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OSC empfängt Aufsteiger Duisburg 98 im blu

Potsdamer Bundesliga-Wasserballer stellen sich im Anschluss den Fans vor

Das Bundesliga-Wasserball-Team des OSC Potsdam steht am Sonnabend (19 Uhr) erstmals richtig unter Druck. Im zweiten Saisonspiel empfängt die Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir den Aufsteiger in die Pro A der Deutschen Wasserball-Liga Duisburger SV 98 im Sport- und Freizeitbad blu.
„Die Mannschaft hatte sehr viel Zeit, sich trotz des personellen Umbruchs einzuspielen“, sagt André Laube, sportlicher Leiter der Wasserball-Abteilung im OSC, der am Samstag selbst nicht in Potsdam ist. Aus dem Nachwuchs-Trainingslager in Athen wird er aber am Liveticker den Spielverlauf verfolgen: „Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung.“ Zwar habe sich der OSC – nach einer Veränderung der Mannschaft auf gleich sieben Positionen – mit einem konkreten Saisonziel zurückgehalten, gegen den Aufsteiger von der Ruhr müsse es aber für den Bronzegewinner des Vorjahres reichen. „Wir peilen einen Platz zwischen 3 und 6 der Hauptrunde an“, erklärt Laube. „Dann ist man für die Playoffs qualifiziert und hat mit dem Abstieg nichts mehr zu tun.“
Insgesamt acht Mannschaften spielen im DWL-Oberhaus, davon mit Waspo 98 Hannover und Potsdams Kooperationspartner Wasserfreunde Spandau 04 zwei eigentlich nicht besiegbare Profi-Teams. „Realistisch gesehen, gibt es nur zehn Spiele, in denen wir punkten können“, so Laube. „Da haben nichts zu verschenken.“ Mit Duisburg 98 kommt da ein unbequemer Gegner, der selbst mit dem Anspruch kommt, in Potsdam die ersten Zähler einzustreichen. Die lediglich in den Schlussminuten erlittene 8:9-Niederlage zum Auftakt gegen den etablierten SSV Esslingen unterstreichen die Ambitionen.
Recht souverän schafften die Duisburger den Aufstieg in die Pro A. Philipp Kalberg (55 Treffer), Ben Boffen (35) und Frederic Schüring (30) waren die größten offensiven Stützen im Team. Mit dem Ungarn Istvan Keresztes, der letztes Jahr 36 Treffer für die SV Krefeld 72 in der Pro B warf, sowie dem Kroaten Lovro Roncevic – mit 59 Toren bester Werfer der 2. Liga Ost – vom SV Zwickau 04 konnte sich Duisburg 98 ordentlich verstärken. Mit vier Treffern hatte Centerverteidiger Roncevic im ersten Match für seine neuen Farben gegen Esslingen einen guten Einstand. Keresztes erzielte eine Bude, Kalberg zwei. „Das wird verdammt schwer“, weiß Laube. „Wenn wir konzentriert sind, muss es aber reichen.“
Die Resultate in der langen Vorbereitung – mit dem Highlight, erstmals in der Champions League-Qualifikation spielen zu dürfen – waren wechselhaft. „Die besten Leistungen haben wir beim Quali-Turnier in Sabadell abgeliefert“, erinnert sich Tchigir. „Wir haben uns da gegen die internationalen Schwergewichte sehr teuer verkauft.“ Bei den drei Vorbereitungsturnieren in Berlin, Kreuzlingen und dem eigenen Andreas-Ehrl-Cup waren die Jungs nicht immer auf der Höhe. Zum Saisonauftakt beim Deutschen Meister Waspo Hannover unterlag Potsdam letzte Woche 6:19. Auch da folgten einigen guten Phasen immer wieder Momente großer Fehler. „Dass bei einer solch jungen Truppe nicht immer alles geradeaus läuft, ist normal“, so Tchigir. „Jetzt am Wochenende wollen wir aber unseren Zuschauern aber unsere beste Seite zeigen.“
…und das nicht nur im Wasser: Im Anschluss an das Match wird es traditionell die Mannschaftspräsentation im blu für Fans, Freunde und Sponsoren geben.

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