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SVC vs. Spandau

Durchaus achtbar hat sich der SV Cannstatt zuhause gegen den amtierenden Meister WF Spandau 04 aus der Affäre gezogen. Die Cannstatter unterlagen im letzten Spiel dieses Jahres im Untertürkheimer Inselbad mit 9:17 (2:5; 3:4; 3:3; 1:5). Der SVC liegt damit nach 6 Spieltagen auf dem siebten Tabellenplatz der A-Gruppe der Deutschen Wasserball-Liga, die Chancen bis auf den vierten oder fünften Tabellenplatz zu klettern bestehen aber noch.
Vor dem Spiel wäre beim SVC jeder mit einer Niederlage in dieser Höhe zufrieden gewesen, nach dem Abpfiff haderte man bei den Schwaben mit dem Schlussviertel, das ein noch besseres Ergebnis verhinderte.
Nachdem man im Untertürkheimer Inselbad nach dem Anpfiff eine Gedenkminute für den langjährigen Cannstatter Vorstand Fritz Huber eingelegt hatte, hatten die Berliner zunächst die Nase vorn und alles schien nach dem bekannten Muster abzulaufen, dass gegen Spandau kein Kraut gewachsen ist. Doch ab dem zweiten Spielviertel legten die Cannstatter den Respekt vor dem großen Namen ab und konnten die Begegnung immer ausgeglichener gestalten. In der guten und fairen Partie, die insgesamt von beiden Mannschaften nur 11 persönliche Fehler sah, nutzte der SVC endlich auch seine Überzahlsituationen, und hatte in der Abwehr mit Torhüter Florian Pirzer einen wichtigen Rückhalt.
Bis zum letzten Pausentee war Cannstatt auf Augenhöhe, der Berliner Vorsprung schwankte immer zwischen Drei und Vier Toren, Cannstatt ließ sich nicht abschütteln. Erst als SVC-Trainer Jürgen Rüdt im Schlussabschnitt dann die Nachwuchsspieler einsetzte konnten sich die Berliner standesgemäß absetzen. Markant: „Spieler des Tages“ Mateo Cuk, der vermutlich beste Center der DWL kam auch erst im Schlussviertel zu vier seiner insgesamt 6 Treffer.
Trotz der Niederlage war Cannstatts Coach Jürgen Rüdt zufrieden. „Wir haben endlich einmal eine gute Mannschaftsleistung gezeigt“, erklärte Rüdt. Dennoch ragten die bewährten Stützen beim SVC wieder heraus. Ohne die Nationalspieler Timo van der Bosch, Marvin Thran und Ex-Nationalspieler Florian Naroska geht wenig beim SVC. Dazu kommt noch Torhüter Florian Pirzer, der trotz Ellbogenverletzung drei Spielviertel den SVC-Kasten hütete. „Flo hat wieder hervorragend gehalten“ lobte Rüdt.
Nach der Auswechslung von Pirzer in der letzten Viertelpause war ein deutlicher Bruch in der Cannstatter Abwehrleistung erkennbar, der aber kaum Ersatzkeeper Milan Markovics angelastet werden konnte. Die Abwehr hatte Spandaus Center Mateo Cuk kaum mehr im Griff und Markovics war ein ums andere Mal chancenlos.
Mit dem letzten Spiel des Jahres geht beim SVC der Blick auf die verbleibenden Spiele der A-Gruppe der Wasserball-Bundesliga. Da erwartet man einen ganz engen Kampf um die Plätze Vier bis Sieben, den sogar das Torverhältnis am Schluss entscheiden könnte. „Wir müssen unsere Heimspiele gegen White Sharks und Bayer Uerdingen unbedingt gewinnen um eine Chance zu haben“, analysiert Rüdt. Immerhin haben die Cannstatter nach der knappen Niederlage in Uerdingen im Rückspiel noch Heimrecht und können gleich zum Jahresauftakt mit einem Heimsieg den Anschluss an die „Weißen Haie“ aus Hannover wieder herstellen, die in der aktuellen Tabelle auf Platz vier liegen.
Einen weiten Ausblick in das kommende Jahr warf SVC-Wasserballvorstand Matthias Zielke, der sich bereits über die kommende Saison Gedanken macht. „Wir werden sicherlich dann eigene U17-Spieler einbauen“, erklärte er. Dabei dürften die vor allem die Söhne der ehemaligen Cannstatter Nationalspieler Volker Wörn und Thorsten Kraut – Tim Kraut und Julius Wörn – im Fokus stehen, die bereits in der nationalen Nachwuchsauswahl getestet wurden.
Tore SVC gegen Spandau: Marvin Thran und Miro Tadin (3), Timo van der Bosch, Florian Naroska, Jovan Radojevic

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