Deutschlands Wasserballerinnen verbessern sich gegenüber der EM 2020 um einen Platz und werden Zehnte

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Deutschlands Wasserballerinnen verbessern sich gegenüber der EM 2020 um einen Platz und werden Zehnte

Deutschlands Wasserballerinnen haben bei der Europameisterschaft in Split (CRO) das Spiel um Platz neun gegen Serbien mit 9:12 verloren, sich als Zehnte gegenüber der vergangenen Europameisterschaften 2020 aber dennoch um einen Platz verbessern können. Viel wichtiger war aber der Zugewinn an Erfahrung für die junge deutsche Mannschaft, die in Split mit gleich acht EM-Debütantinnen an den Start ging. Im Duell mit den Top-Nationen hat das Team von Bundestrainer Sven Schulz viel dazugelernt.

Auch für Torhüterin Darja Heinbichner war es das erste große Turnier im Erwachsenenbereich, doch das fiel gegen Serbien überhaupt nicht auf. Mit gleich 14 gehaltenen Bällen bewies die gerade 18-Jährige am Montag einmal mehr ihre große Klasse. Schon in den ersten zweieinhalb Minuten gelangen ihr direkt zwei Paraden, fünf waren es im ersten Viertel insgesamt. Offensiv lief es zunächst dagegen noch nicht so gut für die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes e.V. (DSV), einzig Kapitänin Gesa Deike war beim Zwischenstand von 1:2 erfolgreich. „Heute waren wir im ersten Viertel nicht konzentriert genug, und das war das Problem im ganzen Spiel. Heute haben viele junge und neue Spielerinnen gespielt und wir haben viel rotiert. Wir haben viele Chancen verpasst, um zu punkten”, erklärte Greta Tadday. Mit drei Toren war die Uerdingenerin am Ende beste Torschützin auf DSV-Seite.

Zu Beginn des zweiten Viertels konnte Tadday dann zunächst zweimal verkürzen. Die Serbinnen nutzten in dieser Phase allerdings ihre Überzahlchancen, um bis zur Halbzeit auf 3:7 davonzuziehen. In den ersten fünf Minuten des dritten Viertels fielen dann auf beiden Seiten zunächst keine weiteren Treffer, bevor erst Anne Rieck aus der Distanz auf 4:7 verkürzte und anschließend Nadja Novakovic (SRB) aber den alten Abstand wieder herstellte. Sie und Hristina Ilic trafen je viermal und damit am besten für Serbien.

Es hätte jetzt schon eines perfekten letzten Viertels für das DSV-Team bedurft, stattdessen gelang den Serbinnen direkt zu Beginn das 4:9 und damit die erstmalige Fünf-Tore-Führung. Doch Deutschland steckte nicht auf und kam beim Stand von 7:9 beziehungsweise 8:10 noch zweimal bis auf zwei Tore heran. Die junge deutsche Mannschaft probierte alles, knapp zwei Minuten vor dem Ende ging sogar Torfrau Heinbicher mit nach vorne, doch es reichte nicht mehr. Dennoch: “Diese Meisterschaft war eine großartige Erfahrung für das ganze Team, wir haben viel gelernt und wir haben eine große Zukunft vor uns”, sagte Greta Tadday. “Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren genug Geld bekommen, um uns lange auf diese Art von Wettkämpfen vorzubereiten. Wir möchten den Wasserballsport in Deutschland populärer machen, das Niveau in allen Altersklassen anheben, so können wir konkurrenzfähiger werden.“
Herausgeber:
Deutscher Schwimm-Verband e.V.

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