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Leistungssteigerung in Krefeld

Weidener Wasserballer wiederholt mit soliden Vorstellungen

(prg) Das zweite Vorrundenturnier in der D-Gruppe der Deutschen Wasserball Liga hatten die Wasserballer des Schwimmvereines Weiden diesmal im Westen der Republik zu absolvieren. Trotz zwei Niederlagen überzeugten die SV-ler im Krefelder Sportzentrum Bockum mit guter Verfassung, ähnlich wie vor einer Woche in Hamburg. Dem sicheren Sieg gegen Hamburg folgte eine klare Niederlage gegen Gastgeber und Sieger der Vorrunde SV Krefeld 72 am Samstagabend und eine weitere, knappe am Sonntagvormittag gegen Duisburger SV98. Dennoch verzeichneten die Aigner-Schützlinge, nach seiner eigenen Einschätzung, eine weitere Entwicklung und präsentierten sich erstaunlich solide, wenn man den aktuellen Trainingstand betrachtet.

Das Spiel gegen Hamburg begann mit drei vergebenen Chancen für die Weidener, eher sie in der dritten Minute in den ersten und im gesamten Spiel den einzigen Rückstand gerieten. Prompt antworteten die Oberpfälzer mit einem Ausgleich und zwei weiteren Treffern zum 3:1 Zwischenstand. Nur die mäßige Chancenverwertung vermied einen höheren Ausgang zur ersten Pause. Die Hanseaten trafen nochmals ins Weidener Tor und verkürzten auf 3:2 vor Abpfiff des ersten Abschnittes. Im zweiten Viertel verstärkten die Mannen um Kapitän Thomas Kick den Druck und erhöhten die Führung auf 5:2 noch vor dem Seitenwechsel. Im dritten Viertel behielten die Max-Reger-Städter zwar die Kontrolle, ließen aber erneut einige Chancen liegen und kassierten einen Treffer noch vor der letzten Viertelpause. Im Schlussabschnitt machte sich nicht nur die größere Erfahrung der meisten Weidener bezahlt, sie überzeugten mit einer sehr guten körperlichen Verfassung und geschlossener Mannschaftsleistung. Am Ende gewannen die Oberpfälzer verdient mit 11:7 Toren.

Am Abend des gleichen Samstages standen die Weidener dem stärksten Team dieser Gruppe SV Krefeld 72 gegenüber. Die Gastgeber bestätigten zwar ihre Favoritenrolle mit einem klaren 14:6 Sieg über die Weidener, die jedoch, bis auf das zweite Viertel (0:4), eine grundsolide Leistung ablieferten und eine vorbildliche Moral bewiesen. Die Oberpfälzer gaben zu keinem Zeitpunkt auf und machten es den Krefeldern über lange Strecken schwer. Die Niederlage geht auf jeden Fall in Ordnung, auch wenn die Höhe ein Bisschen zu hoch ausfiel.

Am Sonntagvormittag bekamen die Weidener mit dem Duisburger SV 98 zu tun. Auch in diesem Spiel lieferten die Reger-Städter ein ganz vernünftiges und streckenweise attraktives Wasserballspiel ab. Bis Ende des dritten Viertels blieb das Spiel völlig offen und die Oberpfälzer hatten, trotz ihrer Probleme mit dem starken Center der Duisburger Ulf Ranta, immer noch reelle Chancen, das Spiel zu ihren Gunsten zu gestallten. Es kam jedoch anders, als gewünscht, im letzten Viertel des sechsten Spiels, innerhalb der letzten 8 Tage, ging den Weidener die sprichwörtliche Luft raus. Sie vergaben ihre Chancen und kassierten Tore nach schnellen Konterangriffen des Gegners. Letztendlich machten jedoch die Duisburger Routiniers Ulf Rante mit seinen 6 Toren und Niclas Becker (4) den Unterschied aus. Auch dieses 15:12 Endergebnis fiel aus Sicht der Weidener zu hoch aus.

Unterm Strich können die SV-ler mit ihren Leistungen in beiden Turnieren sehr zufrieden sein: „In Anbetracht der Trainingsmöglichkeiten und der Trainingsumfänge der letzten Woche und Monate, lieferten wir passable Leistungen ab. Viele Spieler entwickelten sich während der letzten Wochen deutlich weiter und die Jugendfraktion lässt optimistisch in die Zukunft blicken. Die Stimmung ist total gut, das macht Spaß mit diesem Team zu arbeiten“ lobte Trainer Thomas Aigner nach Abschluss der Runde in Krefeld.

„Die Mannschaft entwickelte sich zu einem geschlossenen Gebilde. Es sind Konzepte und eine eigene Linie zu erkennen, eine Handschrift des Trainers, das macht einen sehr soliden Eindruck. Mit diesen Leistungen brauchen wir uns wirklich nicht zu verstecken. Mit Mattias Kreiner haben wir einem starken Rückhalt im Tor, vor ihm steht Thomas Kick bärenstark in der Abwehr und vorne überzeugte nicht nur unser Center Jakob Ströll, sondern auch die jüngeren, wie zum Beispiel der jüngste im Team Denis Underberg (17). Was mich aber am meisten gefällt, das ist die Geschlossenheit und die Disziplin im Auftreten der Truppe“ so die Beurteilung des Mannschaftsleiters Irek Luczak

Die Spiele in der Statistik

SV Weiden – SV Poseidon Hamburg 11:7 (3:2, 2:, 0:1, 6:4)
Zeitstrafen: Weiden 7 + 1 Strafwurf, Hamburg 13 + 2

SV Weiden – SV Krefeld 6:14 (2:4, 0:4, 3:3, 1:3)
Zeitstrafen: Weiden 6 + 3, Krefeld 8

SV Weiden – Duisburger SV 12:15 (3:2, 2:5, 4:3, 3:5)
Zeitstrafen: Weiden 8 + 1, Duisburg 8

Tabelle – Vorrunde D

1.
SV Krefeld 1972
82:47
+35
12:0
2.
Duisburger SV 1898
69:60
+9
8:4
3.
SV Weiden 1921
56:69
-13
4:8
4.
SV Poseidon Hamburg
46:77
-31
0:12

Die Weidener Mannschaft spielte in folgender Aufstellung.
Matthias Kreiner im Tor, Nikolaj Neumann (1,-,3 Tore), Denis Underberg (2,-,2), Kyryllo Olkhovsky, Kapitän Thomas Kick, Denis Reichert (-,1,-), Jakob Ströll (4,2,1), Robert Reichert (1,-,2), Marek Janecek (2,2,1), Andreas Jahn (1,-,1), Sean Ryder (-,1,1), Andreas Widiker (-,-,1) und Cedrik Zupfer
Trainer Thomas Aigner

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