SERBISCHES TRIPLE, GRIECHENLAND DRÄNGT WEITER

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SERBISCHES TRIPLE, GRIECHENLAND DRÄNGT WEITER

Serbiens Wasserballer komplettierten bei den U17-Europameisterschaften in Gzira (Malta) ein Triple der besonderen Art: Mit dem gestrigen 10:6-Finalsieg gegen Griechenland holten die Spieler von der Save nach dem Erfolgen ihrer Landsleute bei den Olympischen Spielen in Tokio (Japan) und der U20-Weltmeisterschaft in Prag (Tschechische Republik) bereits den dritten großen Titel binnen fünf Wochen. Im Kampf um Bronze setzte sich Ungarn mit 13:12 gegen Spanien durch, so dass es auf den ersten vier Rängen von Gzira sogar eine Wiederholung des Endresultates der Olympischen Spiele gab.

Unter dem Strich noch interessanter als das serbische Triple für 2021 erscheint die erneute Silbermedaille Griechenlands, nachdem der Nachwuchs des frischgebackenen Olympiazweiten bereits 2017 und 2019 jeweils U20-Weltmeister geworden war: „Da kommen jedes Jahr vier oder fünf Spieler für die Nationalmannschaft hoch, bei uns keiner“, hatte der scheidende Bundestrainer Hagen Stamm (Berlin) diesbezüglich bereits vor der U17-EM als ein drastisch formuliertes Fazit der jüngsten Entwicklungen im internationalen Spitzenwasserball gezogen.

Insgesamt bestach das 16-Nationen-Turnier von Gzira durch ungewohnt viele knappe Resultate, wobei mit Frankreich und der Slowakei zwei langjährige Stammgäste der Veranstaltung diesmal gar nicht erst qualifiziert waren. Überraschen konnte bei den diesjährigen Titelkämpf dafür die Niederlande, die im entscheidenden Überkreuzduell mit knapp 10:9 gegen die am Ende zehntplatzierte DSV-Auswahl siegreich geblieben waren und im weiteren Turnierverlauf auch den Nachwuchs des amtierenden Weltmeisters Italien gleich zweimal schlagen konnten. In den unmittelbaren Vorbereitung hatte es sogar einen Sieg über den späteren Bronzemedaillengewinner Ungarn gegeben.

Deutschland Nachwuchs kam trotz dreier Ein-Tor-Niederlagen zumindest noch unter die besten Zehn des ungewöhnlich ausgeglichenen Turnieres, wobei es dem aktuellen Jahrgang trotz guter Ansätze in entscheidenden Szenen wiederholt an spielerischer Erfahrung mangelte. Während die Akteure der U20-Auswahl vielfach noch im Männerbereich in der Bundesliga oder sogar international zum Einsatz gekommen waren, hatte es im U17-Bereich coronabedingt massive Streichungen im Spielbetrieb gegeben, und bereits 2019 war auch die U15-EM nicht besucht worden. Die Mehrzahl der Aktiven darf auf die U19-EM des Jahres 2022 hoffen und dort unter dann vielleicht konstanteren Bedingungen noch einmal ihr Können zeigen.

U17-Europameisterschaften 2021 in Gzira (Malta)

Resultate 8. Spieltag (Medaillen- und Platzierungsspiele)

Sonntag, den 19. September 2021
15:00 Niederlande – Italien 11:9 (5:2, 2:2, 1:2, 3:3) – Spiel um Platz 7
16:30 Kroatien – Montenegro 12:14 (4:3, 3:4, 3:2, 2:5) – Spiel um Platz 5
18:00 Ungarn – Spanien 13:12 (1:2, 2:3, 3:2, 2:1/5:4) nach Fünfmeterwerfen – Spiel um Platz 3
19:30 Serbien – Griechenland 10:6 (2:0, 2:3, 3:1, 3:2) – Finale

Endstand

1. Serbien
2. Griechenland
3. Ungarn
4. Spanien
5. Montenegro
6. Kroatien
7. Niederlande
8. Italien
9. Russland
10. Deutschland
11. Rumänien
12. Georgien
13. Malta
14. Ukraine
15. Türkei
16. Weißrussland

Bericht von Wolfgang Phillips

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