Doppelspieltag mit Höhen und Tiefen für den SSV Esslingen

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Doppelspieltag mit Höhen und Tiefen für den SSV Esslingen

Für ein volles Spektrum der Gefühle sorgten die Bundesliga Frauen des SSV Esslingen beim Heimspielwochenende im Inselbad in Untertürkheim. Wie erwartet zeigte das Team der Wfr. Spandau 04 seine starke Überlegenheit. Die Erfahrung der Spandauer Spielerinnen, die im Schnitt 7 Jahr älter sind als das junge SSVE-Team, war deutlich sichtbar. Doch der unbedingte Siegeswille der Esslingerinnen war schon am Sonntag beim Spiel gegen Chemnitz wieder geweckt, und so konnte das Team in diesem Spiel mit einem gewohnt knappen Ergebnis punkten.
Dabei starteten die Esslingerinnen noch vielversprechend in das Samstagsspiel gegen Spandau. In den ersten drei Miinuten sah das Spiel noch ausgeglichen aus. Doch dann setzte die Spandauerin Belèn Vosseberg innerhalb einer Minute mit drei Treffern die Messlatte ein Stück höher. Ioanna Petiki konnte den Abstand zwei Minuten vor Ende des Spielviertels nochmal auf 1:3 verkürzen, doch endete das Viertel mit einem Rückstand von 1:6 Toren.
Im Spielverlauf der weiteren Viertel zeigte sich dann immer wieder das gleiche Muster im Spielaufbau der Spandauerinnen und in den Schwächen der Esslingerinnen.
Schon in den letzten Spielen waren diese Schwächen im Abschluss des Angriffs und beim Torschuss sichtbar. Spandau nutzte das gnadenlos aus. Angriffe der Esslingerinnen wurden oftmals in Unterzahl abgewehrt, in dem sich Belèn Vosseberg in die gegnerische Hälfte zurückfallen ließ. Nach Ballverlusten und Fehlschüssen schalteten die Spandauerinnen blitzschnell um und konterten die Esslingerinnen aus. Das Spiel wurde dadurch räumlich stark auseinandergezogen und das ging deutlich auf die Kondition der Esslingerinnen. Insgesamt agierten die Spandauerinnen in ihren Angriffen cleverer und waren besser aufeinander eingespielt.
Die weiteren Viertel endeten 1:8, 0:10 und 1:6 und der Endstand des Spiels mit 3:30 zeugt von der Überlegenheit der Gäste.
Die Stimmung im Team war nach dem Spiel dennoch nicht gedrückt. „Es war Spandau und es war eine wichtige Erfahrung gegen dieses Topteam zu spielen,“ so der Kommentar der dreifachen Torschützin Ioanna Petiki. „Schwimmerisch war Spandau nicht besser, aber ihre Reaktion im Spiel war schneller. Da haben wir zu langsam geschaltet,“ kommentiert Elena Ludwig die Niederlage.
Das Spiel wurde schnell abgehakt und das Team zeigte sich am Sonntag bereit und motiviert zum Spiel gegen den SC Chemnitz. Esslingen machte es gewohnt spannend. Im ersten Viertel gingen die Chemnitzerinnen zwei Mal in Führung, beide Male konnte Georgia Sopiadou durch gezielte Torschüsse ausgleichen.
Im zweiten Spielviertel dominierte Esslingen das Spiel. Doch machten sich auch gegen Chemnitz die Abschlusssschwächen bemerkbar. So schaffte es Chemnitz nochmal, mit 2:3 in Führung zu gehen. Eine Auszeit der Esslingerinnen läutete kurzzeitig die Wende ein. Wieder war es Georgia Sopiadou, die zum Ausgleich traf. Mit zwei weiteren Treffern durch Maxima Kleisch und Elena Ludwig konnte Esslingen sich in diesem Viertel absetzen, mit dem Spielstand 5:3 ging es in die Halbzeitpause.

Nach der Halbzeitpause hatten die Esslingerinnen den Faden verloren. Die Angriffe wurden nicht konsequent zu Ende gespielt und so gelang den Chemnitzerinnen der Ausgleich zum 5:5.
Auch zu Beginn des letzten Viertels schien es so, als ob Esslingen nicht mehr richtig ins Spiel kommt. Ein vergebener Strafstoß unterstrich diese schwierige Spielphase. Doch vielleicht war gerade das der Weckruf, den das Team brauchte. „Meine Spielerinnen haben einen absoluten Siegeswillen, das ist ihre große Stärke. Sie kämpfen bis zum Umfallen, wenn es nötig ist,“ sagt die Trainerin Iris Schneider stolz über ihre „Mädels“. Und genau das zeigten sie im letzten Spielviertel. Georgia Sopiadou, die ein grandioses Spiel zeigte und auch zur Spielerin des Tages gekürt wurde, läutete den Siegeskampf ein. Sie erzielte den Führungstreffer zum 6:5. Doch wieder konnte Chemnitz ausgleichen. Schon in den letzten Spielen zeigte das Team, dass es bis zur letzten Sekunde kämpfen kann. Während der Fanblock vor Anspannung fast die Nerven verlor, setzte Georgia Sopiadou nervenstark den Siegtreffer zum 7:6. Wahnsinn, dieses Team!
Herzlichen Glückwunsch und Danke an alle Fans, die unser Frauen-Team bei diesem „Wechselbad der Gefühle“ unterstützt haben.
Für Esslingen spielten:
Maria Eleni Kotroni (TW), Julia Freter, Ilektra Kechlibari, Maxima Kleisch (1), Elena Ludwig (1), Ioanna Petiki (3), Georgia Sopiadou (5), Mia Boscolo, Mira Tzenov, Leonie Schneider, Lilli Madita Groß, Karla Spurk, Ida Wellensiek, Zoe Reutter, Katharina Moormann (TW).

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