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Orcas trotz 8:12-Niederlage nicht unzufrieden

Potsdamer Bundesliga-Wasserballer verkaufen sich in Duisburg teuer

Die Potsdam Orcas bleiben in der Hinrunde der Herren-Wasserball-Bundesliga ohne Punktgewinn, verzeichnen allerdings weiterhin einen Aufwärtstrend. Trotz der 8:12 (1:4, 2:2, 3:3, 2:3)-Niederlage beim Tabellenzweiten ASC Duisburg am Samstagnachmittag ist sich Kapitän Ferdinand Korbel in einer Sache ganz sicher: „In der Rückrunde werden wir punkten. Die Mannschaft, insbesondere die jungen Spieler, entwickeln sich und tanken in jedem Spiel mehr Selbstbewusstsein“, so der 26-jährige Nationalspieler. „Wenn wir da weitermachen, können wir optimistisch nach vorn schauen.“
Ein wenig Enttäuschung schwang dennoch in seiner Analyse des Spiels mit. „Mit etwas mehr Glück hätte sogar etwas Zählbares herauskommen können“, so Korbel. „Leider haben wir zu Beginn zu viele Fehler gemacht.“ Defensiv fand die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir sehr gut ins Match. Vor allem Antonio Vukojewic präsentierte sich im Potsdamer Tor erneut von bester Seite. Vorn hatten die Orcas aber noch Ladehemmungen. Erst die vierte Zeitstrafe gegen die Hausherren nutzte Till Hofmann zum 1:1-Ausgleich, ehe Duisburg innerhalb einer guten Minute gleich drei Tore erzielte. Der bittere 1:4-Rückstand tat weh. Duisburg agierte auch zu Beginn des zweiten Viertels effektiver und erhöhte sogar auf 6:1.
Doch Potsdam steckte nicht auf – ganz im Gegenteil. Mit dem Mut der Verzweiflung stemmte sich das Tchigir-Team gegen die sechste Niederlage der Saison. Noch im zweiten Viertel traf der 17-jähirge Matti Arnold zunächst mit seinem ersten Bundesligator zum 2:6; Thilo Popp versenkte kurz vorm Seitenwechsel den Ball im Netz des deutschen Nationaltorhüters Moritz Schenkel zum 3:6.
Das Momentum nutzend, legte Potsdam im dritten Viertel nach. Arne Hofmann und Lu Meo Ulrich verkürzten auf 5:6 und das Spiel schien gänzlich zu kippen. Doch diese Aufholjagd hatte Kraft gekostet. Der ASCD straffte sich und erzielte nach über acht Minuten ohne Treffer gleich drei Buden in kürzester Zeit. Nach einem Tor aus dem Rückraum durch Noel Eisenreich ging es mit einem 6:9 ins Schlussviertel. Dort keimte zwar nach dem 7:9 durch T.Hofmann noch einmal Hoffnung auf, in einer konzentrierten Schlussphase band Duisburg aber den Sack zu. Erneut musste Vukojewic dreimal in Folge hinter sich greifen. Der Schlusspunkt gehörte aber den famos kämpfenden Potsdamern, als Ulrich in Überzahl den 8:12-Endstand markierte.
„Wir werden noch bis zum 23. Dezember weitertrainieren. Dann gehen wir in eine kurze Weihnachtspause“, sagt Trainer Tchigir. Zu Beginn der Rückrunde warten dann mit dem Heimspiel am 7. Januar gegen das Champions League-Team von Waspo 98 Hannover und eine Woche später beim SV Ludwigsburg schwere Aufgaben. Da der Tabellenletzte der Hauptrunden-Gruppe A direkt in die B-Staffel absteigt, ist der Druck nicht unerheblich. „Platz 6 und 7 müssen zwar in die Relegation gegen den B-Gruppen-Zweiten und -Dritten, aber das ist dann sicher lösbar“, erklärt André Laube, sportlicher Leiter der Orcas.
Potsdam: Torhüter Antonio Vukojewicm Konstantin Hüppe, Finn Taubert, Arne Hofmann (1), Florian Burger, Matti Arnold (1), Lauritz Lück, Noel Eisenreich (1), Ferdinand Korbel, Till Hofmann (2), Filip Stipan Nadj, Lu Meo Ulrich (2), Thilo Popp (1)

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