Zum fünften Mal in der Saison: Hannover kontra Spandau

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Zum fünften Mal in der Saison: Hannover kontra Spandau

Mehr Gipfel geht nicht: Im deutschen Männer-Wasserball trifft das seit Jahren auf die Duelle zwischen dem Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 und dem Herausforderer Waspo 98 Hannover zu. Nachdem sich die Niedersachsen trotz finanzkräftiger Personalverstärkung zunächst an den Berlinern immer wieder die Zähne ausbissen, gelang ihnen in der Vorsaison endlich der ersehnte Durchbruch – sie wurden Pokalsieger und Meister, beide Male im Duell mit den Hauptstädtern – und legten zu Beginn des neuen Spieljahres 2018/19 mit dem Supercup-Gewinn nach.
Ob daraus eine länger währende Regentschaft werden kann, wird die laufende Spielzeit zeigen. Bislang sind die beiden Platzhirsche des deutschen Männer-Wasserballs seit Ende vergangenen Jahres schon viermal aufeinandergetroffen. Den Supercup gewann Hannover mit einer Ein-Tor-Differenz, das Hinspiel der Bundesliga-A-Gruppen-Hauptrunde am 1. Dezember in Berlin ebenfalls. Dann revanchierten sich die Hauptstädter in der Champions League mit einem überraschend klaren 15:9-Heimerfolg, doch Waspo hielt zwei Wochen später seinerseits mit dem 11:7 im Rematch in eigener Halle dagegen. Gerade im Königswettbewerb aber hinken die verbal stets ziemlich kräftig tönenden Niedersachsen als Gruppen-Letzter (dank Gastgeberrolle dennoch für das Final 8 Anfang Juni fix qualifiziert) den eigenen Ansprüchen weit hinterher.
Die Berliner Wasserfreunde sind für den Waspo-Präsident Bernd Seidensticker und Trainer Karsten Seehafer stets ein besonderes „Feinbild“. Gegen die Berliner schafft Hannover häufig, die eigene Motivation zu mobilisieren und in Leistung umzusetzen. „Darauf sind wir eingestellt und wir werden all unsere Kapazitäten und effektiven Gegenmittel einsetzen“, sagt 04-Präsident Hagen Stamm. Nach Lage der Dinge entscheidet der Samstag-Spieltag trotz des anschließenden Hauptrunden-Finales am 30. März über die Platzierungen, mit denen die Teams in die Playoffs starten.
Dank des 6:5 am 1. Dezember in Schöneberg ist Waspo aktuell mit 24:0 Zählern (Tordifferenz: +151) Spitzenreiter des DWL-Achterfeldes vor Spandau (22:2 / +166). Gewänne das Team von Petar Kovacevic in Hannover, könnte sich das hier auswirken. Allerdings zählt bei Punktegleichstand nach 14 Hauptrunden-Spieltagen zuerst der direkte Vergleich aus den Liga-Spielen gegeneinander. So war es auch in der Vorsaison, als die Berliner das bessere Gesamttorverhältnis hatten, aber Waspo in der Summe aus beiden gemeinsamen Partien ein Tor besser war und damit als Erster in die Playoffs zog und dort den durchgängigen Heimbonus hatte.
Beide Rivalen sind direkt fürs Halbfinale qualifiziert, die Gegner werden in Viertelfinals zwischen den Teams auf den Plätzen 3 bis 6 ermittelt. „Wir brauchen einen Sieg mit mindestens zwei Treffern Vorsprung, dann sind wir auf der sicheren Seite und ziehen an die Tabellenspitze. Das wird schwer, ist aber nicht unmöglich, wenn wir es endlich einmal schaffen, unser Potenzial auszureizen durchgängig die Topleistung bringen“, sagt Petar Kovacevic. „Wir müssen von Beginn an hellwach, konzentriert, motiviert und mutig sein. Setzen wir das um, bin ich durchaus zuversichtlich“, so der Trainer der Berliner.
Wasserfreunde Spandau 04
Sportliche Leitung
Peter Röhle

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