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Waspo 98 ringt sich zum Final-8

Die Wasserballer von Waspo 98 Hannover haben nach einer dramatischen Aufholjagd ihren großen internationalen Erfolg buchstäblich errungen. Mit 7:6 siegte die Mannschaft von Trainer Karsten Seehafer beim Hauptrundenturnier in Budapest im Schlüsselspiel gegen Dynamo Tiflis und kann nur noch mathematisch oder durch das Corona-Virus vom Erreichen des Endturniers in Belgrad abgehalten werden.

Die Begegnung gegen die Georgier war kein Spiel für Feinschmecker. Beiden Teams war die Bedeutung der Ansetzung in jeder Phase anzumerken. Es reihten sich Ballverluste, Stürmerfouls und technische Fehler aneinander. Der Wille trieb die jeweiligen Akteure jedoch immer wieder an. Zu Beginn dominierte die defensive Absicherung, die besonders Dynamo Tiflis anfangs gut gelang. Waspo 98 kam bis kurz vor Ende des zweiten Viertels nur durch zwei souverän verwandelte Strafwürfe von Aleksandar Radovic und Petar Muslim zu Toren. Auf der Gegenseite lief Schlussmann Moritz Schenkel zur Höchstform auf und parierte auf sensationelle Weise mehrfach glänzend. So rettete er gleich zweimal eine Sekunde vor Ende des ersten Spielabschnitts in höchster Not.

Mit zunehmender Spielzeit gelang es den Hannoveranern dann die Reihen noch fester zu schließen. Den Kaukasiern glückte lediglich jeweils durch Jovan Saric in Überzahl der Ausgleich, nachdem Waspo durch die beiden bereits erwähnten Strafwürfe in Führung gegangen war. In den letzten Sekunden vor der Halbzeit ging es noch einmal hoch her. Zunächst traf Petar Muslim in Überzahl zum 3:2, ehe auf der Gegenseite wieder Saric noch zum 3:3 ausglich.

Im dritten Viertel entglitt Waspo 98 die Partie ein wenig. Die Angriffe liefen nicht strukturiert, die Centerposition war kaltgestellt. Zunehmende Hilflosigkeit dokumentierte sich an Distanzwürfen, die vom starken Torwart Irakli Razmadze pariert oder von der Defensive geblockt wurden. Boris Vapenski aus halbrechter Position und Magrakvelidze mit einem Doppelschlag brachten Dynamo Tiflis mit 6:3 in Führung. Ungemein wichtig war der Überzahltreffer von Petar Muslim zum 4:6 noch vor der letzten Pause.

Die zuvor nicht erfolgreich gespielten Überzahlsituationen brachten nun die Wende. Waspo 98 erarbeitete sich diverse Hinausstellungen des Gegners und hatte auch ein wenig Glück, als Petar Muslims Tipper über den Torwart hinweg schwimmend den Weg zwischen die Pfosten fand.

In seiner zweiten Auszeit gab Karsten Seehafer noch einmal den Takt vor und wieder war es Muslim, der den angesagten Angriff in Überzahl zum 6:6 abschloss. Doch der Schlusspunkt sollte noch folgen. Ivan Nagaev platzierte einen seiner gefürchteten Distanzwürde ins Toreck und schloss damit die beste Phase der Hannoveraner offensiv ab. Den letzten Wurf der Georgier hielt Schlussmann Schenkel und sicherte den so eminent wichtigen Erfolg in der Donau-Arena zu Budapest.

Zum Abschluss der Hauptrunde trifft Waspo 98 morgen um 19 Uhr auf den italienischen Vizemeister AN Brescia. FG

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