„Waspo-Mädels“ messen sich mit Top-Teams

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„Waspo-Mädels“ messen sich mit Top-Teams

Nach 14 Monaten kehrte die Wasserballbundesliga der Frauen endlich wieder nach Hannover zurück. Zwar fand der zweite Vorrundenspieltag der Gruppe A ohne Öffentlichkeit und aufgrund der Restriktionen unter erschwerten Bedingungen im Sportleistungszentrum statt, dennoch zeigten die drei teilnehmenden Mannschaften Spielfreude und Leidenschaft für ihren Sport.

Die Frauen von Waspo 98 Hannover maßen sich dabei erneut mit den beiden deutschen Marktführern Spandau 04 und Bayer Uerdingen. Dabei musste Trainer Erik Bukowski erneut auf Spielführerin Carmen Gelse verzichten, deren Fehlen im Kollektiv aufgefangen werden musste.

In der Auftaktpartie gegen den deutschen Meister aus der Bundeshauptstadt kassierten die Hannoveranerinnen mit 6:22 eine deftige Niederlage. Bis zum 4:8 mitte des dritten Viertels konnten die Waspo-Frauen ausgezeichnet gegenhalten. In der Defensive stand das Team um Centerverteidigerin Alena Paland stabil und offensiv brachten die Gastgeberinnen zahlreiche schön herausgespielte Ballkombinationen zustande. Nach der dritten Hinausstellung von Paland brachen jedoch alle Dämme. Dazu trug auch in erheblichem Maße bei, dass eine Angreiferin der Berlinerinnen vielfach allein „liegen gelassen“ wurde, um aus den eigenen Überzahlsituationen Kapital zu schlagen. Dies nutzten die Spandauerinnen gnadenlos aus, zumal bei Waspo Ordnung und Struktur im Angriff in den letzten Minuten verloren gingen.

Für Waspo trafen Lilly Adamski (2), Nikola Busauerova, Laura Megyesi, Lea Meyer und Emma Seehafer.

In der Begegnung mit Bayer Uerdingen lief es über die volle Distanz deutlich besser bei den Hannoveranerinnen. Gegen das Team aus dem Rheinland verlor die Bukowski-Sieben nicht mehr die Ordnung und beteiligte sich mutig und aktiv an einem offenen Schlagabtausch, auch wenn die Uerdingerinnen nach einer kurzen Spielpause nicht mehr alles investierten. In den ersten zehn Minuten hatten die Waspo-Frauen offensiv zwar noch Ladehemmung, danach liefen die Angriffe aber flüssig und erfolgreich. Der Sieg der Rheinländerinnen geriet zwar zu keinem Zeitpunkt in Gefahr, dennoch konnte sich Waspo 98 mit den jungen Kräften Lilly Günther und Lea Meyer an einem schön anzuschauenden Spiel beteiligen. Das Endergebnis von 11:15 spricht hierfür eine deutliche Sprache. Schlussfrau Kim Sebesta gelang es auch noch einen Fünfmeter zu parieren.

Für Waspo waren erfolgreich: Nikola Busauerova, Alena Paland, Lea Meyer, Lilly Adamski (je 2), Lilly Günther, Laura Megyesi und Emma Seehafer.

Zuvor waren im direkten Duell die beiden Topfavoriten Spandau 04 und Bayer Uerdingen aufeinander getroffen. Beide Mannschaften zeigten ihre Ausnahmestellung im deutschen Wasserball eindrucksvoll. Während die Berlinerinnen mit der Japanerin Kana Hosoya, Mariam Salloum und der früheren Hannoveranerin Belen Vosseberg über bärenstarke Individualisten verfügte, hielt Bayer im Kollektiv mit den Nationalspielerinnen Aylin Fry, Sophia Eggert, Nele Baumbach und der famosen brasilianischen Torfrau Victoria Chamorro dagegen. Spandau erwischte den besseren Start und setzte sich schon zur ersten Viertelpause auf 6:2 ab. Uerdingen schlug jedoch eindrucksvoll zurück und ging zu Beginn des Schlussabschnitt sogar mit 10:9 in Führung. Am Ende zeigten die Berlinerinnen aber ihre besondere Klasse, agierten willensstark und siegten am Ende noch recht ungefährdet mit 15:13.

Damit wird es Ende Mai zu folgenden Halbfinalpartien um die deutsche Meisterschaft kommen:
Spandau 04 – BW Bochum
Bayer Uerdingen – Waspo 98 Hannover
FG

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