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Neukölln will Anschluss halten

Am diesem Wochenende stehen in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL) durchweg mit Spannung erwartete Begegnungen auf dem Programm. Dieses gilt in der Hauptrundengruppe A für das Duell in Berlin: Hier hat sich das junge Team der SG Neukölln viel vorgenommen und will gegen den Vorjahresfünften White Sharks Hannover nicht nur die ersten Punkte einfahren, sondern darüber den Anschluss an die recht homogene Gruppe der Teams ab Platz vier halten. Das Anschwimmen in der Schöneberger Schwimmsporthalle steigt um 18 Uhr.

Die Hausherren setzen auf eine ausgeglichene Partie: Die Gäste aus Hannover lagen im vergangenen Jahr vor den Berlinern und schafften am Ende sogar ihre erste Europapokalqualifikation. Beide Teams zeichnet seit Jahren eine nachhaltige gute Jugendarbeit aus, die sich in den Bundesligakadern beider Teams widerspiegelt. Hannover verfügt mit dem Slowaken Igor Cagalinec allerdings auch über einen der besten Center der Liga, und das Spiel ist auch stark auf ihn zugeschnitten. Im vergangenen Spiel gegen den OSC Potsdam erzielte er mit sechs Toren die halbe Mannschaftsleistung. Die zweite tragende Säule stellt der slowakische Neuzugang Marek Molnar dar, der mit seinen vier Toren, beim überraschenden 9:7 Sieg bei Bayer Uerdingen der Garant für den Erfolg war.

Hier sehen sich die Neuköllner den Vorteil, breiter aufgestellt zu sein und auch zunehmend auf die Zuverlässigkeit junger Torschützen bauen zu können. Rund die Hälfte der Tore pro Partie gehen auf das Konto der Spieler im Alter von 19 und jünger. In den Spielen am vergangenen Wochenende gegen das Spitzenteam des ASC Duisburg konnten sich Spieler bis in die Jahrgänge 1996 und 1997 in die Torschützenlisten eintragen. So scheint Neukölln die Spielerabgänge in der Offensive gut kompensiert zu haben. Mit 35 erzielten Toren in vier Spielen, zwei davon sogar gegen die Titelfavoriten ASC Duisburg und Spandau 04, liegt Neukölln noch vor den Teams aus Hannover, Uerdingen und Cannstatt. In der Defensive macht sich die Unerfahrenheit noch stark bemerkbar, hier liegt Neukölln klar auf dem letzten Platz.

Bleibt ein Blick auf den vergangenen Spieltag und damit die aktuelle Form beider Teams. Hannover hatte beim B-Gruppenteam des OSC Potsdam keine wirkliche Chance, lag über weite Strecken mit vier bis fünf Toren zurück, und man darf gespannt sein, wie das Team diesen ersten echten Rückschlag der Saison wegsteckt. Neukölln verlor seine beiden Wochenendbegegnungen gegen Tabellenführer ASC Duisburg am Ende deutlich. Aufschlussreich war allerdings der Spielverlauf. In der Sonntagsbegegnung hielt Neukölln zunächst ein 2:2 und hatte es in Überzahl selbst in der Hand, den folgenden Rückstand wieder auszugleichen. Aber statt des Ausgleiches zog ASCD mit 4:2 davon. Auch beim 7:4 vergab Neukölln die Überzahlchance, auf zwei Tore zu verkürzen und das Spiel sogar noch länger auch vom Ergebnis her offen zu halten. Immerhin hielt man die ersten drei Viertel gut mit, so konnte Duisburg das dritten Viertel nur mir 4:3 für sich entscheiden.

Der ein oder andere Vorteil mag für die Gäste sprechen, doch Neuköllns Trainer Carsten Oestreich ist auch guter Dinge: „Wir haben aus den beiden Duisburg-Spielen viel Selbstvertrauen ziehen können. So herrscht bereits seit der Rückreise eine sehr zuversichtliche und kämpferische Stimmung.“ Die Berliner setzen zudem auf den Heimvorteil: Freier Eintritt und Bier für ein Euro sollen den Fans das neuralgische Duell versüßen.

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