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Laatzen mit Sieg über Magdeburg

Nur einen Tag nach der knappen Heimniederlage gegen den SC Wedding haben die Wasserballer der Spvg Laatzen in der 2. Liga Nord einen Erfolg eingefahren, Mit 15:12 setzte sich die Mannschaft von Trainermanager Carsten Stegen gegen die Wasserball Union Magdeburg durch und belohnte sich damit für eine sehr gelungene Defensivarbeit in der zweiten Spielhälfte.
Ein brachialer Wurf unter die Latte durch Björn Richter und ein schöner Aufsetzer von Kapitän Alexander Traue brachten den Gastgebern eine zügige 2:0-Führung ein. Danach drehten die Gäste aus Sachsen-Anhalt jedoch auf und gingen ihrerseits mit 3:2 in Führung. Hierbei schwammen die Landeshauptstädter zum Teil sehenswerte Konter und überraschten mit der taktischen Variante immer mal wieder ein bis zwei Spieler vor dem gegnerischen Tor „liegen zu lassen“. Mit einer knappen Führung der Magdeburger ging es in die erste Pause.
Im zweiten Spielabschnitt boten beide Mannschaften ein Offensivspektakel, begünstigt durch das kleine Spielfeld. Nach dem die Laatzener zum 3:3 und 4:4 ausgleichen konnten, setzten sich die Gäste etwas ab. Besonders die beiden wurfgewaltigen „Scharfschützen“ Tom Hagendorf und Lukas Schulle trafen fast nach Belieben, da die Abwehr der Spvg noch zu zurückhaltend operierte. Nach einem mehrfach aufgelaufenen Rückstand von drei Toren kamen die „Gelb-Schwarzen“ bis zum Seitenwechsel durch Treffer von Joel Werner und – eine Sekunde vor der Sirene – Sören Marherr noch auf 9:10 heran.
Trainermanager Carsten Stegen bat seine Mannschaft nun zur Besprechung auf die andere Seite des Spielfeldes und schwor auf eine aggressivere und offensivere Abwehr gegen die Distanzschüsse der Magdeburger ein. Und diese Strategie ging vollkommen auf. Zwar trafen die Gäste mit einem Schuss von der Mittellinie noch zum 9:11, bei dem der sonst starke Schlussmann Dennis Behrens unglücklich aussah, doch fortan stand die eigene Defensive und ließ die Sachsen-Anhaltiner regelrecht verzweifeln. Besonders Alexander Roth und Kolja Bertram blockten und verteidigten sensationell stark und rissen damit das ganze Team mit. So wendeten die Laatzener die Begegnung durch Treffer von Sven Grüneberg, Tobias Müller und Joel Werner zum 14:12 nach dem dritten Viertel und ließen dabei insgesamt über 15 Minuten lang nur einen Gegentreffer per Strafwurf zu.
Im letzten Spielabschnitt konnte Kolja Bertram im ersten eigenen Angriff zum 15:12 treffen. Während die eigene Deckung prächtig funktionierte schloss der eigene Angriff teilweise überhastet ab und brachte damit Coach Carsten Stegen in Rage. Da die Gäste offensiv jedoch gar nichts mehr zustande bekamen, konnte die Spvg den Vorsprung auch torlos über die Zeit bringen. Der letzte Magdeburger Torerfolg sechs Sekunden vor Schluss änderte daran nichts mehr.
Nach diesem interessanten und spannenden Wasserballwochenende im Aqua Laatzium hat sich die Entscheidung der Verantwortlichen, um Aufnahme in die 2. Liga Ost zu bitten, als Volltreffer erwiesen. Gegen die starken Kontrahenten aus Mittel – und Ostdeutschland werden die Laatzener mächtig gefordert und können ihren treuen Fans packende und gutklassige Spiele anbieten. Besonders die jungen Akteure können sich in diesem Umfeld gut entwickeln und für das Fernziel Rückkehr in die Bundesliga weiter geformt werden. Bleibt zu hoffen, dass die anderen Klubs aus der 2. Liga Ost auch künftig bereit sind gegen die beiden niedersächsischen Vertreter aus Laatzen und Hildesheim zu spielen, und dass vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt auch alle Teilnehmer die Reise nach Laatzen und Hildesheim anzutreten willens sind. Bis dahin wird die Spvg Laatzen gegen einige Klubs doppelt auswärts antreten. FG

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