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EM-QUALIFIKATION IN BUKAREST – SCHWIERIGE BEDINGUNGEN FÜR DSV-AUSWAHL

Die Rahmendaten für den ersten Jahreshöhepunkt der deutschen Frauen-Nationalmannschaft stehen: Das nach Rumänien vergebene EM-Qualifikationsturnier der Gruppe A wird nun definitiv vom 17. bis 20. Februar in Bukarest stattfinden. Die bei den Titelkämpfen 2020 in Budapest (Ungarn) lediglich elfplatzierte DSV-Auswahl trifft dort in einem Fünferfeld neben dem Gastgeber auf den EM-Achten Slowakei, die Ukraine und Irland und muss für einen Startplatz bei den Europameisterschaften in Split (Kroatien/27. August bis 10. September) zumindest Rang zwei belegen.

In Rumänien sind in den vergangenen zehn Jahren gleich mehrere spitzensportgerechte Schwimmbäder gebaut worden, und eine dieser Anlagen wird auch in der EM-Qualifikation zum Zuge kommen: Gespielt wird mit dem Ghencea-Komplex in der Heimstätte des nationalen Männermeisters Steaua Bukarest, die über ein wasserballgerechtes 33-Meter-Becken mit Tribünenplätzen verfügt. Hier konnte sich vor gut zwei Wochen das Team der Waspo 98 Hannover in der Champions League einen hart erkämpften 10:9-Auswärtserfolg bei der Steaua-Sieben holen.

„Jetzt wird sich zeigen, wie gut in den Vereinen gearbeitet wird“

Selbst wenn die laufenden Corona-Wirren außer Acht gelassen werden, wartet auf die DSV-Auswahl allerdings gleich in mehrfacher Hinsicht ein schwieriges Turnier. Größter Rivale im Kampf um eines der beiden EM-Tickets ist aus dem Kreis der ungesetzten Teams ausgerechnet die Vertretung des Gastgebers, die der deutschen Mannschaft bereits vor zwei Jahren in der EM-Qualifikation riesige Probleme bereitet hat. Dort war die DSV-Auswahl gegen Rumänien beim Rückspiel in Duisburg schon so gut wie ausgeschieden, ehe doch noch Erfolg im Fünfmeterwerfen gelang.

Die vielleicht größte Achillesferse auf dem Weg nach Split: Die deutsche Mannschaft wird sich auf das viertägige Turnier nicht in dem gewünschten Umfang vorbereiten können, und dieses schon gar nicht mit auswärtigen Partnern: So sind die überschaubaren Fördergelder des DOSB für den Frauenbereich in Form von Projektmitteln zweckgebunden für den Nachwuchs zu verwenden, während es eine Grundförderung nicht mehr gibt. Die Eigenmittel des finanziell schon seit langen Jahren chronisch klammen DSV sind dagegen weder für den Frauenwasserball noch für andere Fachbereiche ausreichend.

„Jetzt wird sich zeigen, wie gut in den Vereinen gearbeitet wird“, sagt DSV-Trainer Sven Schulz (Chemnitz). Die anstehende EM-Qualifikation könnte damit auch zu einem sportlichen Vergleich der Bundesliga mit der transnationalen Danube League werden, in der die besten Teams aus der Slowakei und Rumänien aktiv sind. Immerhin: Zuletzt zeigte sich der deutsche Nachwuchs spielerisch verbessert und konnte trotz der Corona-Wirren zugleich einige internationale Erfahrung sammeln, was auch der Frauenauswahl bei der anstehenden Aufgabe zugute kommen dürfte.

Sollte es vor Ort im Kampf um das EM-Ticket tatsächlich zu einer Do-or-Die-Begegnung gegen Rumänien kommen, könnte der Spielplan den Deutschen entgegenkommen: Diese Partie wird erst am Sonntag zum Turnierabschluss zur Austragung gelangen, so dass sich die DSV-Auswahl bis dahin an die Bedingungen vor Ort gewöhnen und sich in den ersten Auftritten vielleicht auch noch etwas einspielen kann. Allerdings: Gegen den zweiten Mitfavoriten Slowakei muss die Schulz-Sieben gleich im ersten Spiel und dieses am Freitagmorgen um 9:30 Uhr ran.

Europameisterschaften Frauen 2022

Qualifikationsturnier Gruppe A in Bukarest (Rumänien)

Spielplan

Donnerstag, den 17. Februar 2022
18:30: Ukraine – Slowakei
20:00 Rumänien – Irland

Freitag, den 18. Februar 2022
09:30 Slowakei – Deutschland
11:00 Irland – Ukraine
18:30 Deutschland – Ukraine
20:00 Slowakei – Rumänien

Sonnabend, den 19. Februar 2022
18:30 Irland – Deutschland
20:00 Rumänien – Ukraine

Sonntag, den 20. Februar 2022
09:30 Slowakei – Irland
11:00 Deutschland – Rumänien

Spielstätte: Bazinul Steaua, Bulevardul Ghencea 35, Bukarest, 061701, Rumänien

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