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WASPO 98 WEITER IN DER WARTEPOSITION

Tolle Stimmung zum Jahresabschluss im Stadionbad, aber (erwartungsgemäß) keine Punkte: Am vierten Spieltag der Champions League unterlag der deutsche Meister Waspo 98 Hannover am Ende deutlich mit 7:16 (2:2; 1:5, 1:2, 3:7) gegen Titelaspirant Olympiakos Piräus (Griechenland) und bleibt in der Hauptrundengruppe A weiter sieglos. Die Tore des Bundesliga-Vertreters erzielten Fynn Schütze (3), Niclas Schipper, Hrvoje Benic, Andrija Basic und Aleksandar Radovic.

Mit der größten Zuschauerkulisse seit dem Ausbruch der Corona-Krise war Norddeutschlands größte Schwimm- und Wasserballarena zum Jahresabschluss noch einmal prächtig gefüllt, wobei gleich mehrere Dutzend regionaler Fans des griechischen Kultvereins nahezu für ein Heimspiel des zweimaligen Champions League-Gewinners sorgten. Das im Sommer stark verjüngte Waspo98-Team hielt bis zum Ende der zwölften Spielminute ein 3:3-Unentschieden, musste danach aber das Starensemble um Serbiens Superstar Filip Filipovic davonziehen lassen.

Als Manko wurde erneut die Offensive ausgemacht: „Wir würden viel Kraft sparen, wenn wir im Abschluss erfolgreicher wären“, sagte Trainer Karsten Seehafer, dessen Team das hohe Anfangsniveau erwartungsgemäß nicht halten konnte. Seehafer musste zudem erneut auf seinen angeschlagenen Abwehrchef Marko Macan verzichten und brachte in der Centerverteidigung mit Finn Rotermund (19) und Finn Grosse (18) zwei der jüngsten Spieler im laufenden Wettbewerb. Damit befanden sich wie schon vor Wochenfrist in Barcelona erneut sieben frühere Akteure des Nachbarn und Kooperationspartners White Sharks Hannover in dem 13-köpfigen Aufgebot des deutschen Meisters.

„Wir müssen Geduld haben“

Gegen das Starensemble der Gäste befanden sich die Niedersachsen mit ihren neuformierten Team sportlich weiter in der Warteposition, allerdings sollen bereits im weiteren Saisonverlauf eine Leistungssteigerung und dann auch erste internationale Punktgewinne folgen. „Wir müssen Geduld haben“, sagt Vereinspräsident Bernd Seidensticker, der sich von den deutlichen Niederlagen der vergangenen acht Tage gegen die in der laufenden Saison international noch ungeschlagenen Topteams aus Barcelona und Piräus unbeeindruckt zeigte.

Profitieren soll von den hochkarätigen Partien dann auch die Nationalmannschaft: „Welcher Verein [in diesem Wettbewerb] hat schon einen 18-Jährigen in der Centerverteidigung?“ sagt Seehafer. In der Torschützenliste des Abends bescherte die Partie ein Duell der Linkshänder: Lag bei Hannover Nationalspieler Fynn Schütze mit drei Treffern vorn, waren es bei den Gästen mit dem Ungarn Marton Vamos (bester WM-Spieler 2017) und dem zweimaligem Olympiasieger Filip Filipovic (beide ebenfalls mit drei Toren) zwei der absoluten Topstars der Sportart.

Bereits am 10. Januar geht es für die Niedersachsen in der Champions League mit einer Heimpartie gegen Titelverteidiger Pro Recco (Italien) weiter (19 Uhr, Stadionbad), der in der Tabelle derzeit sogar hinter Olympiakos und Barcelona liegt. Dort droht international die fünfte Niederlage in Serie, allerdings haben die Niedersachsen dann die drei designierten Topteams der Gruppe A hinter sich. „Es ist noch nicht viel passiert“, sagte Karsten Seehafer, der einzig die 10:12-Auftaktniederlage gegen Kroatiens Pokalsieger Jadran Split als tabellarischen Rückschlag wertet.

Champions League 2022/2023

Gruppe A, 4. Spieltag in Hannover

Waspo 98 Hannover (GER) – Olympiakos Piräus (GRE) 7:16 (2:2; 1:5, 1:2, 3:7)

Hannover: Kevin Götz – Ante Corusic, Niclas Schipper 1, Finn Grosse, Fynn Schütze 3, Aleksandar Radovic 1/1, Luka Lozina, Finn Rotermund, Phillip Kubisch, Marc Gansen, Hrvoje Benic 1, Andrija Basic 1 und Felix Benke. Trainer: Karsten Seehafer

Persönliche Fehler: 13/8

Resultate 4. Spieltag

Dienstag, den 20. Dezember 2022 (Gruppe A)
19:00 Waspo 98 Hannover (GER) – Olympiakos Piräus (GRE) 7:16
19:00 Jadran Split (CRO) – Dinamo Tiflis (GEO) 21:7
20:00 CN Atletic Barceloneta (ESP) – KVK Radnicki (SRB) 18.9
21:00 Pro Recco (ITA) – NC Vouliagmeni (GRE) 14:7

Gruppe A: 1. CN Atletic Barceloneta 12 Punkte, 2. Olympiakos Piräus 12, 3. Pro Recco 9, 4. 6. Jadran Split 6, 5 Vouliagmeni NC 4, 5. KVK Radnicki 4, 7. Waspo 98 Hannover 0, 8. Dinamo Tilfis 0

Mittwoch, den 21. Dezember 2022 (Gruppe B)
19:30 OSC Budapest (HUN) – CN Sabadell (ESP) 9:8
19:45 VK Novi Beograd (SRB) – AN Brescia (ITA) 11:9
20:00 CN Marseille (FRA) – Wasserfreunde Spandau 04 (GER) 14:7
20:30 FTC Budapest (HUN) – Jug Dubrovnik (CRO) 9:7

Gruppe B: 1. VK Novi Beograd 10, 2. AN Brescia 9 Punkte, 3. FTC Budapest 9, 4. OSC Budapest 5, 5. Jug Dubrovnik 4, 6. CN Marseille 4, 7. Spandau 04 2, 8. CN Sabadell 1

Fotos:

Serbiens Wasserball-Legende Igo Milanovic (Olympiasieger 1984 und 1988 als Spieler) gab sich mit Olympiakos Piräus in Hannover keine Blöße. Foto: Wolfgang Philipps

Die Olympiakos-Fans sorgten im Stadiobad für Stimmung. Foto: Wolfgang Philipps

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