MIT CHEMNITZ-UERDINGEN-ACHSE ZUR U17-EM
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HOFFNUNG AUF BESSERE ZEITEN: RUMÄNIEN ERSTER GEGNER IN SIBENIK
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MAMMUT-EM MIT ADRIA-BLICK

Am Sonnabendmorgen um 9 Uhr fällt im kroatischen Sibenik der Startschuss für die bis dato größte Wasserball-Europameisterschaft des Nachwuchses: Gleich 19 Nationen steigen bei den diesjährigen Titelkämpfen der U17-Juniorinnen ins Wasser, die damit selbst das Teilnehmerfeld der am nachfolgenden Wochenende startenden U20-Weltmeisterschaften in Prag (Tschechische Republik/18 Teams) übertreffen. Die Vertretung des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) hofft in der malerischen Küstenstadt mit seinem wasserballfreundlichen Schwimmbad direkt am Meer auf einen Platz unter den ersten Zehn und trifft am Sonnabend im ersten Vorrundendspiel auf Rumänien (21 Uhr/Livestream LEN).

Kämpfte die Frauen-EM zuletzt mit rückläufigem Interesse, war ist U17-EM trotz Corona eine Rekordzahl von 19 Meldungen eingegangen. Entgegen ersten Überlegungen verzichtete die LEN auf ein Qualifikationsturnier und greift anlog zur U20-WM männlich auf drei Fünfergruppen mit dann fünf Vorrundenspieltagen. Die von Disziplintrainer Sven Schulu (Chemnitz) betreute DSV-Auswahl trifft in der Gruppe C nach dem Rumänienspiel noch auf EM-Neuling Malta (Sonntag, 12 Uhr), Medaillenaspirant und 2019er-Vize-Europameister Russland (Montag, 10:30 Uhr) und Gastgeber Kroatien (Dienstag, 19:30 Uhr). Am letzten Vorrundenspieltag am Mittwoch wird die DSV-Auswahl ihren Ruhetag haben, ehe dann am Donnerstag die K.o.- und Platzierungsspiele folgen.

Bei den sportlichen Prognosen für die Titelkämpfe ist angesichts der Corona-Pausen vornehme Zurückerhaltung mehr als jemals zuvor eine Tugend. Immerhin: Die 2019 in Volos (Griechenland) lediglich elfplatzierte DSV-Auswahl ist in der Vorrunde zumindest nicht nur einem zweiten Topteam, sondern auch den zuletzt recht spielstarken Kontrahenten aus Israel, Großbritannien, Frankreich, Serbien und der Slowakei entkommen. Allerdings geht es für den deutschen Nachwuchs im Fünferfeld der Gruppe C gegen den schwer einzuschätzenden Gastgeber Kroatien.

In dem 19er-Feld von Sibenik erreichen jeweils drei Teams pro Gruppe die K.o.-Phase und damit eine Platzierung unter den Top Zwölf: Die Gruppensieger stehen direkt im Viertelfinale, während die zweitplatzierten Mannschaften in dem „halbierten“ Achtelfinale ein Überkreuzduell gegen jeweils einen Gruppendritten bestreiten. In den besagten Überkreuzduellen würde die DSV-Auswahl auf ein Team aus der Gruppe treffen, wobei es hinter Titelverteidiger Spanien mit Serbien (EM-Sechster 2019), Israel, Großbritannien zwar keine weiteren der klassischen Top-Sechs-Nation, jedoch gefährliche Kontrahenten im Kampf um Rang sieben gibt.

Corona wird auch über der U17-EM lasten: Vor Ort wird es für die beteiligten Teams erneut eine „Blase“ gegen, die lediglich Training und Punktspiele zulässt. In der vorliegenden Variante ist es den Teams sogar untersagt, die Spiele anderer Mannschaften zu besuchen. Immerhin: Das Bad mit seinem 35-Hallen-Becken für das Training sowie einem 50-Meter-Becken für die Spiele liegt auf einer Anhöhe direkt an der Küste, so dass zumindest ein Blick auf die malerische Altstadt wie auch die Adria möglich ist. Die LEN bietet unter http://www.len.eu/?p=18343 einen Livestream aller Partien.

U17-Europameisterschaften weiblich 2021 in Sibenik (Kroatien)

Auslosung Vorrundengruppen

Gruppe A
Spanien
Serbien
Israel
Großbritannien
Tschechische Republik

Gruppe B
Niederlande
Griechenland
Frankreich
Türkei
Ukraine

Gruppe C
Russland
Kroatien
Deutschland
Rumänien
Malta:

Gruppe D
Italien
Slowakei
Ungarn
Bulgarien

Team Deutschland

Jamie-Julique Haas, Nele Neubert, Antonia Podsiadly, Anne Rieck, Jule Schilling (alle SC Chemnitz), Marijke Kijlstra, Sophie Gromann, Sinia Plotz, Darija Heinbichner (SV Bayer Uerdingen 08), Elena Ludwig, Ioanna Petiki, Georgia Sopiadou (SSV Esslingen), Selin Karakus (ETV Hamburg) und Una Dörries (Wasserfreunde Spandau 04)

Maßnahmenleiter: Sven Schulz
Co-Trainerin: Gesa Deike
Videotrainer: Tim Köhnen
Physiotherapeutin: Alina Peine
Arzt und Hygienebeauftragter: Dr. Ralf Schauer
Schiedsrichter: Hendrik Schopp

Von Wolfgang Philipps

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