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Nur Sympathien gewonnen

München belohnt sich nach toller Aufholjagd nicht und scheidet im Fünfmeterwerfen gegen Madgeburg im DSV-Pokal aus

„Vielen Dank für dieses geile Spiel mit dieser geilen Atmosphäre“, bedankte sich Magdeburgs Tim Richter, während er, mit drei persönlichen Fehlern auf dem Konto, Seite an Seite mit Münchens verletzten Torwart Robert Idel gebannt das Fünfmeterwerfen verfolgte. „Die Stimmung in der Halle, die ausgezeichneten Schiedsrichter, dazu ein aufregendes Spiel – Das war Werbung für den Wasserballsport“, fügte Richter hinzu, nachdem er mit seinen Jungs um Kiril Litvin, Schütze des siegbringenden Fünfmeters, den 12:13 (1:2; 2:2; 1:3; 3:0/ 5:6) Auswärtssieg seiner Mannschaft feierte.

In der Tat bot das Spiel einige tolle Momente. Schon vor dem Anpfiff wurde der faire Sportsgeist anschaulich, als Münchens Stadionsprecher und Zahnarzt Radu Firoiu Magdeburgs Ersatztorhüter Detlef Klotsch rührend am Beckenrand „operierte“ und seine Finger gerade zog. Doch mit dem Anpfiff wurden die Nettigkeiten erst einmal auf Eis gelegt, denn beide Mannschaften waren hoch motiviert, in die nächste Runde einzuziehen. Vor allem Münchens Spielertrainer Ivan Mikić sah in der Begegnung eine erste Standortbestimmung: „Auch wenn wir uns nach der langen Sommerpause erst wieder finden und einige neue Gesichter integrieren müssen und darüber hinaus einige Verletzte zu beklagen haben, will ich natürlich gewinnen. Die Stimmung ist da, wir müssen heute alles geben“, gab er nach der Mannschaftsbesprechung zu wissen.

Angespornt von lautstarken Fans tat sich München anfangs trotzdem sehr schwer. Unkreativität im Angriff und Fahrlässigkeiten in der Verteidigung ließen die Münchner nicht ein einziges Mal während der gesamten Partie in Führung gehen. Magdeburg gab den Ton an und zog Tor um Tor auf 7:4 vor dem letzten Viertel davon. „Wir waren sehr geknickt in der letzten Viertelpause, doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir großartige Comeback-Qualitäten besitzen. Daran hat Ivan in der Pause appelliert“, fasst Marko Ristić nach seinem ersten Spiel als Kapitän der Landeshauptstädter zusammen. Und in der Tat sahen die phantastischen Fans der Münchner ein letztes Aufbäumen ihrer Mannschaft und Furcht machte sich auf der Magdeburger Bank breit. Die Gäste mussten mit ansehen, wie die Jungs von der Isar mit Wut im Bauch gegen ihren Verteidigungswall anschwammen und 36 Sekunden vor Schluss zum umjubelten Ausgleich trafen. „Das war wie in der vergangenen Saison. Uns darf man niemals abschreiben“, freute sich Münchens Vorstand Andreas Füchsl auf der Tribüne.

Doch dann kam das Fünfmeterwerfen und damit die Erkenntnis, dass das Aluminium den Bayern nicht wohlgesonnen war. Zweimal der Pfosten und einmal die Latte zerstörten all jene Münchener Träume, die Viktor Sipos im Tor mit zwei starken Paraden am Leben hielt. „So ist das halt. Ich mache niemanden im Wasser Vorwürfe – wir haben zusammen gefightet, hätten zusammen gefeiert, aber nun haben wir halt zusammen verloren. Wir wissen jetzt, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben bevor die Saison losgeht. Aber dieses Duell hat Lust auf mehr gemacht“, fasste der sichtlich geknickte Mikić treffend zusammen.

SG Stadtwerke München – WU Magdeburg 12:13 (1:2; 2:2; 1:3; 3:0/ 5:6)

SG Stadtwerke München: Viktor Sipos (TW), Brinio Hond, Marko Polunić, Matthias Krimphove, Savvas Valsamakis (1 Tor), Ivan Mikić (2), Marko Ristić (5), German Kulnevsky, Jan Krollmann, Niklas Trommer, Bernd Metzler (1), Ignacio Marián de Diego (3), Anton Spanjol

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