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Enttäuschung in München

Weidener Wasserballer verlieren in der Landeshauptstadt

(prg) Jetzt könnte es eng werden für die Oberpfälzer im Kampf um die Titelverteidigung. Die SV-ler verloren ihr zweites Spiel der Saison beim Mitfavoriten Stadtwerke München mit 12:11 Toren. Die stark foulbelasteten Weidener hatten ihre Probleme mit der Führungslinie der Unparteiischen. Die Chance, das Spiel trotzdem kurz vor Ende für sich zu entscheiden, vergaben sie allerdings selbst. Der Titel ist immer noch aus eigener Kraft möglich, jeder weiterer Punktverlust im Kampf um die Meisterschaft könnte jedoch einer zu viel sein.

„Wir haben viel investiert und sind optimistisch nach München gereist, umso größer die Enttäuschung für uns jetzt. Trotz der gewaltigen Belastung durch 19 Wasserverweise haben wir uns die Chance erspielt, das Spiel gegen Ende für uns zu entscheiden. Ein ungenutzter Strafwurf und drei weitere Chancen, die wir liegen ließen, waren dann am Ende doch zu viel des Guten. In der chaotischen Schlussphase verloren wir ein wenig die Kontrolle und damit auch die Partie. Ein Unentschieden wäre aus meiner Sicht gerechter gewesen. Jetzt müssen wir uns zuerst Mal sammeln, zweite Niederlage im zweiten Spiel gegen die direkte Konkurrenz, das ist für mich jetzt ganz schwierig“ bedauert der Trainer der Weidener die zweite Niederlage der Saison, „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine sehr junge Mannschaft sind, die in solchen Spielen noch Lehrgeld zahlen muss. Alle haben gut gekämpft und waren konditionell gut unterwegs, das muss ich positiv bewerten“ legt er nach sportlich nach.

Das Spiel, in einem der kleinsten Spielfeld der Liga, war vor Beginn an durch eine extrem sensible Linie der Schiedsrichter mit vielen Wasserverweisen geprägt. Die Weidener schienen, zumindest was die Anzahl der Zeitstrafen anbetrifft, damit nicht ganz klar zu kommen. Der erste Abschnitt ging noch 4:2 an die Hausherren, im zweiten fanden die Gäste mit 3:1 besser ins Spiel und glichen zum 5:5 Halbzeitstand. Das dritte, sehr ereignisreiche Viertel, brachte immer noch keine Vorentscheidung und zeigte mit 9:9 Zwischenstand zur letzten Pause nicht ein Mal eine richtige Tendenz. Erst im Abschlussviertel gelang es den Aigner-Schützlingen, zweieinhalb Minuten vor Schluss, mit dem 11:9 Zwischenstand die ersten ernstzunehmenden Ausrufezeichen zu setzen. Doch es hat an diesem Abend leider nicht reichen sollen. Zwei weitere Wasserverweise der Gäste nutzten die Münchener zum wiederholten Ausgleich (11:11). Die verbleibenden 38 Sekunden nutzten die Weidener nicht mehr, um den letzten Angriff mit einem Torerfolg zu krönen, dafür kam es 13 Sekunden vor Abpfiff des Spiels sogar noch dicker. Nach turbulenten und chaotischen Szenen im Strafraum der Oberpfälzer wurde Sean Ryder des Wassers verwiesen und gleichzeitig, für sein vermeidliches Eingreifen ins Spielgeschehen, ein Strafwurf gegen Weiden verhängt. Diese Chance ließen sich die Münchener nicht mehr nehmen, um den ersten Sieg gegen Weiden, seit über 25 Jahren, zu erzielen. Am Ende verloren die verbitterten SV-ler die Partie äußerst unglücklich mit 12:11 Toren.

Jetzt heißt es die Wunden zu lecken und nicht aus der Ruhe zu bringen, wenn man in Weiden an den Zielen festhalten möchte. In zwei Wochen geht es zu einem schwierigen Auswärtsspiel nach Frankfurt und eine Woche später gastieren Leimen/Mannheim und Cannstatt zu einem Doppelspieltag in der Thermenwelt.

2.Wasserball-Liga Süd 2017/2018
Ergebnisse
SG Stadtwerke München
– SV Weiden 1921
12:11
WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921
– PSV Stuttgart
25:12
SC Wasserfr. Fulda 1923
– 1. BSC Pforzheim
20:9
SC Wasserfr. Fulda 1923
– Erster Frankfurter SC
10:7
SV Würzburg 05
– SV Cannstatt
15:5

Tabelle
1.
SG Stadtwerke München
129:80
49
14:2
2.
SV Würzburg 05
103:73
30
14:4
3.
SV Weiden 1921
118:61
57
10:4
4.
SG Wasserball Leimen/Mannheim
110:86
24
10:6
5.
SC Wasserfr. Fulda 1923
101:88
13
10:6
6.
Erster Frankfurter SC
72:84
-12
8:10
7.
SV Cannstatt
99:114
-15
8:12
8.
WSV Vorwärts Ludwigshafen 1921
66:66
0
6:4
9.
1. BSC Pforzheim
48:59
-11
4:6
10.
PSV Stuttgart
95:167
-72
3:17
11.
SV Bietigheim
38:52
-14
2:6
12.
VfB Friedberg
42:91
-49
1:13

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