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Neustadt vs. OSC

SC Neustadt vs. OSC Potsdam 11:9 (2:4/1:1/3:3/5:1)

Die weiße Weste hat die 1. Mannschaft des SC Neustadt auch im Spitzenspiel der Gruppe B gegen den Tabellenführer der vergangenen sieben Tage, den OSC Potsdam, anbehalten. Nach langem Rückstand drehte die Mannschaft das Spiel im letzten Viertel.

Nur eine Woche nach dem Heimsieg gegen Plauen reiste die nächste ambitionierte Mannschaft ins pfälzische Neustadt. Entschlossen und mit breiter Brust von vier Siegen in vier Spielen kam die junge Potsdamer Mannschaft ans Stadionbad. Der SCN hatte sich wieder präzise auf dieses Spiel vorbereitet und ging genauso entschlossen zu Werke.

Ein taktischer Schachzug des Trainerfuchses Gogola gleich zu Beginn mit durchgehender Rotation brachte am Ende den erhofften Gewinn. Vor allem auf die besprochenen taktischen Maßnahmen und die Disziplin, in Anbetracht des weiteren Heimspiels keine 20 Stunden später, wurde erhöhter Wert gelegt.
Dies sah anfangs allerdings erneut nicht danach aus. Die angesprochenen Schützen aus dem Rückraum Lentz und Dufour nutzten zwei schnell ausgespielte Überzahlspiele zum schnellen 0:2. Der erfahrene Stefan Ehrenklau stellte nach einigen vergebenen Angriffsspielen den Anschluss für die Neustadter her und dann nutzte Bojan Matutinovic nur einen Angriff später einen herausgeholten Fünfmeter-Strafwurf zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Ein klare Antwort der Neustadter Mannschaft, hier mitspielen zu wollen und dies auch zu können. Aber Potsdam ließ sich ebenfalls nicht beirren und kam noch durch zwei weitere Treffer im ersten Viertel durch den Amerikaner Hamby und erneut Lentz in Front.

Das zweite Viertel wird den Neustadter Zuschauern wohl als „Vergeben der vielen Chancen“ vorgekommen sein. So traf einzig Laurence Tummings in Überzahl nach genommener Auszeit zum Anschlusstreffer, ehe Potsdam den 3:5-Halbzeitstand herstellte. Kenner des Sports wissen aber auch, dass wenig Tore gleichzeitig auch kraftintensives Spurtschwimmen bedeuten. „Das waren Chancen für zwei Spiele“, zeigte sich der Trainer entrüstet.
Bojan Matutinovic musste unterdessen mit einer blutenden Verletzung im Gesicht ausgewechselt werden, der eingesteckte Ellbogencheck wurde von den beiden Unparteiischen aber nicht gegen Potsdam geahndet.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Potsdam durch Hamby auf 3:6, doch der wieder genesene Matutinovic, ein Dank gilt unserer Teamärztin Heike Arsenow, nutzte eine Unachtsamkeit in der dezimierten Potsdamer Defensive aufgrund einer Hinausstellung zum vierten Neustadter Tor. Dem 4:7-Treffer durch Lentz folgten zwei Tore von Matutinovic und Held, die den SCN auf 6:7 heran brachten. Hamby konnte aber mit seinem dritten Tor an diesem Abend dank einer Hinausstellung gegen Neustadt den Potsdamer 6:8-Vorsprung in die letzte Viertelpause retten.

Die Vorgabe des Spiels wurde auf ein Unentschieden geändert. Auch das letzte Anschwimmen konnte der OSC noch gewinnen, doch nur eine halbe Minute später sahen sie sich erneut dezimiert in der Abwehr nach dem dritten persönlichen Fehler von Hamby, der nach Küppers der zweite Potsdamer Spieler war, welcher vorzeitig das heiße Neustadter Wasser verlassen musste. Die „Waffe in der Hinterhand“ Martin Görge schlug nach eingespielter Überzahlvariante zu und das eine gute Minute später gleich noch einmal – zum 8:8-Ausgleich. Jetzt sollte natürlich auch der Sieg wieder her! Der defensiv so wertvolle Jorge Mongrell tauchte im nächsten Neustadter Angriff vom dem Gehäuse von Potsdam auf und traf selbst zur ersten Neustadter Führung an diesem Abend – die Halle stand Kopf. Statt die Aktionen deutlich gemächlicher angehen zu lassen aufgrund der verbleibenden fünfeinhalb Minuten, konnten die sichtlich einknickenden Potsdamer durch ihren stärksten Akteur Tobias Lentz zum 9:9 ausgleichen.
Doch Barnabás „Barney“ Albert (1995) und Ex-Kapitän Ehrenklau (1974) sorgten für den Neustadter Erfolg.
Vor allem ist dieser Erfolg auf die harte, aber meist faire Arbeit in der Defensive zurückzuführen, die Torwart Ábel Müller toll unterstützte. Dieser zeigte wieder einige sehenswerte Paraden oder sorgte mit dem dadurch entstandenen Respekt, dass die No-Look-Schüsse der Potsdamer nicht im Winkel landeten, sondern an der Latte in alle Richtungen abprallten.

Die Neustadter Mannschaft um Kapitän Matthias Held trat mannschaftlich geschlossen auf, ließ sich weder durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen noch durch brutales Spiel des Gegners aus der kompletten Ruhe bringen und gewann letztendlich dem kämpferischen Einsatz nach auch am Ende verdient diesen Krimi gegen die mit einigen (Jugend-) Nationalspielern gespickte Mannschaft aus Potsdam.
In Neustadt kann man mal verlieren…

So spielten Sie:
Müller, Knelangen (beide TW) – Ehrenklau, Roth, J. Mongrell, Middlesworth, Tummings, F. Mongreill, Albert, O. Görge, M. Görge, Matutinovic, Held.

Bericht:M.Roth

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