Klarer Sieg gegen Darmstadt – kommendes „Wochenende der Wahrheit“ schon fest im Blick

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Klarer Sieg gegen Darmstadt – kommendes „Wochenende der Wahrheit“ schon fest im Blick

Die Wasserballer der SG Stadtwerke München schlagen den WV Darmstadt dank überzeugendem Rückraum und trotz teilweise unkonzentrierter Verteidigungsarbeit deutlich mit 20:7

„Mit meinem letzten Spiel war ich nicht ganz so zufrieden, heute habe ich mir mehr vorgenommen“, betitelte Münchens Rückraumveteran Marko Polunić seine Ambitionen vor dem Spiel. Sein Namensvetter und Kapitän Marko Ristić fügte mit einem verheißungsvollen Grinsen hinzu: „Unsere linke Seite wird heute aus ihrem kleinen Winterschlaf erwachen!“

Spielertrainer Ivan Mikić musste vor dem Spiel viel umstellen, da seine gesamten Nachwuchskräfte in den Jugendmannschaften eingesetzt waren und nicht zur Verfügung standen. „Das konnten wir dank breitem Kader problemlos auffangen. Darmstadt ist eine taktisch raffinierte Mannschaft, die uns aber nicht unbedingt in einen Schwimmwettkampf verwickeln wollte. In der Erwartung eines körperlich betonten Spiels haben wir also auf viel Erfahrung gesetzt“, rechtfertigte Mikić seine Entscheidung, seinen katalanischen Altmeister Eric Valentines sowie den mit Trainingsrückstand von seiner Weltreise zurückgekehrten Jan Krollmann einzusetzen.

Mit der klaren Ansage, offensiv, aber mit konzentrierter Defensivarbeit zu spielen, schickte Mikić seine Männer ins Wasser. Doch diese erfüllten die Erwartungen des Spielertrainers zunächst nur teilweise. Vorne zauberte der Rückraum um jene beiden Markos (jeweils 5 Treffer) sowohl auf der linken, als auch auf der rechten „spanischen“ Seite mit Valentines und Marián de Diego (jeweils zwei Treffer). Doch in der Verteidigung verzweifelte Torwart Sipos nicht selten am fahrigen Spiel seinen Vorderleute. Mal unterschätze man die Ballfähigkeiten von Darmstadts Centerlegende Olaf Randzio, mal stand der Block falsch oder es funktionierte die Abstimmung nicht. Und wenn sich mal die Gelegenheit zum schnellen Umschaltspiel bot, konterten die Münchner wie eine Altherrenmannschaft oder scheiterten freistehend am Darmstädter Torwart. „Das war nicht optimal. Solch Fehler dürfen uns in den wichtigen Spielen am kommenden Wochenende nicht passieren“, kritisierte Mikić beim obligatorischen Getränk in einer Münchner Sportlerbar.

Doch trotz der Selbstkritik können die Landeshauptstädter zufrieden sein. In einem fairen Spiel, in dem die beiden souveränen Schiedsrichter insgesamt nur sechs Hinausstellungen ahnden mussten, zeigte München seine Ambitionen auf einen Platz auf dem Podium.

Diese Ambitionen werden nächste Woche deutlich auf die Probe gestellt, wenn die bayerischen Landeshauptstädter erst am Samstagabend den WSV Ludwigshafen und dann am Sonntag im Rahmen des Münchner Wassersportfestivals den SV Würzburg zum Bayernderby in der Olympia-Schwimmhalle empfangen. „In the U.S., we call it „a weekend of truth“, fasste Münchens US-Boy William Gorin, der im Spiel gegen Darmstadt erstmals doppelt treffen konnte, die Bedeutung des kommenden Wochenendes treffend zusammen.

SG Stadtwerke München – WV Darmstadt 20:7 (4:2; 5:0; 5:2; 6:3)

SG Stadtwerke München: Viktor Sipos (TW), Brinio Hond (2 Treffer), Marko Polunić (5), Jan Krollmann, Haris Hadjioannou, Ivan Mikić, Marko Ristić (5) Felix Ottke, William Gorin (2), Mate Pataki, David Milosavljević (2), Ignacio Marián de Diego (2), Eric Valentines (2)

Die Daten zu den anstehenden Heimspielen:

SG Stadtwerke München – WSV Ludwigshafen

Samstag, 12. März 2016, 18:00 Uhr

Ort: Anton-Fingerle-Bildungszentrum

SG Stadtwerke München – SV Würzburg

Sonntag, 13. März 2016, 10:30 Uhr

Ort: Olympia-Schwimmhalle

2 Comments

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