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Potsdam unterliegt zu starken Spandauern

Orca-Wasserballer verlieren Nachholspiel mit 4:16 in Berlin

Eine über weite Strecken schwache Vorstellung lieferten die Potsdam Orcas am Freitag-Abend im Bundesliga-Nachholspiel gegen die Wasserfreunde Spandau 04 ab. Von Beginn an dominierten die Berliner. Potsdam wehrte sich in den ersten drei Abschnitten vor allem wegen seines starken Torhüters Florian Thom noch redlich, ein desolates Schlussviertel sorgte aber für eine sehr hohe 4:16 (2:3, 1:4, 1:3, 0:6)-Niederlage.
„Das hatte leider wenig mit unserem 5:9-Auftritt von vor zwei Wochen im heimischen Bad gegen Spandau zu tun“, äußerte der enttäuschte sportliche Leiter der Orcas André Laube. „Wir waren wie das Kaninchen vor der Schlange, haben eigentlich immer nur reagiert und nicht agiert.“ Von der hohen Champions League-Vorbelastung der Spandauer, die erst am Donnerstag-Abend aus Italien vom abschließenden Vorrunden-Turnier mit drei schweren Matches zurückkehrten, war nichts zu merken.
Vor allem die beiden „Legionäre“ Nikola Dedovic (Serbien) und Dimitri Kholod (Russland) waren für Potsdam nicht zu kontrollieren. Sie organisierten nicht nur den äußert druckvollen Angriff, sondern waren auch mit drei bzw. vier Treffern die besten Werfer in Spandaus Reihen. Etliche Angriffe wusste Thom im Potsdamer Kasten noch zu parieren, aber mit Dauer des Spiels wurden die Räume immer größer in Hintermannschaft von Trainer Alexander Tchigir.
Die beiden jungen Potsdamer Nationalspieler Sascha Seifert und Lu Meo Ulrich hielten die Partie im ersten Viertel mit beherzten Abschlüssen zum 1:1 (Seifert) und 2:2 (Ulrich) noch offen. Seifert markierte zu Beginn des zweiten Durchgangs noch das 3:3, doch vier Treffer in Folge bedeuteten dann schon die Vorentscheidung zur Halbzeit (3:7).
Ein großes Aufbäumen war nach dem Seitenwechsel nicht zu spüren. Nach Zeitstrafe gegen Spandau verwandelte Reiko Zech im dritten Viertel noch zum 4:9. Das sollte dann allerdings der letzte Treffer für den OSC Potsdam sein. „Das war jetzt vor der entscheidenden Phase sicher noch einmal ein ganz wichtiger Schuss vor den Bug“, so Laube. „Wir haben viele leichte Fehler gemacht und viele Bälle einfach weggeschenkt. Wenn wir uns entwickeln wollen, müssen wir mit offenem Visier in diese Duelle gegen individuell besser besetzte Teams gehen.“
Nach den Planungen des Deutschen Schwimm-Verbandes soll es bereits am nächsten Wochenende mit dem ersten von zwei Zwischenrunden-Turnieren in Berlin-Schöneberg weitergehen. Dort sollen die Playoff-Platzierungen der vier Halbfinalisten ausgespielt werden. Corona-bedingt fehlen zwar in beiden Vorrunden-Gruppen noch Partien, rechnerisch stehen mit Spandau und Potsdam in Gruppe B sowie Waspo Hannover und ASC Duisburg in Gruppe A die Teilnehmer des Halbfinals im Grunde fest.
Potsdam: Torwart Florian Thom, Konstantin Hüppe, Sascha Seifert (2), Maximilian Costa, Philipp Gottfried, Felix Korbel, Florenz Korbel, Lukas Küppers, Ferdinand Korbel, Reiko Zech (1), Hannes Schulz, Lu Meo Ulrich (1), Till Hofmann

Wasserball-Bundesliga 2021

Gruppe B

Freitag, den 23. April 2021
18:00 Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam 16:4 (3:2, 4:1, 3:1, 6:0)
20:00 Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln 10:1 (3:0, 4:1, 2:0, 1:0)

Tabellenstand

1. Wasserfreunde Spandau 04 68:18 10:0
2. OSC Potsdam 71:62 7:5
3. SV Ludwigsburg 47:57 5:5
4. SG Neukölln 39:88 0:12

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