Heidelberg – Die heimischen Black Pearls gegen den Pokalsieger aus Heidelberg.
6. November 2017
Hervorragender Saisonauftakt
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SVL unterliegt routinierten Gästen aus Plauen

Ludwigsburger Wasserballer bei Heimpremiere über weite Teile auf Augenhöhe

Alles war angerichtet für ein großes Spiel und es wurde ein denkwürdiger Abend. Zu viele Fehler in der Verteidigung verhindern ein besseres Resultat gegen einen kompakten Gegner.

Der ganze Verein hatte sich wochenlang auf die erste Partie im heimischen Stadionbad Ludwigsburg vorbereitet und mit der Mannschaftspräsentation um kurz vor sieben war es geschafft. Die Technik für den Livestream stand, die Kasse meldete bis auf wenige Einzelplätze „Ausverkauft“ und die Mannschaft von Cheftrainer Laszlo Csanyi zeigte sich motiviert bis in die Haarspitzen zum ersten Mal den heimischen Publikum.

Das erste Anschwimmen sicherten sich jedoch die Gäste, die den Angriff durch einen Treffer des Mannschaftskapitäns Alexander Fritzsch zum 0:1 aus dem Rückraum vollendeten. Dem wollte der, nach der Partie als „Spieler des Tages“ gekürte Ludwigsburger Adam Blank, der ebenfalls mit einem satten Distanzschuss das Ergebnis ausglich, nicht nachstehen. Zwei Mal Tamas Korpacsi für die Vogtländer und erneut Adam Blank sorgten für den 2:4-Zwischenstand nach dem ersten Spielabschnitt.

Mit insgesamt elf Treffern in acht Minuten gab es im zweiten Viertel Tore satt. Zum Auftakt entschärfte SVL-Keeper Josip Katusa einen 5-Meter-Strafwurf, ehe Pavle Vukicevic auf 3:4 für die Schwaben verkürzte. Zwei Treffer der Sachsen, beantwortete der am Samstag glänzend aufgelegte Blank mit zwei Toren für den SVL zum 5:6.

Entschärfte zahlreiche Hochkaräter der Gegner – SVL-Torwart Josip Katusa
Danach folgte eine Schlüsselszene der Partie, die zunehmend auf beiden Seiten aufgrund des knappen Spielverlaufs intensiv geführt wurde. SVL-Defensivspezialist Milosav Aleksic wurde nach einer eher gewöhnliche Verteidigungsaktion wegen „überhartem Spiel“ für den Rest der Partie ausgeschlossen. Der durch die krankheitsbedingten Ausfälle von Djordje Milojkovic, Miro Tadin und Antonio Tadic schon dezimierte Kader, schrumpfte dadurch noch weiter.

Die Gäste nutzten diese und die unmittelbar darauffolgende Überzahl für zwei Treffer und setzte sich mit 5:8 Mitte des Viertels ab. Diesem Rückstand schwammen die Ludwigsburger bis zum Seitenwechsel hinterher und es ging mit einem 7:10 in die Pause.

Feierte am Samstag seinen 26. Geburtstag mit sechs Treffern – Goalgetter Adam Blank
Trainer Csanyi ordnete in der Halbzeitpausen seine Reihen und diese Änderungen sollten in der Defensive zu mehr Sicherheit führen. Was im Standardspiel nun besser funktionierte, verlagerte die Toraktion zunehmend in die Überzahlsituationen.

Alle Treffer im dritten Spielabschnitt resultierten aus Ausschlüssen für den Gegner und jeweils zwei Treffer auf beiden Seiten zum 9:12 Spielstand nach 24 Minuten. Empfindlich gestört wurde diese Defensivordnung mit dem zweiten vorzeitigen Spielausschluss mit Ersatz gegen den letzten nominellen Centerverteidiger Dario Labavic. Dieser reklamierte nach einem Ellenbogenschlag des Gegenspielers mit blutender Nase beim Schiedsrichter und wurde dafür anstelle des Gegners zum Duschen und zur ärztlichen Behandlung geschickt.

Centerverteidiger Dario Labavic musste am Samstag nach Verletzung und Ausschluss vorzeitig ersetzt werden
Mit seinem sechsten Treffer eröffnete Adam Blank die Schlussoffensive der Schwaben, wovon sich das Topteam aus Plauen aber nicht aus der Ruhe bringen ließen. Sie nutzten weiterhin die Fehler der Schwarz-Gelben und erzielten weitere zwei Treffer in Überzahl. Trotzdem gelang den Ludwigsburgern mit dem finalen Treffern durch Filip Zugic zum 12:14 ein Achtungserfolg. Konnte man doch damit die zweite Hälfte mit 5:4 für sich entscheiden und war über drei Viertel ebenbürtig. Letztlich entscheidend zeigte sich der Spielauftakt, den die Barockstädter wohl unter dem Eindruck der Kulisse und der Präsenz des Gegners abgaben und bis zum Ende nicht aufholen konnten.

Resümerierend nach den ersten beiden Partien lässt sich positiv feststellen, dass man durchaus die Qualität hat, mit den anderen Teams der Liga mitzuhalten und auch gegen ein Topteam sich Chancen erarbeiten kann. Ebenso ist zu erkennen, dass sich die neuformierte Mannschaft immer besser findet und ein Erfolg nur eine Frage der Zeit sein sollte. Für eben diese Punktgewinne benötigt es jedoch ein ebenso souveränes Auftreten in der Verteidigung, da einem in Liga 1 nichts geschenkt und jeder Fehler durch die Gegner direkt bestraft wird. Daran gilt es weiter im Wasser zu arbeiten und den Fans, die die Mannschaft mit anerkennendem Applaus verabschiedeten, etwas zurückzugeben.

Heim – SV Ludwigsburg 08: Josip Katusa, Tim Kraut, Bosko Krivicic, Lars Blankenhorn, Filip Zugic (1 Tor), Milosav Aleksic, Pavle Vukicevic (4), Adam Blank (6), Adrijan Jakovcev (1), Tim Hornuf, Dario Labavic

Gast – SVV Plauen: Gianmarco-Mergen Serio, Alpar Soltesz (1), Laurence Bolman, Peter Karteszi (3), Alexander Fritzsch (2), Kristof Koltai, Tamas Korpasci (4), Norbert Kerschbaum (1), Akos Laszlo Parkanyi (2), Stefan Roßner, Lasse Iffland (1), Maximilian Kaminke

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