PRESS RELEASE LEN PR 94/2021
16. Oktober 2021
Ludwigsburg spielt am Sonntag um Platz drei
17. Oktober 2021
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Waspo 98 erarbeitet sich Finaleinzug

Es war etwas zäh, doch am Ende zählt der Sieg. Mit einem 11:8-Erfolg über den ASC Duisburg zogen die Wasserballer von Waspo 98 Hannover ins Finale im DSV-Pokalwettbewerb ein. Im Endspiel trifft die Mannschaft um Kapitän Aleksandar Radovic wie erwartet auf Titelverteidiger und Gastgeber Spandau 04, der sein Semifinale gegen den SV Ludwigsburg mit 21:5 gewann.

Von Beginn an fehlte dem deutschen Meister in der Partie gegen die starken Duisburger ein wenig die geistige Frische. So entwickelte sich eine lange Zeit ausgeglichene Partie, in der die Führung mehrfach wechselte. Die beiden ASC-Neuzugänge Lukas Küppers und Philipp Dolff brachten ihre Farben im ersten Viertel zweimal in Führung. In der torreichen Anfangsphase glichen Ivan Nagaev per Distanzwurf und Jorn Winkelhorst in Überzahl aus. Nagaev brachte den Favoriten in der Folge mit einem präzisen Schuss aus zentraler Position erstmals mit 3:2 in die Vorlage. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die erste Pause.

Zwei Tore von Routinier Lazar Kilibarda und Nils Illinger sorgten erneut für eine Wende im Spiel, doch Jorn Winkelhorst mit einem „Tipp Inn“ bei nummerischer Überlegenheit und Darko Brguljan nach einer schönen Kombination eroberten die Führung für Waspo 98 zurück. Mit einem Strafwurf schaffte Lukas Küppers jedoch den etwas überraschenden 5:5-Ausgleich zur Halbzeit.

Den erneuten Rückstand konnte der mehrfach stark parierende Hannoveraner Schlussmann Felix Benke zunächst noch verhindern; nach einem Ballverlust seiner Vorderleute musste er jedoch einen vollständig freien Wurf von Robert Gergelyfi zum 5:6 passieren lassen. Postwendend gelang jedoch dem gewohnt treffsicheren Ivan Nagaev per Strafwurf der Ausgleich und Darko Brguljan vollendete eine Überzahlsituation nach einer Auszeit von Trainer Karsten Seehafer zum 7:6. Brguljan hätte die Nerven seiner Kameraden etwas beruhigen können, doch sein Alleingang in letzter Sekunde vor der Viertelpause fand sein Ziel nicht in einem weiteren Treffer.

Das 8:6 markierte dann Phillip Kubisch in Überzahl mit entschlossenem Wurf aber Routinier Dennis Eidner verkürzte im Center noch einmal für den ASCD. Fortan ließ Waspo 98 allerdings nichts mehr anbrennen. Zwar wirkte das Team offensiv immer wieder etwas uninspiriert, schlug aber in der entscheidenden Phase der Begegnung dann doch mit Macht zu. Darko Brguljan, Ivan Nagaev und Petar Muslim zeigten ihre individuelle Klasse und warfen bis knapp drei Minuten vor dem Ende eine nicht mehr einholbare 11:7-Führung heraus. Jan Bakulo gelang nur noch ein letztes Tor zum aus Duisburger Sicht höchst respektablen 8:11-Finalstand.

Im morgigen Endspiel muss und wird sich Waspo 98 zu steigern haben, wenn es gegen den teilerneuerten Gastgeber Spandau 04 geht. Nach dem Abgang zahlreicher Korsettstangen wie Lucas Gielen, Stefan Pjesivac und Marino Cagalj, sowie Ben Reibel und Tiberiu Negrean im Vorjahr, verjüngte und erneuerte sich das Team von Trainer Petar Kovacevic erheblich. Mit Zoran Bozic kam ein Nationalspieler vom SSV Esslingen, der frühere Hannoveraner Marek Tkac rückt in die Centerverteidigung für den dort bislang gesetzten Remi Saudadier. Dennoch bilden mit Schlussmann Laszlo Baksa, dem frisch gebackenen Olympiasieger von Tokio, Nikola Dedovic, dem russischen Hünen Dmitrij Kholod sowie den deutschen Nationalmannschaftsroutiniers Maurice Jüngling und Marko Stamm viele bewährte Kräfte ein beachtliches Gerüst. Erstmals in Deutschland zu sehen sind der Spanier Augusti Pericas und der Grieche Dimitrios Nikolaides.

So freuen sich die Fans beider Lager wieder einmal auf ein packendes Finale, das von 13 Uhr an auf waterpolo.stream live übertragen wird. Dies gilt auch für die Begegnung um Rang drei zwischen dem ASC Duisburg und dem SV Ludwigsburg, die bereits um 11 Uhr angepfiffen wird. FG

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