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SV-Wasserballer schicken Laatzen in Liga 2

(prg) Am vergangenen Samstag kam es zum Matchball der Weidner Wasserballer im heimischen Schätzlerbad gegen die SpVg Laatzen in der best-of-5 Serie um den Erhalt in der Deutschen Wasserball-Liga. Die Anspannung war nicht nur den Spielern beider Seiten anzumerken, auch etwa 250 Zuschauer fieberten mit, denn die Ausgangslage zu diesen Match war eindeutig – Weiden führte durch zwei Siege in der Serie mit 2:1 Spielen und brauchte nur noch einen Sieg um den Klassenerhalt perfekt zu machen. Die SV-ler überzeugten klar mit einen 12:6 Erfolg, konnten sich damit vorzeitig den Klassenerhalt sichern und schickten den Niedersächsischen Konkurrenten in die 2.Liga.

Der Beginn der Partie wurde durch eine Mehrzahl von ungenutzten Chancen geprägt. Vor allem die Hausherren ließen zunächst hochkarätige Gelegenheiten liegen und konnten ihre optische Überlegenheit nicht mit dem Spielstand bestätigen. Die Weidener machten einen zwar sehr motivierten aber durchaus nervösen Eindruck und konnten lediglich mit einer 1:0 Führung in die erste Viertelpause gehen.

Wie zu erwarten wurden die Zweikämpfe im Wasser im zweiten Viertel nicht harmloser, was viele Ausschlüsse auf beiden Seiten zur Folge hatte. Trotz der weiterhin schlechten Chancenausbeute konnten Wodarz-Schützlinge ihre Führung bis zur Halbzeitpause auf zwei Tore ausbauen und gingen mit einem Halbzeitstand von 4:2 in die 5 Minuten Pause. Doch zu diesem Zeitpunkt schien die Partie noch offen und die Spannung stieg immer weiter.

Die Halbzeitveranstaltung zu Gunsten der Aktion „Robin will leben“ brachte ein das Publikum zum Nachdenken und offensichtlich die SV-ler zum aktiven handeln, den direkt nach der Pause machte einmal mehr die Moral der Weidner Wasserballer den Unterschied. Ein starker Rückhalt war dabei Vladimir Srajer im Tor der Weidner, der viele Chancen der Laatzener vereitelte und später auch hochverdient zum „Spieler des Tages“ gekürt wurde. Den Höhepunkt der spannenden Phase und wahrscheinlich den Knackpunkt des Spiels verdiente sich der Tscheche mit einer Paradenserie während einer Unterzahl. Nach zwei abgewehrten Torschüssen der Gäste holte Srajer in einer scheinbar aussichtslosen Situation den dritten Versuch mit dem Fuß raus, sorgte damit für einen Euphorieschub sowohl in den Zuschauerrängen, als auch in den Reihen seines Teams. Die Folge war der Treffer zum 5:2 Zwischenstand des Hoffnungsträgers der Weidener Nikolaj Neumann und sein weiterer Treffer zum 6:2 nach einem sehenswerten Konterangriff, der offensichtlich den Niedersachsen das sprichwörtliche Genick brach. Anras Langmar im Überzahl und Routinier Thomas Aigner in einer Einzelaktion brachten noch vor der letzten Pause die Max-Reger-Städter definitiv aus die Siegesstrasse. Auch wenn die noch Gäste auf 9:3 verkürzen konnten, schien die Partie bereits vor der letzten Pause entschieden. Laatzen war einfach zu harmlos an diesem Samstagnachmittag, um diesen Rückstand noch wettmachen zu können.

Das letzte Viertel wurde eigentlich zu einem Schaulaufen der Oberpfälzer. Die junge Garde durfte ran, Louis Brunner krönte seinen Einsatz mit einem Blitztor, Matthias Kreiner löste den Vladimir Srajer mit stehendem Applaus der Zuschauer ab und konnte sich als nächster Held zwischen den Weidener Pfosten beweisen. Die Führung wurde gekonnt über die Zeit „verwaltet“ und die Freude im Schätzlerbad stieg von Sekunde zu Sekunde, ehe der Schlusspfiff bei 12:6 endlich kam. Mit diesem Sieg fiel die letzte Entscheidung um den Verbleib in der Deutschen Wasserball-Liga, Laatzen muss der SGW Leimen/Mannheim auf dem Weg in die Liga zwei folgen und Weiden bleibt zum neunten Mal in Folge im Oberhaus des Deutschen Wasserballs.

Die von Glückwünschen und Emotionen überschütteten Brüder Stefan und Thomas Kick hatten nach diesen grandiosen Sieg beide die Meinung: „souveränes Spiel abgeliefert“, doch konnten es sich auch nicht nehmen lassen noch zu erwähnen, dass „nicht alles wie geplant verlaufen sei“. In der Tat, stellten sich die SV-Verantwortlichen den gesamten Saisonverlauf ein bisschen anders vor. Die Ausgangslage vor den Play-downs war mit dem siebten Platz nach der Hauptrunde unerwartet schwierig, umso mehr war Trainer Wodarz nach der Partie erleichtert: „Das war eine ganz strapaziöse Endphase der Liga, dies könnte ich nicht öfter überleben. Jetzt bin ich froh darüber, dass wir uns entspannt mit der nächsten Bundesligasaison beschäftigen können. In den letzten Spielen hat die Mannschaft Geschlossenheit und starke Moral bewiesen, damit können wir auch in der Zukunft gut leben“ zeigte sich der zum Kleiderbaden gezwungener Weidener Trainer am Ende zufrieden.

Nun hatte sich also die harte Vorbereitungszeit auf die Schlussphase, mit viel Aufwand und einen Kurztrainingslager in Neustadt an der Weinstraße auf die Playdown-Serie ausgezahlt. Wir gratulieren der Weidner Mannschaft und dem Trainer zum Sieg und zum Klassenerhaltin der DWL und blicken gespannt in die Zukunft des Vereines.

Als weiteres kommt jetzt die Platzierungspaarung um den 13. DWL-Platz gegen den SC Wedding Berlin zu absolvieren. Die Spieltermine sind von der Ligaleitung für den 06/07.06. in Weiden und den 13/14.06. in Berlin angesetzt. Die Vereine bemühen sich um eine einvernehmliche Regelung, die Spiele evtl. an einem Wochenende auszutragen. Weitere Informationen folgen.

SV Weiden – SpVg Laatzen 12:6 (1:0; 3:2; 5:1; 3:3)
Persönl. Fehler: Weiden 9, Laatzen 8+Strafwurf
Schiedsrichter: Peter Schneide und Richard Uhlrich
DWL Spielbeobachter: Wolfgang Rühl
„Spieler des Tages“: Vladimir Srajer (Weiden)
Zuschauer: 250

SV Weiden spielte mit Vladimir Srajer (im Tor, 1 – 27), Matthias Kreiner (27-32); Thomas Aigner, Andras Langmar, Nikolaj Neumann (jewals 3 Tore); Jakob Ströll, Sean Ryder, Louis Brunner (jewals 1 Tor); Stafan Kick, Michael Trottmann, Thomas Kick, Stephan Schirdewahn, Andres Jahn (Kapitän)
Trainer Gerhard Wodarz

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