RUSSELL MCKINNON NEUER VORSITZENDER DES ISHOF-AUSWAHLKOMITEES

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RUSSELL MCKINNON NEUER VORSITZENDER DES ISHOF-AUSWAHLKOMITEES

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Ein langjährig aktiver Wasserballer wird in Zukunft über die jährlichen Neuaufnahmen in die Ruhmeshalle des internationalen Schwimmsports maßgeblich entscheiden: Der von zahlreichen FINA-Veranstaltungen bestens bekannte Australier Russell McKinnon wurde zum neuen Vorsitzenden des Auswahlkomitees der International Swimming Hall of Fame (ISHOF), die in Fort Lauderdale (US-Bundesstaat Florida) residiert. Der in Perth lebende Sportjournalist beerbt den Italiener Camillo Cametti, der nach 25 Jahren im Amt seine Tätigkeit beendet hat.

Der gebürtige Neuseeländer ist seit 1999 Mitglied des Medienkomitees des Weltschwimmverbandes FINA und hat seit seitdem von über 100 größeren Schwimmsportveranstaltungen bis hin zu Olympischen Spielen von Ort berichtet. Geradezu legendär ist in Wasserballkreisen seine englischsprachige Berichterstattung, die bei internationalen Titelkämpfen zumeist Berichte sämtlicher Partien nebst Mannschaftsaufstellungen und Kurzinterviews nach dem Spiel umfasst. In Deutschland war McKinnon bereits 2000 beim Olympiaqualifikationsturnier in Hannover zu Gast gewesen.

Zusätzlich zu der langjährigen Erfahrung bei den Großveranstaltungen des Weltschwimmsports ist der bis zuletzt auch im Wasser immer noch aktive Australier bei der ISHOF bereits seit 22 Jahren Mitglied des Auswahlkomitees. „Wir glauben, dass diese Erfahrung ihm einen großartigen Einblick in den ISHOF-Auswahlprozess gibt und freuen uns auf seine Führung“, kommentierte der Vorstandsvorsitzende Brent Rutemiller die Ernennung.

Wie zu vernehmen war, soll die Ernennung McKinnons zugleich die internationale Ausrichtung der Ruhmeshalle des Schwimmsports vergrößern, deren mehr als fünf Jahrzehnte zurückliegende Gründung durch US-Amerikaner in der Tradition des dortigen Sportwesens erfolgt ist. Beim Wasserball gibt es in der ISHOF übrigens erst zwei deutsche Mitglieder: Hierbei handelt es sich mit Fritz „Itze“ Gunst aus Hannover (1908 – 1992) und dem auch im Schwimmen erfolgreichen Magdeburger Erich Rademacher (1901 – 1979) um zwei Spieler aus der Olympiasiegermannschaft von 1928.

Die ISHOF war 1965 eröffnet worden und setzt seitdem die Historie der olympischen Kernsportart Schwimmen in Szene. Der direkt am Atlantik gelegene Gebäudekomplex besteht aus einem Museum, einer Bibliothek und einem Archiv und beinhaltet die wohl größte Sammlung von Büchern, Manuskripten, Dokumenten, Erinnerungsstücken und anderen Objekten zu zahlreichen Themen des Schwimmsports. Neben erfolgreichen Sportlern, Trainerin und Förderern werden auch Masters-Schwimmer in den Ehrenkreis aufgenommen, die in der Masters International Swimming Hall of Fame (MISHOF) aufgeführt sind.

Foto: Deepbluemedia

Von Wolfgang Philipps

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