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Kann Waspo 98 Spandau bereits abhängen?

Es ist der Knüller eines vielversprechenden fünften Spieltages in der Deutschen Wasserball-Liga (DWL): Spitzenreiter Waspo 98 Hannover (derzeit 8:0 Punkte) empfängt beim Kampf um die Tabellenspitze der Hauptrundengruppe A Titelverteidiger Wasserfreunde Spandau 04 (6:2) am Maschee und könnte die Berliner mit einem Erfolg in der Tabelle weiter zurückwerfen. Das Anschwimmen im Stadionbad steigt um 18 Uhr, und zur Einstimmung steht ab 16 Uhr bereits das Nord-Derby der Frauen zwischen Waspo 98 und dem ETV Hamburg auf dem Programm.

Nach bisher leichten Erfolgen in den Ligaspielen könnte sich Waspo 98 vor heimischer Kulisse in der Tabelle bereits jetzt einen sichtbaren Vorteil verschaffen, allerdings wartet auf die Niedersachsen noch eine mentale Klippe: Ihr letzter Sieg gegen den bereits mit einer Niederlage in Duiisburg belasteten Rekordmeister datiert von der Finalserie des Jahres 2002. Zuletzt musste Hannover allerdings nur zwei knappe 9:10-Niederlagen gegen die Berliner hinnehmen: vor sieben Monaten an gleicher Stelle im Pokalfinale und zum Saisonbeginn beim nationalen Supercup. Gespannt sind die Beobachte daher auch, wie sich beide Teams seit dem Saisonauftakt weiterentwickelt haben.

Beide Teams sind als letzte deutsche Vertreter noch im Europapokal aktiv, konnten sich vor Wochenfrist allerdings nicht die insgeheim gewünschten Resultate holen: Spandau legte zum Hauptrundenauftakt der Champions League gegen das Starensemble von Jug Dubrovnik (Kroatien) zwar eine starke Vorstellung hin, konnte bei der 8:9-Niederlage allerdings einen 8:6-Vorsprung nicht ins Ziel retten. Auch Waspo 98 startete im Viertelfinalhinspiel beim rumänischen Vizemeister Steaua Bukarest zunächst mit einer Führung, hatte am Ende aber mit 7:9 das Nachsehen und gehen jetzt mit einem Zwei-Tore-Rückstand in den am 17. Dezember anstehenden Rückkampf.

Am heutigen Sonnabend steht allerdings das DWL-Duell beider Teams im Blickpunkt, und das bezieht nicht nur aus der Tabellensituation und bekundeten Titelambitionen beider Teams seine Spannung: Fast ein halbes Dutzend Ex-Berliner steht in den Waspo98-Reihen: Torwart Roger Kong, Center Andreas Schlotterbeck, Torjäger Erik Bukowski, Abwehrstratege David Kleine und Marko Bolovic, wobei letzter am kommenden Dienstag in Hamburg gegen Serbien ebenfalls sein Länderspieldebüt erleben. „Bei denen braucht keiner für einen Motivationsschub zu sorgen, bei uns aber auch nicht“, kündigt Spandaus Kapitän Marko Stamm an. Er weiß, dass die Berichte früherer Jahre von hohen Spandauer Siegen heute Makulatur sind. „Es gibt keinen Siegautomatismus. Nichts ist so alt wie die Schlagzeilen von gestern. Deshalb wollen wir Neue machen.“

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