Weiden bleibt nach zwei Siegen und einer Niederlage auf Rang 15

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Weiden bleibt nach zwei Siegen und einer Niederlage auf Rang 15

Ein gutes Wochenende mit einem kleinen Dämpfer

(prg) Das Wochenende in Hamburg wäre für die Weidener Wasserballer beinahe perfekt, wäre die katastrophale Chancenverwertung im letzten Spiel nicht gewesen. Die SV-ler schließen die Saison nach zwei Siegen und einer Niederlage im Freibad des SV Poseidon Hamburg auf dem vorletzten 15. Platz in der Endtabelle der Deutschen Wasserball-Liga ab. Ein guter Abschluss mit Entwicklungspotenzial für die anstehende Vorbereitungen auf die nächste, hoffentlich normale Saison.

Hamburg zum vierten Mal geschlagen
Im ersten Spiel des Turniers ging es um die Platzsicherung. Die Gastgeber aus der Hansastadt konnten in der Saison zwar jedes Mal deutlich besiegt werden, von Selbstläufer war aber in diesem Fall nicht die Rede. Die Hausherren gingen im ersten Viertel noch zweifach in Führung (1:0 und 2:1), ehe die Oberpfälzer die Kontrolle übernahmen und nach und nach auch die Beherrschung des Spielgeschehens schafften. Nach 3:2 im ersten und 4:2 im zweiten Viertel wechselten die Kontrahenten mit einer 7:4 Führung der Weidener die Seiten. Im dritten Abschnitt wehrten sich die Hanseaten noch mutig (4:4), doch als die Aigner-Schützlinge das Tempe im Schlussviertel wiederholt erhöhten, hielten die Hamburger nicht mehr mit und mussten sich nach 1:5 letztendlich deutlich mit 9:16 geschlagen geben.

Disziplin zahlt sich aus
Nur vier Stunden später wartete mit Köln schon der nächste Gegner auf die SV-ler. Die Mannschaft der SGW Poseidon/Rhenania Köln dominierte die Begegnung der Konkurrenten noch vor zwei Wochen und nach einer Fortsetzung der Dominanz sah es tatsächlich auch zum Beginn dieses Spiels aus. Die Domstädter gingen schnell mit 3:0 in Führung und schienen die tonangebende Mannschaft in diesem Spiel zu sein. Doch die Weidener erwachten noch, rissen sich zusammen und begannen determiniert ihre sagenhafte Aufholjagt. Das erste Viertel endete noch mit 2:4 aus Weidener Sicht. Im zweiten Abschnitt übernahmen die Mannen um den bärenstarken Centerverteidiger und Kapitän Thomas Kick die Initiative, gewannen das Viertel mit 5:2 und gingen schließlich noch vor der Habzeitpause mit 7:6 in Führung. Die Vorentscheidung fiel bereits im dritten Viertel, nachdem Weiden mit 2:0 zuschlug und die 9:6 Führung vor der letzten Pause erreichte. Die in den meisten Bereichen überlegende aber ganz deutlich diszipliniertere Mannschaft des SV Weiden gab die Führung nicht mehr aus der Hand und gewann am Ende völlig verdient mit 12:8 Toren und der zweite Sieg des Tages war damit perfekt.

Ein Dämpfer zum Abschluss
Am Sonntagvormittag standen die Max-Reger-Städter dem Tabellenführer der Platzierungsrunde Düsseldorfer SC gegenüber. Die Chance, die Kölner in der Tabelle noch zu überholen und um den 14. Tabellenplatz zu bringen waren nur mit einem Sieg über Düsseldorf theoretisch gegeben, aber unabhängig davon, wollten die SV-ler ihr letztes Spiel der Saison für sich entscheiden und mit drei Siegen im Gepäck auf die Heimreise gehen. Die Chancen zu gewinnen und sich für die Niederlage in Düsseldorf zu revanchieren waren tatsächlich größer als erwartet und kamen immer wieder, im Laufe des gesamten Spiels. Doch die Chancenausbeute der Oberpfälzer blieb in dieser Partie, nach eigenen Aussagen des Trainers katastrophal. Insgesamt spielten sie 13 Angriffe und in der Zwischenzeit noch vier Minuten, nach einer Tätlichkeit des Gegners in Überzahl. Die Ausbeute davon waren ganze 2 Tore. Außerdem verschossen die Aigner-Schützlinge noch zwei Strafwürfe und begruben sich damit die Siegeschancen selbst. Am Ende gewannen die Duisburger mit 6:4 und Weiden musste sich auch von der Chance, einen Tabellenplatz gut zu machen verabschieden: „Dieses Spiel darfst du eigentlich gar nicht verlieren. Auch wenn Du sechs Gegentore kassierst, darfst Du das Spiel nicht verlieren. Wir standen in der Abwehr sehr sicher und ließen eigentlich nicht viel zu. Im Angriff waren wir auch aktiver, erspielten uns unzählige Chancen, die wir aber dann reihenweise vergaben. Spätestens bei dem Wasserausschluss für 4 Minuten auf Seite der Düsseldorfer hätten wir den Sack zumachen müssen. Dagegen vergaben wir zuerst den Strafwurf und dann einige Überzahlspiele, sodass wir gar kein Tor aus dieser Phase mitnehmen konnten. Damit haben wir dem Gegner wieder Mut gegeben und uns selbst verunsichert. Schade, denn das Wochenende wäre mit einem Sieg einfach perfekt gewesen. Dennoch sind wir insgesamt zufrieden“ Resümierte Trainer Aigner das letzte Spiel der Saison.

Die Spiele in der Statistik:
SV Poseidon Hamburg – SV Weiden 9:16 (2:3, 2:4, 4:4, 1:5)
Zeitstrafen: Hamburg 7+2 Strafwürfe , Weiden 9+1 Strafwurf

SGW Rhenania/Poseidon Köln – SV Weiden 9:13 (4:2, 2:5, 0:2, 2:3)
Zeitstrafen: Köln 10+1 Strafwurf +1 Spielzeitstrafe, Weiden 4+1 Strafwurf

SV Weiden – Düsseldorfer SC 4:6 (1:0, 0:1, 1:1, 2:4)
Zeitstrafen: Weiden 10 +2 Strafwürfe +1 Spielzeitsperre mit Strafwurf , Düsseldorf 13
+2 Spielzeitsperren mit Strafwurf

Die Weidener spielte mit (in Klemmern erzielte Tore in den Spielen 1/2/3):
Matthias Kreiner und Christopher Klein im Tor, Nikolaj Neumann (2/3/3), Kyryllo Olkhovsky, Kapitän Thomas Kick (1/3/1) Denis Reichert (1/-/-), Jakob Ströll (4/-/-), Marek Janecek (1/2/-), Andreas Jahn (-/-/1), Sean Ryder (3/2/1), Andreas Widiker (1/1/-), Denis Underberg (-/1/-), Cedrik Zupfer (3/-/-), Trainer Thomas Aigner

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