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Orcas empfangen White Sharks im blu

Potsdams Wasserballer weiter im Verletzungspech / Zweitliga-Auftakt gegen Brandenburg

Wenn die Potsdam Orcas am Samstag (18.00 Uhr) die White Sharks Hannover zum ersten Bundesliga-Heimspiel der neuen Saison ins Sport- und Freizeitbad blu empfangen, gilt die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir ganz sicher nicht als Favorit. Nach personellem Umbruch geht es für den Bronzemedaillengewinner der letzten vier Spielzeiten in dieser Saison vorrangig um den Verbleib in der A-Gruppe.
Neben den ohnehin nennenswerten Veränderungen im Kader des OSC Potsdam wird das Unterfangen des Klassenerhalts zusätzlich von dramatischem Verletzungspech torpediert. „Ich habe das Gefühl, jede Woche fällt ein weiterer Spieler aus“, klagt Trainer Tchigir. „Nun hat es auch noch Ferdi erwischt.“ In einem Zweikampf am Samstag zum Bundesliga-Auftakt bei den Wasserfreunden Spandau 04 (8:24) verletzte sich der wuchtige Centerspieler und Mannschaftskapitän Ferdinand Korbel schwer an der linken Schulter und fällt voraussichtlich einige Wochen aus. Damit gesellt er sich zu den Dauerverletzten Reiko Zech und Lu Meo Ulrich. „Das sind alles Nationalspieler“, erklärt André Laube, sportlicher Leiter der Orcas. „Wir krauchen ganz schön auf dem Zahnfleisch.“
Bange machen, gilt allerdings nicht: „Wir werden mit einer superjungen Truppe spielen“, so Tchigir. Etliche Akteure wie Till Hofmann, Florian Burger und Finn Taubert seien am letzten Wochenende gerade deutscher U16-Meister geworden; nun würden sie direkt mit viel Verantwortung bei den Herren spielen. „Mal schauen, wofür es reicht“, sagt Tchigir.
„Wir müssen geduldig bleiben“, ist Laube gelassen. „Sollten die Punktgewinne in diesem Jahr noch ausbleiben, müssen wir in der Rückrunde gewinnen. Die junge Mannschaft wird sich von Spiel zu Spiel entwickeln und peu à peu kommen auch die Verletzten zurück ins Team.“ Nach dem Heimauftritt gegen die White Sharks sieht der „ungewöhnliche“ Spielplan zunächst fünf Auswärtsspiele vor. „Das ist für den Moment sicher sehr schwierig, allerdings enden wir in der Saison auch mit fünf Spielen daheim“, so Laube. „Bis dahin wird sich eine funktionierende Truppe zusammengefunden haben.“
Gegen den Rekordmeister Spandau vor einer Woche überzeugte die Mannschaft vor allem mit großer Moral. Mit Erik Miers und Tobias Lentz wurden zwei ehemaligen Größen des Klubs zwischenzeitlich zurückgeholt, um mit voller Mannschaft antreten zu können. „Das ist echt stark von den beiden, dass sie das nochmal gemacht haben und unterstreicht die Verbundenheit zum Verein“, so Laube. Miers markierte sogar einen Treffer (4:14). Ansonsten machte der OSC offensiv eine gute Figur, erzielte immerhin acht Treffer gegen Spandau. Bester Werfer war Sascha Seifert mit drei Buden, Korbel erzielte vor seiner Verletzung noch zwei Tore und Florenz Korbel, Miers und Hannes Schulz trafen je einmal.
Nach dem Bundesliga-Heimauftakt steigt ein weiteres Highlight im blu. 19.45 Uhr trifft Potsdams Zweite, unter anderem wieder mit Lentz und Miers, auf den ASC Brandenburg. Zum Auftakt der Zweitliga-Saison geht es also direkt ins Havelderby. Ein üppiger Spielbetrieb steht den Potsdamern bevor. Mit 14 Teams ist das Feld noch einmal erweitert worden. Der OSC wird dabei auf die bewährte Mischung aus erfahrenen Spielern und „jungen Wilden“ setzen.
Potsdam: Torhüter Joel Limprecht (1.-32.)/Erik Dortmann, Konstantin Hüppe, Sascha Seifert (3), Felix Korbel, Ákos Karacs, Tomi Tadin, Florenz Korbel (1), Erik Miers (1), Ferdinand Korbel (2), Tobias Lentz, Hannes Schulz (1), Noel Eisenreich

Wasserball-Bundesliga 2021/2022

Gruppe A, 1. Spieltag

Sonnabend, den 6. November 2021
15:30 SV Ludwigsburg – White Sharks Hannover 14:10 (3:2, 4:0, 3:6. 4:2)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 24:8 (5:1, 3:2, 8:2, 6:3)
18:00 SSV Esslingen – SG Neukölln 14:14 (3:2, 3:3, 4:5, 4:4)
19:00 Waspo 98 Hannover – ASC Duisburg 18:9 (2:1, 4:4, 5:3, 7:1)

Tabellenstand
1. Wasserfreunde Spandau 04 24:8 2:0
2. Waspo 98 Hannover 18:9 2:0
3. SV Ludwigsburg 14:10 2:0
4. SG Neukölln 14:14 1:1
5. SSV Esslingen 14:14 1:1
6. White Sharks Hannover 10:14 0:2
7. ASC Duisburg 9:18 0:2
8. OSC Potsdam 8:24 0:2

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