Spandauer Wasserballerinnen zurück in Europa

Die Wasserfreunde setzen gegen Dubrovnik auf Sieg
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Spandauer Wasserballerinnen zurück in Europa

„WIR SIND GEKOMMEN UM ZU BLEIBEN“!
Nach zwei Jahren ist es wieder soweit: Königsklasse für die Wasser- ballerinnen der Wasserfreunde Spandau 04!
Vom 18. bis 21. November ist der Double-Gewinner Ausrichter des Qualifikations-Turniers für die Gruppenphase der Euro League in der Sport- und Schwimmhalle in Berlin-Schöneberg.
2019 schied das Team von Trainer Marko Stamm nach einem Sieg und zwei Niederlagen aus, im vergangenen Jahr zog der Verein wegen der Corona-Pandemie aus Sicherheitsgründen seine Meldung zurück und nahm sogar eine Strafe in Kauf.
Nun aber geht es wieder los! Fünf Spiele in vier Tagen gegen europäi- sche Topteams. Um die Gruppenphase zu erreichen, muss der Deut- sche Meister Spandau 04 Dritter der Sechser-Staffel werden. „Die Kon- kurrenz sind große Brocken. Barcelona und Padova sind die stärksten Teams, auch die Griechinnen sollten wir nicht unterschätzen“, sagt Stamm.
Frauen-Wasserball bei den Wasserfreunden, das ist noch relativ neu. Seit 2018 wird gespielt und seitdem hat das Team national alles gewonnen, was es zu gewinnen gab: Zweimal Meister, zweimal Pokalsieger, zweimal Supercup-Gewinner. Die Motivation und Hunger nach Erfolg ist beim ganzen Team groß.

„Deutschland hat leider den Anschluss ans internationale Niveau verpasst, daher ist für uns jeder Gegner sehr schwer. Wir sind trotz Aus- richter-Status daher nur Außenseiter. Barcelona hat mehr Wasserballerinnen als Deutschland insgesamt, das sagt alles“, sagt Stamm.
Was ihn zuversichtlich stimmt, den dritten Platz zu erreichen: „Wir sind breiter und besser aufgestellt als vor zwei Jahren, daher bin ich sehr optimistisch auch international den Anschluss zu finden.“
Sechs deutsche Nationalspielerinnen tummeln sich bei Spandau, dazu kommen mit Athena Grandis aus der Schweiz, der Japanerin Kana Ho- soya sowie Torfrau Jahmea Bent aus den USA drei international erfah- rene Frauen.
Das Team ist der Star. Die meiste internationale Erfahrung im Team besitzt Barbara Bujka. Die 35-jährige Centerin entschied sich als Ju- gendliche, für Ungarn zu spielen, weil ihr Vater Gabor Ungar ist. Eine hervorragende Entscheidung für sie, denn so sammelte Bujka unglaub- lich viel internationale Erfahrung und kann auf zwei Olympia- Teilnahmen 2012 und 2016 zurückblicken.
„Wenn du weißt, was du wert bist, dann geh hin und hol es dir. Aber nur, wenn du bereit bist, die Schläge dafür einzustecken! Aber zeig nicht mit dem Finger auf andere und sag, du bist nicht da, wo du hin- wolltest, wegen ihm oder wegen ihr oder sonst irgendjemandem. Schwächlinge tun das! Und das bist du nicht – du bist besser“, lautet ihr Motto, das von Donnerstag bis Sonntag die Mannschaft verinnerlichen soll.
Stamm gefällt das. „Wir wollen uns ja nicht nur am deutschen Niveau messen, sondern international. Wir wollen im Nationalteam vorankom- men und die Sportart Wasserball für Jugend und Frauen wieder inte- ressant machen. Vorbilder, Internationale Erfolge sind dafür wichtige Grundsteine. Da ist eine Spielerin wie Barbara natürlich unheimlich wertvoll. Überall, wo sie spielte, war sie Top-Torschützin und ist als Centerin nur schwer in den Griff zu bekommen.“

Auch für den Verein insgesamt ist die zweite Teilnahme der Frauen an der Euro League von großer Bedeutung. Hagen Stamm, Vater von Trainer Marko und Präsident des deutschen Vorzeige-Klubs: „Wir sehen uns als führender Verein in der Pflicht, Nationalspielerinnen zu pro- duzieren und weiterzuentwickeln. Daher wollen wir die Lokomotive in Deutschland sein, auch wenn uns das viel Geld kostet. Aber wir wollen den Frauen helfen, internationale Erfahrung zu sammeln, damit sie 2022 auch bei der EM dabei sein können. Wenn wir Spandauer was anpacken, dann machen wir es richtig.“
Der Eintritt zum Turnier ist frei. „Wir wollen den Menschen ein biss- chen Freude in dieser schweren Zeit bereiten und ihre Gedanken für ein paar Stunden mal weg von den schlimmen Themen bringen, die uns alle seit fast zwei Jahren beschäftigen“, so Hagen Stamm.
Der Spielplan:
Donnerstag, 18. November:
18.30 Uhr: Spandau 04 – Olympic Nizza
Freitag, 19. November:
11 Uhr Spandau 04 – CN Mataró Barcelona 18 Uhr Spandau 04 – NC Vouliagmeni Athen
Samstag, 20. November:
12 Uhr Spandau 04 – CS Plebiscito Padova
Sonntag, 21. November:
13 Uhr Spandau 04 – BVSC-Zuglo Budapest
Spielort:
Sport- und Schwimmhalle Berlin-Schöneberg, Sachsendamm 11.
Corona-Bestimmungen:
Es gilt die 2G-Regel.
Jugendliche bis 18 Jahre benötigen einen Schnelltest.

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