Orcas mit Maximalausbeute zum Bundesliga-Auftakt

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Orcas mit Maximalausbeute zum Bundesliga-Auftakt

Potsdam besiegt Neukölln und Ludwigsburg/Spandau-Partie wegen Corona-Fall ausgefallen

Der wichtige Auftakt in die neue Bundesliga-Saison 2021 ist den Wasserballern der Potsdam Orcas geglückt. Im ersten der beiden Vorrunden-Turniere siegte die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir zunächst Samstag-Mittag gegen die SG Neukölln 21:8 (8:4, 5:1, 5:2, 3:1); am Abend gab es ein 16:7 (4:3, 5:3, 4:0, 3:1) gegen den SV Ludwigsburg 08. Die Partie gegen den Favoriten der Gruppe Wasserfreunde Spandau 04 am Sonntag wurde abgesagt, da es in der obligatorischen PCR-Testung im Vorfeld einen positiven Fall in der Berliner Mannschaft gegeben hatte.

„Das war natürlich sehr bitter für alle Beteiligten, zeigt aber auch, dass das Hygienekonzept des Deutschen Schwimmverbandes funktioniert“, so André Laube, sportlicher Leiter der Orcas. „Die drei Spiele werden nachgeholt. Drücken wir die Daumen, dass keine weiteren Infektionen den Spielbetrieb stören und dass alle gesund durch diese Zeit kommen.“ Über den Auftritt der Orcas zeigte sich Laube indes hochzufrieden: „Gerade das Spiel gegen Ludwigsburg repräsentiert klar die tolle Entwicklung des Teams.“ Noch im August beim damaligen „Re-Start“ der alten Saison hatte der OSC in heimischer Halle noch 13:16 verloren. „Nicht nur der spielerische Auftritt war stark, die Chemie in der Mannschaft stimmt gerade. Alle kämpfen füreinander und sind hochmotiviert.“

Gegen die SG Neukölln gab es anfangs noch defensive Abstimmungsschwierigkeiten, vorn lief es allerdings richtig rund. Acht Treffer erzielten Hannes Schulz (2), Lu Meo Ulrich (3), Lukas Küppers, Maximilian Costa und Sascha Seifert im ersten Viertel, allerdings netzten die Berliner auch viermal ein. Nach der ersten Pause packten die Potsdamer nun auch hinten besser zu und kontrollierten die Begegnung. Zum 21:8-Endstand trafen noch Costa (1), Philipp Gottfried (2), Felix Korbel (1), Küppers (3), Ferdinand Korbel (3), Schulz (1), Ulrich (1) und Till Hofmann (1). Für letztgenannten Youngster (15 Jahre) war der Treffer zum 14:7 ein besonderer – nicht nur, dass er diesen in seinem ersten Bundesligaspiel mit dem OSC erzielte, sondern auch gegen seinen alten Club, in dem er bis zum letzten Jahr sehr gut entwickelt wurde, bevor er sich für den Weg an die Potsdamer Sportschule entschied.

Gegen die ambitionierten Ludwigsburger legte der OSC Potsdam gut vor. Reiko Zech, Ferdinand Korbel und Tomi Tadin sorgten für das 3:1, die schwimmstarken Süddeutschen kamen allerdings zum Ausgleich, bevor Zech das 4:3 markierte. Nach dem das Tchigir-Team im zweiten Viertel bis auf 9:4 (Costa, 2xGottfried, Küppers, Konstantin Hüppe) davonzog, packte Ludwigsburg die „Brechstange“ aus. Die Schiedsrichter hatten ihre liebe Mühe, das Spiel zu kontrollieren und Potsdam war auch kurz beeindruckt. Beim Stand von 9:6 ging es in die Halbzeit. Dort fand das Potsdamer Trainerteam offenbar die richtigen Worte. Mit großer Disziplin führte der OSC im dritten Viertel die Vorentscheidung herbei. Küppers, Zech, Hüppe und Schulz erhöhten auf 11:6, während der starke Potsdamer Torhüter Florian Thom keinen Treffer zuließ. Zum 16:7 trafen im Schlussviertel noch Ferdinand Korbel, Costa und Zech.

