Mal bauen und Trainer Aigner verspricht weitere Leistungssteigerungen.

Gegen Neukölln wenig Aussichten, Sieg in Hamburg ist Pflicht
Am kommenden Samstag erwarten die SV-ler den A-Gruppe Vertreter die SG Neukölln Berlin zum Achtelfinale des Deutschen Wasserballpokals in der Thermenwelt. Unter normalen Umständen werden die Weidener nicht sehr viel zu bestellen haben, dennoch könnte es auch spannend werden, denn Pokalspiele schreiben oft ihre eigene Geschichte. Eine Woche später wird dagegen nur ein Sieg zählen, wenn Weiden beim Tabellenschlusslicht Hamburg antritt. Auf leichte Schulter darf tatsächlich kein Team der Runde genommen werden, diese Spiele sind aber tatsächlich entscheidend, wo am Ende die Reise hingeht.

Das Spiel in der Statistik
SV Würzburg – SV Weiden 11:9 (3:3, 3:2, 3:3, 2:1)
Persönliche Fehler: Würzburg 7, Weiden 13 + 2 Strafwürfe
Schiedsrichter: Rüdiger Trommer und Kai Melis
DSV-Spielbeobachter: Marco Covi
„Spieler des Tages“: Benjamin Flammersberger (Torwart SV Würzburg)

SV Weiden spielte mit
Matthias Kreiner im Tor, im Feld: Nikolaj Neumann (1 Tor), Dennis Underberg, Louis Brunner (2), Thomas Kick, Dennis Reichert, Cedrik Zupfer, Robert Reichert, Marek Janecek, Dimitrii Leichter, Sean Ryder (5), Stepan Rezek (1)
Trainer Thomas Aigner

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