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Spanien mit Starensemble in Stuttgart

Frauen-Wasserball vom Feinsten gibt es heute Abend im Stuttgarter Inselbad: Am zweiten Spieltag der Weltliga-Vorrunde empfängt die deutsche Nationalmannschaft keinen Geringeren als den amtierenden Europameister und Olympiazweiten Spanien, der seine Starspielerinnen mit den an Neckar gebracht hat. Das Anschwimmen steigt um 18 Uhr, wobei Karten noch an der Abendkasse erworben werden können. Die Spielresultate der heutigen werden live im Ergebnisportal des Deutschen Schwimm-Verbands laufen, so dass das auf DSV-Ebene gut genutzte E-Protokoll zum zweiten Mal nach der EM-Qualifikation in Krefeld auch für ein internationales Spiel genutzt wird.

Besonders attraktiv für die Zuschauer: Der Olympiazweite spielt den wohl schnellsten Wasserball im Frauenbereich, so dass Beobachter mitunter das Gefühl haben, dass sie einem Handball-Spiel zu Gast sind. Zu den Stars des Teams zählen Torjägerin Jennifer Pareja, Weltwasserballerin des Jahres 2013, die bullige Centerspielerin Maria Carmen Garcia und Laura Lopez, beste Torhüterin der Weltmeisterschaft 2013. Einer der größten Stars des Teams sith allerdings auch auf der Bank: Trainer Miguel Oca gehört zu Spaniens Olympiasiegerteam von 1996 und in den vergangenen fünf Jahren das bis dahin chronisch erfolglose Frauenteam des Landes in die absolute Weltspitze geführt.

Die Erfolge der vergangenen drei Jahre sind absolut spektakulär: Im Frühjahr 2012 gelang im vierten Anlauf erstmals die ersehnte Qualifikation für das lediglich acht Teams umfassende olympische Frauenturnier, wo die Spielerinnen von der iberischen Halbfinal dann auf Anhieb gleich Silber holten. 2013 folgte dann im heimischen Barcelona dann nicht nur die erste WM-Medaille, sondern gleich auch der Titel. 2014 gab es für die Oca-Sieben in Ungarns Wasserball-Hochburg Budapest dann auch EM-Gold. Gebremst wurde die Erfolgsserie erst im vergangenen Sommer bei der Weltmeisterschaft in Kasan (Russland), als die Spanierinnen bereits im Viertelfinale auf Olympiasieger USA trafen und dort gegen den späteren Goldmedaillengewinner nach schlechtem Start die Segel streichen mussten.

Von diesen Erfolgen können Deutschlands Wasserball-Frauen derzeit nur träumen, zumal die Bedingungen im Umfeld längst so gut wie im Landes des Europameisters mit seiner spielstarken Liga sind. Trainer Milos Sekulic (Krefeld) setzt allerdings ähnlich wie seiner spanischer Kollege fünf Jahre zuvor auf eine drastische Verjüngen des Teams, um längerfristig näher wieder näher an die Weltspitze heranzukommen. Die EM-Qualifikation konnte die deutsche Auswahl konnte die deutsche Auswahl im September als Erster abschließen und dort immerhin auch WM-Teilnehmer in der Gesamtwertung hinter sich lassen. Das erste Weltliga-Spiel der noch jungen Saison hatte der deutschen Auswahl eine 8:19-Niederlage in Moskau gegen den EM-Fünften Russland beschert und einmal gezeigt, dass die Weltspitze weiterhin ein gutes Stück entfernt ist. Allerdings sollen regelmäßige Partien gegen die Topnationen die DSV-Frauen weiterhin voranbringen, und der heutige Auftritt im Inselbad Untertürkheim ist ein weiterer wichtiger Baustein.

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