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U20-WASSERBALLER MIT GÜNSTIGEM WM-LOS

Deutschlands Wasserball-Nachwuchs hat für die am 28. August startenden U20-Weltmeisterschaften ein zunächst günstiges Los erwischt: Der DSV-Auswahl der Jahrgänge 2001 und jünger trifft in der Vorrundengruppe C neben Ungarn und einem Freilos mit Brasilien und Ägypten auf gleich zwei Teams aus Übersee, so dass gute Chancen für den Einzug in die K.o.-Phase bestehen. Die diesjährige Veranstaltung wird coronabedingt entgegen den ursprünglichen Planungen allerdings nicht in Buenos Aires (Argentinien), sondern in Prag (Tschechische Republik) stattfinden.

In dem jetzt vermeldeten 18er-Feld erreichen jeweils drei Teams pro Gruppe die K.o.-Phase und damit eine Platzierung unter den Top Zwölf: Die Gruppensieger stehen direkt im Viertelfinale, während die zweitplatzierten Mannschaften in dem „halbierten“ Achtelfinale ein Überkreuzduell gegen jeweils einen Gruppendritten bestreiten. Da in der „deutschen“ Gruppe C aufgrund von Vakanzen nur vier statt fünf Teams am Start sind, pausiert die DSV-Auswahl an gleich zwei von fünf Vorrundenspieltagen. In den Überkreuzduellen würde der DSV-Nachwuchs auf ein Team der in der Breite stärker besetzten Gruppe B mit Spanien, Serbien, USA, der Slowakei und der Gastgeber Tschechische Republik treffen.

Für den DSV-Nachwuchs ist die Reise am die Moldau zugleich das Ende einer sportlichen Durstrecke: Zuletzt war eine deutsche Mannschaft 2007, damals mit dem heutigen Spandau-Manager Peter Röhle auf der Trainerbank, auf einer U20-WM vertreten gewesen und hatte dort in Los Alamitos und Long Beach (jeweils US-Bundesstaat Kalifornien) Rang acht belegt. Zu den dortigen Akteuren gehörten mit Julian Real und Marko Stamm zwei langjährige Führungsspieler der deutschen Männer-Nationalmannschaft, die beide mittlerweile selbst von ihrem internationalen Karriereende stehen.

Prognosen für Prag gestalten sich noch schwieriger also sonst: Die ursprünglich als Qualifikation vorgesehenen U19-Europameisterschaftes Jahres 2020 waren coronabedingt ersatzlos gestrichen worden. Bei den ersatzweise herangezogen U17-Europameisterschaften 2019 in Tiflis (Georgien), diese mit dem jüngeren 2002er-Jahrgang, hatte Ungarn die Bronzemedaille gewonnen, der DSV-Nachwuchs überzeugte hier als Siebter und kann eine ganze Anzahl Spieler mit erster A-Auswahl-Erfahrung an die Moldau mitbringen. Die beiden Kontrahenten aus Übersee konnten bei den U20-WM wiederholt mit guten Resultaten überzeugen und sind zumindest über den reinen Exotenstatus erhaben.

Bei der diesjährigen Veranstaltung müssen zusätzlich der Verlegung des Austragungsortes auch anderweitig coronabedingte Rückschläge verkraftet werden: So hatten Australien und Kanada bereits im Vorfeld auf eine Teilnahme verzichtet, und am Ende gab es trotz Nachrückern lediglich 18 anstelle der vorgesehenen 20 Teams zu vermelden. Analog zum Olympiaqualifikationsturnier zum Jahresbeginn in Rotterdam (Niederlande) können die Verbände für ihre 13er-Teams erneut 15 Spieler melden, allerdings scheiden ausgewechselte Akteure aus dem weiteren Turnierlauf aus.

U20-Weltmeisterschaft 2021 in Prag (Tschechische Republik)

Vorrundengruppen

Gruppe A
Italien
Kroatien
Usbekistan
Russland
Argentinen.

Gruppe B
Spanien
Serbien
USA
Slowakei
Tschechische Republik

Gruppe C
Brasilien
Ungarn
Deutschland
Ägypten

Gruppe D
Griechenland
Kasachstan
Südafrika
Montenegro

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