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Lehrter Wasserballer erstmals wieder im Einsatz – tolle Bedingungen in Arpke

Das Wasser war angenehm, die Spielfreude unübersehbar, und selbst die Sonne schien: Zum Abschluss der Freibadsaison wagten sich die Wasserballer des Lehrter SV erstmals erstmals seit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes Anfang Juni wieder auf ein ligataugliches Spielfeld. Ein internes Testspiel soll dem Verein aus der Region Hannover die erhoffte Rückkehr in die sportliche Normalität und den Spielbetrieb erleichtern. Mit dem Waldbad im Ortsteil Arpke testeten die Lehrter zugleich eine andere Spielstätte.

Ein Spiel noch vor dem Ende der Freiwasserzeit war der große Wunsch der Aktiven: „Wer weiß, was in der Halle ist“, wollte Abteilungsleiter Heinrich Tann nach den Erfahrungen der vergangenen Monate die Gunst der Stunde noch einmal nutzen. Dieses erschien umso dringlicher, da beim mitgliederstärksten Verein im Regionssportbund auch weiterhin großes Interesse an der Sportart vorliegt: Vor den Sommerferien waren bei den Trainingsabenden teilweise bis zu 20 Kinder aktiv gewesen, allerdings konnten dort keine Übungen oder Spiele auf zwei Tore durchgeführt werden.

Auf einen auswärtigen Kontrahenten hatten die Lehrter bei ihrem spielerischen Comeback allerdings verzichtet: „Das war in Sachen Hygieneprotokoll einfacher. Außerdem blieb für alle Teilnehmer dann auch mehr Einsatzzeit“, erläutert Abteilungssprecher Wolfgang Philipps. Zudem ging die Partie nicht am heimischen Hohnhorstweg, sondern im Arpker Bad über die Bühne, wo die Bedingungen zum nahenden Saisonende in der Regel etwas günstiger sind. Dort hat während der Freiwasserzeit bereits die Jugend des Klubs trainiert.

Die LSV-Verantwortlichen hatten auf einem Anhänger das komplette Spielfeld und die großen Schwimmtore in den Lehrter Ortsteil transportiert und auch sonst nichts unversucht gelassen, die Spielstätte optimal herzurichten. Während der zwei Stunden Wasserzeit waren zunächst die Jugendlichen gut eine Stunde unter Wettkampfbedingungen im Einsatz, im Anschluss stiegen dann die Erwachsenen ins Becken. Eine Neuauflage an gleicher Stelle, dann vielleicht sogar wieder mit Zuschauern, schließen schließen die LSV-Verantwortlichen nicht aus. „Das wäre auch eine Werbung für das Bad und den Schwimmsport“, ließ Wolfgang Philipps durchblicken.

Auch die malerisch unter Bäumen gelegene Spielstätte erlebte an diesem Sonntag ein Comeback der Sportart: Für Wasserballpartien war das Waldbad zuletzt 1985 während der Neubauphase des Freibades in der Kernstadt genutzt worden. 1958 hatte die Anlage in der vielerorts hallenbadlosen Nachkriegszeit sogar die Endrunde der damals sehr populären deutschen Titelkämpfe für „Vereine ohne Winterbad“ (VoW) beherbergt.

Am 21. September werden die LSV-Wasserballer zum Trainingsbetrieb in das Lehrter Hallenbad zurückkehren. Dieser soll weitgehend normal, aber mit 3G-Regeln stattfinden. Auch Neulinge können mittwochs ab 18 Uhr dann beim Kindertraining vorbeischauen und mitmachen. Zum Monatsende wollen die Verantwortlichen zudem in die Planungen für die neue Saison einsteigen, die Ende November beginnen soll. Zuletzt waren die Lehrter Teams im März 2020 im Punktspieleinsatz gewesen.

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