
Mit TV-Bildern und ASCD-Torwart: Weltcup-Finale als Sommer-Höhepunkt
21. Juli 2026Die Oberliga-Wasserballer des SC Rote Erde Hamm im TuS 59 haben sich die Meisterschaft und den Aufstieg in die Wasserballiga West gesichert. Es sollten nicht die einzigen Erfolge im Herrenbereich bleiben. Im Schatten der ersten Mannschaft zeigten auch Rote Erde II und Rote Erde III eine starke Saison. Beide Teams sicherten sich ebenfalls den Titel in ihrer Liga. Rote Erde II wurde Erster in der Westfalenliga, Rote Erde III siegte in der Bezirksliga Westfalen – dank eines überraschenden Erfolgs im letzten Heimsiel gegen den SV Lünen II, der wochenlang die Tabelle angeführt hatte. Damit machte die „Dritte“ die dreifache Meisterschaft des SC Rote Erde klar.
„Es war unter dem Strich wirklich eine Supersaison, die kaum besser hätte laufen können“, freute sich Kristian Berg, Trainer der Oberliga-Meistermannschaft und Wasserballwart des SC Rote Erde. Getoppt wurden die Erfolge in der Liga noch durch den Gewinn des Südwestfalenpokals, den sich Rote Erde II im Endspiel gegen die SGW Iserlohn II sicherte. Schmerzhaft sei einzig das Ausscheiden der ersten Mannschaft im NRW-Pokal gegen die SGW Iserlohn I gewesen, die wohl schwächste Saisonleistung der ersten Mannschaft.
Anders als die erste Mannschaft werden Rote Erde II und Rote Erde III allerdings nicht aufsteigen. „Mit der zweiten Mannschaft hätten wir in die Verbandsliga gehen können. Mit Blick auf die Gegner haben wir uns jedoch dagegen entschieden. Uns hätten viele späte Auswärtsspiele unter der Woche im Rheinland und sogar im Raum Aachen erwartet. Das wäre mit unserem jungen Team, in dem auch Nachwuchsspieler zum Einsatz kommen, logistisch schwierig geworden“, erklärt Kristian Berg den Grund für den Verzicht auf die Teilnahme am Verbandsliga-Aufstiegsturnier. Hinzu komme, dass wegen des Aufstiegs in die Wasserballiga West zwei Spieler mehr für die erste Mannschaft gemeldet werden müssten, die nicht mehr für die „Zweite“ zur Verfügung stünden.
Weil Rote Erde II in der Westfalenliga bleibt, war der Aufstieg für die „Dritte“ in die höhere Klasse nicht möglich. Wasserballwart Berg sieht die Mannschaft jedoch ohnehin gut aufgehoben in der Bezirksliga Westfalen. „Wir haben zwar auf der Zielgeraden noch die Meisterschaft geholt, aber es gab auch ein paar Niederlagen. Der dritten Mannschaft wird sicherlich nicht langweilig“, versichert Berg, kündigt aber auch an, dass der Verein die Situation nach jeder Saison neu bewerten werde. „Wenn wir merken sollten, dass die zweite Mannschaft unterfordert sein sollte und vor allem unsere jungen Spieler größere Herausforderungen brauchen, dann ist natürlich auch die Verbandsliga ein Thema“, erklärt er.
Das Foto zeigt die zweite Mannschaft mit dem Pokal des Schwimmverbandes Südwestfalen, den sich das Team im Südbad sicherte (und einige Kinder von Spielern des Teams). (Fotograf: Christian Bohnenkamp)


