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Waspo 98 erkämpft sich ein Remis

Am zweiten Spieltag der Champions League-Hauptrunde erkämpften sich die Wasserballer von Waspo 98 Hannover im deutschen Duell bei Spandau 04 ein 11:11-Unentschieden.
Die Hannoveraner gingen dabei durch die Ausfälle von Petar Muslim (gesperrt) und Matija Brguljan (krank) etwas gehandicapt in die Begegnung. Die gastgebenden Berliner konnten hingegen in Bestbesetzung anschwimmen.
Das Auftaktviertel verlief abwechslungsreich. Ivan Nagaev brachte die Niedersachsen in Überzahl mit einem schönen Wurf ins lange Eck in Führung. Dies sollte allerdings für lange Zeit der letzte Vorsprung der Hannoveraner sein. Marin Restovic glich zunächst aus und Nikola Dedovic nutzte das sensationelle Anspiel des auch sonst exzellenten Torhüters Laszlo Baksa zu einem Kontertor. Nach dem Ausgleich von Kanonier Aleksandar Radovic in Überzahl markierte wieder Restovic acht Sekunden vor der ersten Viertelpause den 3:2-Führungstreffer für Spandau 04.
Im zweiten Spielabschnitt konnte zunächst Dimitrios Nikolaides zum 4:2 erhöhen, ehe Waspo 98 defensiv stärker zupackte und Schlussmann Moritz Schenkel mehrfach ausgezeichnet parierte. Diese Chance nutzte Darko Brguljan zu einem Doppelpack zum 4:4. Zunächst hatte er in Überzahl erfolgreich das lange Eck anvisiert. Kurz danach traf er per Schnellwurf zum zweiten Mal vor dem Seitenwechsel.
Im dritten Viertel hatte der Gastgeber dann seine beste Phase. Der bockstarke Dmitrij Kholod traf zunächst zweimal in Überzahl zum 6:4. Nach dem Anschluss durch den starken Ivan Nagaev legte Mateo Cuk mit zwei Toren eine 8:5-Führung vor. Mittlerweile hatten die drei Centerverteidiger Marko Macan, Julian Real und Jan Rotermund bereits je zwei Hinausstellungen gesammelt, so dass die Gesamtlage für Waspo 98 sich ungünstig zu entwickeln drohte. Doch die Mannschaft legte, wie schon im Supercupspiel vor zehn Tagen, eine fulminante Aufholjagd im Schlussabschnitt hin.
Zunächst übernahm Kapitän Aleksandar Radovic Verantwortung und wuchtete den Ball nach einem Freiwurf ins kurze Eck. Ivan Nagaev bediente in einem Konterangriff den eingeschwommenen Julian Real, der per Aufsetzer zum 7:8-Anschluss traf. Nach einem Gegentor in Unterzahl durch den Russen Dmitrij Kholod, drehte Center Jorn Winkelhorst plötzlich auf. Er nutzte ein Zuspiel von Darko Brguljan und schaffte mit einem präzisen Wurf das 8:9. Aleksandar Radovic markierte per Konter kurz danach sogar den Ausgleichstreffer, den Ivan Nagaev mit einem Aufsetzer in Überzahl in die kurze Ecke sogar zur 10:9-Führung veredelte. Spandau 04 hielt dagegen und setzte nun seinen Olympiasieger in Szene. Nikola Dedovic gelang in doppelter Überzahl das 10:10.
In der finalen Phase war die Dramatik nun kaum noch zu steigern. Jorn Winkelhorst kam in Überzahl in Position und sandte zum 11:10 für Waspo 98 ein. 14 Sekunden vor dem Ende kamen die Berliner zu ihrem letzten Ballbesitz, erzwangen unmittelbar eine Powerplay-Situation und nahmen durch Trainer Petar Kovacevic ihre letzte Auszeit. Die ultimativ letzte Wurfchance der Begegnung ergriff erneut Dedovic zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit einem trockenen Wurf ins kurze Eck zum 11:11-Remis.
Zwar trauerten die Waspo-Akteure dem im letzten Augenblick verflogenen Sieg noch ein wenig nach, dennoch kann der Punktgewinn angesichts der Voraussetzungen und des klaren Rückstandes nach dem dritten Spielabschnitt nur als Erfolg gewertet werden.
Nach einer zehntägigen Wettkampfpause geht es für die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer dann erneut international zur Sache. Zum ersten Champions League-Heimspiel nach Ausbruch der Pandemie empfängt der deutsche Meister am Samstag, 20. November, um 14 Uhr den OSC Budapest im Stadionbad. Diese Begegnung wird auf Sport 1 direkt übertragen. FG

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