In der parallelen Vorrunde in Hannover setzte sich erwartungsgemäß der Gastgeber Waspo 98 mit drei Siegen sicher durch. Etwas überraschend unterlag der Vorjahres-Vierte White Sharks Hannover gegen den SSV Esslingen (11:13) und ASC Duisburg (8:14) und hat nun eine schwere Hypothek im Kampf um einen Platz im Halbfinale.

Die Rückturniere finden in drei Wochen statt. Die jeweils ersten beiden qualifizieren sich fürs Halbfinale und spielen erneut in zwei Viererturnieren das Ranking für die Play-Offs aus. Die Dritten und Vierten kämpfen gegen die Vertreter der B-Gruppe um den Verbleib in der ProA. Die Ausrichtung des zweiten Vorrunden-Turniers wurde vom DSV an den OSC Potsdam übertragen. Dieser hofft weiterhin auf eine Ausrichtung im Sportbad blu. Sollte dies weiterhin geschlossen bleiben, wird aber bereits eine Ausrichtung im Bad am Luftschiffhafen in Erwägung gezogen. Wann die Spiele gegen Spandau nachgeholt werden, ist noch offen.

Potsdam: Torhüter Florian Thom/Joel Limprecht, Konstantin Hüppe (2), Sascha Seifert (1), Maximilian Costa (4), Philipp Gottfried (4), Tomi Tadin (1), Felix Korbel (1), Florenz Korbel, Lukas Küppers (6), Ferdinand Korbel (5), Reiko Zech (4), Hannes Schulz (4), Lu Meo Ulrich (4), Till Hofmann (1), Noel Eisenreich

Wasserball-Bundesliga 2021

Gruppe A

Turnier 1 in Hannover

Sonnabend, den 20. März 2021
10:45 Waspo 98 Hannover – White Sharks Hannover 14:4 (5:2, 5:2, 3:1, 1:0)
12:45 ASC Duisburg – SSV Esslingen 12:11 (1:2, 2:3, 7:4, 2:2)
17:30 Waspo 98 Hannover – ASC Duisburg 19:8 (4:1, 5:3, 5:1, 5:3)
19:30 White Sharks Hannover – SSV Esslingen 11:13 (0:3, 3:3, 5:4, 3:3)

Sonntag, den 21. März 2021
10:30 Waspo 98 Hannover – SSV Esslingen 25:5 (6:3, 5:1, 5:1, 9:0)
12:30 ASC Duisburg – White Sharks Hannover 14:8 (5:3, 3:2, 2:2, 4:1)

Tabellenstand

1. Waspo 98 Hannover 58:17 6:0
2. ASC Duisburg 34:38 4:2
3. SSV Esslingen 29:48 2:4
4. White Sharks Hannover 23:41 0:6

Gruppe B

Turnier 1 in Berlin

Sonnabend, den 20. März 2021
11:45 SG Neukölln – OSC Potsdam 8:21 (4:8, 1:5, 2:5, 1:3)
14:00 Wasserfreunde Spandau 04 – SV Ludwigsburg => Absage (Coronafall Spandau)
17:45 Wasserfreunde Spandau 04 – SG Neukölln => Absage (Coronafall Spandau)
20:00 SV Ludwigsburg – OSC Potsdam 7:16 (3:4, 3:5, 0:4, 1:3)

Sonntag, den 21. März 2021
10:45 SG Neukölln – SV Ludwigsburg 8:11 (1:3, 1:2, 3:3, 3:3)
13:00 Wasserfreunde Spandau 04 – OSC Potsdam => Absage (Coronafall Spandau)

Tabellenstand

1. OSC Potsdam 37:15 4:0
2. SV Ludwigsburg 18:24 2:2
3. Wasserfreunde Spandau 04 0:0 0:0
4. SG Neukölln 16:32 0:4

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