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Wasserballer wollen ins Halbfinale

Bundesliga startet am 20. März in Turnierform

Eigentlich wäre die Wasserball-Bundesliga seit Herbst 2020 voll im Gange. Eigentlich. Doch Corona hat alles durcheinandergewirbelt und ausgebremst. In dieser von der Pandemie geprägten Saison wird der Meister bei mehreren Turnieren ermittelt. Der SVL spielt am Wochenende 20. und 21. März in Berlin.

Platz zwei ist jetzt bei dem ersten Bundesliga-Turnier das Ziel des SV Ludwigsburg, sagt der Teammanager Adrian Jakovcev. Die Wasserballer aus der Barockstadt spielen bei dem Vierer-Turnier am Wochenende 19. und 20. März in Berlin gegen die Wasserfreunde Spandau 04, gegen den OSC Potsdam und gegen die SG Neukölln. Die anderen v ier Teams der A-Gruppe der Wasserballbundesliga sollen eigentlich zeitgleich in Hannover ihr Turnier austragen. Doch die Mannschaft von Waspo Hannover ist wegen eines Corona-Falls in Quarantäne.

Nach den Rückspielen in einem weiteren Turnier im April qualifizieren sich die beiden besten Mannschaften aus jeder Gruppe für die Zwischenrunde, in der die Finalteilnehmer ermittelt werden. Die anderen beiden Teams spielen in einer Relegationsrunde um den Klassenerhalt in der Beletage gegen die Sieger der Turniere B-Gruppen, die aber erst etwas später mit ihrer Serie starten werden.

Platz eins bei dem Turnier jetzt in Berlin „ist reserviert für Spandau“, sagt Jakovcev. „Wir wissen alle: der Rekordmeister wird wohl gewinnen.“ Der SV Ludwigsburg sei aber „heiß auf Platz zwei“. Das Team nehme Potsdam und Neukölln ernst, keine Frage – „aber wir wissen, was zu tun ist“. Die Mannschaft sei endlich komplett, nun sei auch der SVL-Nationalspieler Timo van der Bosch mit an Bord. Kein Spieler ist verletzt, keiner ist krank.

„Das Format mit den Vierergruppen hat sich bewährt“, sagt der Rundenleiter Holger Sonnenfeld. Die Saison werde eine große Herausforderung für alle. Doch die Vorbereitungsturniere im Februar hätten gezeigt: Wenn alle Clubs diszipliniert mitmachen, dann lasse sich der Spielbetrieb „sicher realisieren“. Der SVL hatte sein erstes von zwei Vorbereitungsturnieren in Ludwigsburg gewonnen – vier Spiele, vier Siege. Beim zweiten Vorbereitungsturnier in Hannover mussten sich der SVL zweimal dem Deutschen Meister Waspo Hannover geschlagen geben, das Spiel gegen Neukölln indes wurde gewonnen.

Für die ersten Turniere wurden die Vereine nach der Platzierung der vergangenen Saison verteilt. Gespielt wird in vier Gruppen, die jeweils zwei Turniere austragen. Die Teams auf den Plätzen drei und vier in den nominell stärkeren Gruppen A und B bestreiten danach zwei Relegationsspiele gegen die Erst- und Zweitplatzierten der Gruppen C und D.

„Damit geben wir Mannschaften aus der unteren Hälfte die Möglichkeit, in die Top acht aufzurücken“, erklärt Sonnenfeld. Es folgt eine zweite Phase mit erneut vier Gruppen, für die sich die Klubs nach Spielstärke zusammenfinden – das garantiere „spannende Duelle auf Augenhöhe“. Anschließend bestreitet jede Gruppe dann für sich die Playoffs beziehungsweise die Platzierungsspiele, um so die Abschlussplatzierungen auszuspielen.

Einen Absteiger wird es in diesem Jahr nicht geben. „Wir haben uns entschieden, den Abstieg auszusetzen. Alles andere wäre nicht gerecht, denn die Vereine starten wegen der Pandemie und den von Ort zu Ort verschiedenen Vorgaben mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen“, sagt der Wasserball-Abteilungsleiter Dieter Rohbeck. Es kann aber maximal zwei Aufsteiger aus den Landesgruppen in die Bundesliga geben. Der Pokalwettbewerb wird dem Vernehmen nach in diesem Jahr erst nach der Beendigung der Bundesliga in den Sommermonaten ausgetragen werden.

Der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel sagt mit Blick auf den Turniermodus: „Wir hätten sehr gerne auch Einzelspiele in unserem Freibad gehabt, wollen uns aber nun für eines der Zwischenrundenturniere bewerben, wenn es dann soweit ist.“ Das wäre sicherlich attraktiver für Zuschauer – falls im Sommer denn trotz Corona hoffentlich wieder vor Publikum gespielt werden darf. Die Mannschaft könne aber auch mit den Turnieren leben – das hat sie ja in der Vorbereitungsrunde bewiesen.

Der SVL spielt jetzt in Berlin am Samstag, 20. März, zunächst gegen Spandau (Beginn 14.00 Uhr) und dann gegen Potsdam (20 Uhr). Am Sonntag, 21. März, steht das Spiel gegen Neukölln auf dem Programm (10.45 Uhr).

Gruppe B

Sa. 20.03.2021 12:00

SG Neukölln Berlin – OSC Potsdam

Sa. 20.03.2021 14:00

Wf. Spandau 04 – SV Ludwigsburg 08

Sa. 20.03.2021 18:15

Wf. Spandau 04 – SG Neukölln Berlin

Sa. 20.03.2021 20:00

SV Ludwigsburg 08 – OSC Potsdam

So. 21.03.2021 10:45

SG Neukölln Berlin – SV Ludwigsburg 08

So. 21.03.2021 12:45

Wf. Spandau 04 – OSC Potsdam

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