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Waspo 98 wird Vierter

Wie schon bei der letzten Durchführung vor zwei Jahren, schließen die Wasserballfrauen von Waspo 98 Hannover die deutsche Meisterschaft als Vierter ab. Im Kampf um Bronze verlor das Team von Trainer Erik Bukowski auch Spiel zwei in der „Best-of-three-Serie“ gegen BW Bochum und verpasste damit eine Medaille.

Bei heißen Temperaturen kam zum ersten und einzigen Mal in dieser von Corona geprägten Spielzeit die so angenehme Freibadatmosphäre auf. Das Volksbad Limmer war schön hergerichtet und Fans beider Mannschaften konnten am Spielfeldrand beiwohnen.

Derart motiviert zeigten beide Mannschaften intensiven und temporeichen Wasserball, wobei die Gastgeberinnen dem Favoriten aus Westfalen vor allem in der Startphase einen tollen Kampf boten. Nach völlig ausgeglichenem Spielverlauf führte Waspo 98 nach Treffern von Laura Megyesi, Nikola Busauerova und Lea Meyer mit 3:2 nach dem ersten Spielabschnitt.

Auch im zweiten Viertel zeigten sich die Hannoveranerinnen lange auf Augenhöhe. Laura Megyesi und Rohey Jobe waren in der ersten Spielminute des zweiten Viertels erfolgreich und warfen eine 5:3-Führung heraus. Die Gäste schmissen in der Folge dann allerdings ihre Offensivmaschine richtig an. Angetrieben von der wurfgewaltigen Jana Stüwe, die insgesamt achtmal einsandte, gingen die Gäste in Vorlage und wechselten bereits mit einem 9:6-Vorsprung zur Pause die Seiten.

War dieser Zwischenstand aus hannoverscher Sicht bis dato noch unglücklich, legten die Bochumerinnen um die starke Nationalmannschaftstorfrau Felicitas Guse ein blitzsauberes drittes Viertel hin. Tor um Tor gelang den Blau-Weißen, so dass es nach dem dritten Abschnitt bereits ein 8:16 auf der Anzeigetafel abzulesen galt. Für die Hannoveranerinnen hatten zwischenzeitlich Nikola Busauerova und Lea Meyer getroffen.

Bochum setzte sich auch im Schlussviertel weiter ab. In der finalen Phase kam Waspo 98 durch zwei Treffer von Megyesi und einen von Busauerova noch zu einer Resultatsverbesserung und in den zweistelligen Bereich, doch am letztlich klaren 21:11-Sieg der Gäste änderte das nichts mehr.

Nach dem Spiel wurde es dann erst richtig emotional. Während sich die Gäste über die verdiente Bronzemedaille freuen konnten, begingen Tomma Schuff und Lilly Adamski ihr Karriereende auf Seiten Hannovers. Die rekonvaleszente Kapitänin Carmen Gelse verabschiedete beide verdiente Akteurinnen mit warmen Worten. So war Tomma Schuff seit Anbeginn der Aufnahme des Spielbetriebs bei Waspo 98 in der Deutschen Wasserball-Liga fester Bestandteil und gewann mit der Mannschaft im Jahr 2018 den Supercup und die Vizemeisterschaft. Lilly Adamski wechselte vor drei Jahren nach Hannover und nahm seitdem mehrfach pro Woche An- und Abreise zu den Trainings und Spielen auf sich. Beide Spielerinnen waren auch abseits des Spielgeschehens Sympathieträgerinnen und wurden von ihren Teammitgliedern stilvoll mit einem Blumenspalier verabschiedet.

In seinen Worten zum Saisonabschluss bedankte sich Trainer Erik Bukowski für die erbrachten Leistungen bei schwierigen Rahmenbedingungen und bescheinigte seinen Frauen eine erkennbare und weitgehende Entwicklung. Für die kommende Saison soll der Aufbau des Potentials mit vielen jungen Spielerinnen fortgesetzt werden. FG

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