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Wasserballer beim Eurocup in Sizilien

Viel gelernt, aber keine Punkte

Im dritten Spiel des Eurocup-Turniers in Sizilien gegen die Gastgeber des bis dato ungeschlagenen CC Ortigia hält der SVL zunächst sehr gut mit, liegt zu Beginn des ersten Viertels sogar einmal in Führung. Doch die Begegnung geht verloren. Fazit nach den drei internationalen Begegnung: viel gelernt. Die Ludwigsburger sollten nun gut vorbereitet sein für das DSV-Pokal-Viertelfinale am kommenden Freitag gegen Würzburg.

Die Stimmung im Freibad ist offenkundig top. Kurz vor dem Anpfiff der dritten Partie der SVL-Wasserballer gegen die Gastgeber vom CC Ortigia in Süditalien wird das Gelände mit lauter Musik der Hardrocker AC/DC beschallt. Das bekommen sogar die Zuschauer daheim an den Bildschirm mit, die das Spiel im Lifestream verfolgt wollen. Applaus bei der Vorstellung der zwei Mannschaften.

Der SV Ludwigsburg tritt am Sonntagmittag wieder gegen eine europäischen Spitzenmannschaft an – und hält zu Beginn des ersten Viertels sehr gut mit, geht sogar einmal mit 2:1 in Führung. Nino Blazevic und Mateja Bosic haben getroffen. Bald steht es aber 2:2, dann 3:2 für Ortigia. Marko Martinic erzielt postwendend das 3:3. Geht an diesem Tag womöglich mehr als am Freitag und am Samstag? Ausgerechnet gegen die super starke Heimmannschaft? Nein, es wird nicht reichen für einen Sieg. Nach dem ersten Viertel heißt es 6:3 für Ortigia.

Der SVL-Torwart zeigt über das gesamte Spiel viele top Paraden. Ohne Ivan Pisk würden ganz bestimmt deutlich mehr Tore gegen den SVL fallen. Die Ludwigsburger spielen oft nicht clever genug, ihnen unterlaufen immer wieder vermeidbare Abspielfehler. Im zweiten Viertel steht es bald 7:3, dann gelingt Martinic der Anschlusstreffer zum 7:4. Zur Halbzeit heißt es 8:4. Das dritte Viertel beginnt wie das erste und das zweite: mit einem Tor der Italiener. Das Problem bleibt die Chancenverwertung – mit etwas mehr Präzision und ein bisschen mehr Glück wäre Ludwigsburg sicherlich näher dran an den Italienern. Doch nach dem dritten Viertel steht es 11:6.

Das vierte Viertel beginnt mit einem SVL-Tor durch Martinic. Der Torwart Pisk ist weiter eine Bank, er vereitelt eine Großchance nach der anderen. Doch nach weiteren unnötigen Ballverlusten steht es zunächst 12:7, dann 13:7, 14:7. Das 14:8 durch Tobias Bauer bejubelt sogar die italienische Kommentatorin: „Grande Gol!“ Mit dem Schlusspfiff heißt es 16:8 für den CC Ortigia.

Das Turnier kostet die vor einem Jahr erstmals international angetretenen Ludwigsburg ordentlich Kräfte. Die SVL-Spieler, sagt Dieter Gscheidle, Betreuer beim SVL, hätten in den drei Spiele gegen europäischen Spitzenmannschaften aber ganz bestimmt „viel gelernt“. Das Turnier sei eine gute Vorbereitung auf Würzburg, wo der SVL am kommenden Freitag das Viertelfinale im DSV-Pokal gegen Würzburg spielt – mit guten Chancen auf den Einzug in die Final-Four-Runde.

Gscheidle ist sich sicher: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Der SVL-Teammanger Adrijan Jakovcev sagt: „Drei Niederlagen, aber viel gelernt.“ Viel Erfahrung auf einem höheren Niveau sammeln, das sei das Ziel gewesen. „Wir haben gegen Vollprofis gespielt und sind zufrieden.“ Alle SVL-Wasserballer könnten erhobenen Hauptes am Montag nach Hause fliegen. Jakovcev: „Wir werden unsere Geschichte weiter schreiben.“

Das Turnier haben übrigens die ungeschlagenen Gastgeber gewonnen. Ortigia zieht zusammen mit dem Team Straßburg in die nächste Eurocup-Runde ein.

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