Dritter Meistertitel in Folge für die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04

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Dritter Meistertitel in Folge für die Frauen der Wasserfreunde Spandau 04

Die Berlinerinnen gewinnen das zweite Finalspiel gegen Uerdingen mit 18:9 und die Serie mit 2:0.

Vor Beginn der diesjährigen Finalserie in der Wasserball-Bundesliga der Frauen zwischen den Wasserfreunden Spandau 04 und dem SV Bayer Uerdingen 08 hatten beide Seiten noch darüber sinniert, welcher Verein nach dem Wechsel von Gesa Deike im vergangenen Sommer von Bayer nach Berlin jetzt wohl den größeren Vorteil hätte: Spandau – weil Deike ihren neuen Teamkolleginnen alles über die Taktik ihrer Gegnerinnen berichten konnte? Oder doch eher Uerdingen, weil sie genau wussten, wie man eine der Leistungsträgerinnen auf Seiten der Wasserfreunde ausschalten kann?

Die Antwort gab Gesa Deike im zweiten Finalserie höchstselbst: Gleich sechs Treffer erzielte die Nationalspielerin beim 18:9 ihres Teams und hatte damit entscheidenden Anteil daran, dass sich die Berlinerinnen auch in dieser Saison wieder als Deutsche Meisterinnen feiern lassen dürfen. Durch den zweiten Sieg in der Serie im Modus „Best of Three“ verteidigte Spandau seinen Vorjahrestitel und setzte sich zum insgesamt dritten Mal nach 2019 und 2021 die Krone auf – 2020 war die Saison wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das erste Spiel der Serie hatte Berlin zuvor mit 12:8 gewonnen.

Erst seit 2018 mischen die Wasserfreunde überhaupt bei den Frauen in der Bundesliga mit, seitdem haben sie dort sämtliche nationalen Titel abgeräumt. In dieser Saison hatten sie Anfang Mai bereits den DSV-Pokal geholt und sicherten sich damit wie im Vorjahr erneut das Double. Im Spiel am Samstag war Gesa Deike bereits im ersten Viertel zweimal erfolgreich und sorgte so für die 3:1-Führung der Gastgeberinnen. Näher als bis auf zwei Tore sollte Uerdingen auch in der Folge nicht mehr herankommen, zur Halbzeit stand es 7:5. Die Vorentscheidung fiel dann im dritten Abschnitt, den die Spandauerinnen mit 6:2 für sich entschieden und damit bis auf 13:7 davonzogen.

Am Ende standen sogar doppelt so viele Treffer auf der Anzeigetafel wie bei den Uerdingerinnen, die dennoch stolz sein durften, mit einem sehr jungen Team erneut das Finale erreicht zu haben. Top-Torschützin bei Bayer war Sophia Eggert mit drei Treffern; bei den Siegerinnen trafen hinter Gesa Deike mit je drei Toren Kapitänin Belén Vosseberg und Kana Hosoya am besten. Spandau schloss die Saison damit ohne eine einzige Niederlage im Becken ab. Die einzigen beiden Minuspunkte in der Vorrunde resultierten vom grünen Tisch, weil Berlin zu einem Spiel in Bochum unter der Woche nicht antreten konnte.

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