Wasserball: Bundesligastart am Samstag mit neuem Modus, neuen Teams und alten Favoriten

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Wasserball: Bundesligastart am Samstag mit neuem Modus, neuen Teams und alten Favoriten

Neue Saison, neue Runde im ewigen Duell zwischen Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04? Vor dem Auftakt der Wasserball-Bundesliga an diesem Samstag gelten der amtierende Deutsche Meister und der Rekordchampion jedenfalls erneut als erste Anwärter auf die Meisterschaft. Die Niedersachsen holten viermal in den vergangenen fünf Jahren und zuletzt sogar dreimal in Folge den Titel, in der vergangenen Saison außerdem erneut den DSV-Pokal. Im Sommer haben nun allerdings gleich sieben Spieler den Klub verlassen, die Mannschaft wurde neu formiert. In Berlin setzt man dagegen beim Spielerpersonal weitgehend auf Kontinuität, lediglich zwei Spieler gingen. Dafür müssen sich Spandaus Spieler nach acht Jahren erstmals wieder an einen neuen Trainer gewöhnen: Nachfolger des nach Frankreich gewechselten Petar Kovacevic ist der Grieche Athanasios Kechagias.

Ambitionen hat außerdem der Bundesligadritte ASC Duisburg. „Unser Ziel ist wieder eine Medaille, aber wir gucken definitiv auch nach oben“, erklärte der neue Sportvorstand Julian Real im DSV-Verbandsmagazin „Swim&More“ – der langjährige Nationalspieler hatte am Ende der vergangenen Saison seine Badehose an den Nagel gehängt und ist nun in die Rolle des Funktionärs geschlüpft. In dieser Saison kommt ein ernsthafter Angriff auf die Spitze womöglich noch zu früh. „Aber wir werden die Spiele gegen Waspo und Spandau ganz sicher nicht herschenken, es soll auf jeden Fall knapper sein als zuletzt“, sagte Real.

Saisonstart ist am 22. Oktober mit neuem Modus. Die acht Mannschaften in der A-Gruppe und die zehn Teams der B-Gruppe spielen zunächst jeder gegen jeden, am Ende der Vorrunde steigen dann der Letzte und Vorletzte der B-Gruppe in die Landesgruppen ab. Der Achte der A-Gruppe und der Erste der B-Gruppe tauschen für den weiteren Saisonverlauf direkt die Plätze, die Teams auf den Plätzen sechs und sieben (A) beziehungsweise zwei und drei (B) bestreiten Relegationsspiele. In den beiden neu entstandenen Achtergruppen geht es anschließend jeweils in die Play-offs, wobei alle 16 Plätze im K.-o.-System ausgespielt werden. „Wir haben ein klares, verständliches und einheitliches Spielsystem in beiden Gruppen und Spannung bis zum letzten Spiel der Platzierungen“, erklärte Rundenleiter Holger Sonnenfeld.

Der Verein auf Platz 16 steigt am Ende ebenfalls noch ab, der 15. bekommt im Aufstiegsturnier mit den Landesgruppenvertretern eine weitere Chance zum Klassenerhalt. Nachdem im Vorjahr beide Aufsteiger direkt wieder runtermussten, hoffen die beiden neuen Klubs dieser Saison, dass ihnen dieses Schicksal erspart bleibt. Der SVV Plauen und der SV Cannstatt bringen jede Menge Tradition mit: Plauen spielte bereits von 2013 bis 2019 erstklassig, Cannstatt war 2006 sogar Deutscher Meister und zuvor 1973 DSV-Pokalsieger.

Die wichtigsten Termine der Bundesligasaison 2022/23 der Männer:

22. Oktober: Bundesliga-Start
12. November: Supercup in Hannover (Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04)
22. März – 02. April: Relegationsspiele zwischen A- und B-Gruppe
15. April: Start der Play-offs
17. Mai: Beginn der Finalserie um die Deutsche Meisterschaft

Bei den Frauen sind die Spandauerinnen in der Rolle der Gejagten

Auch bei den Frauen beginnt an diesem Wochenende die neue Spielzeit, diesmal mit sieben Mannschaften, nachdem der SC Chemnitz in dieser Saison auf eine Teilnahme verzichtet. Anders als die Bundesliga der Männer ist die Frauenliga eine Meldeliga. In der Rolle der Gejagten sind 2022/23 trotz der Abgänge der Nationalspielerinnen Belén Vosseberg, Gesa Deike und Lynn Krukenberg erneut die Titelverteidigerinnen der Wasserfreunde Spandau 04, daneben meldet zudem Vorjahresfinalist SV Bayer Uerdingen 08 ebenfalls Ansprüche an.

Herausgeber:
Deutscher Schwimm-Verband e.V.

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