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SSVE-Frauen positionieren sich in der Bundesliga

Mit dem Spiel gegen Hamburg startete das Frauen-Bundesligateam des SSV Esslingen am Samstag in seine erste Bundesliga- Saison. Unmittelbar vor dem ersten Spiel war die Aufregung sehr groß: Eine esslinger Stammspielerin wurde beim Schnelltest positiv auf COVID getestet und musste sofort wieder die Heimreise antreten. Damit fehlte eine wichtige Stütze für das gesamte Spielwochenende.
Die Esslingerinnen begannen deshalb das Spiel gegen Hamburg mit leichten Unsicherheiten. Nach Ballverlusten stellte die Abwehr nicht schnell genug um und lies sich von den Hamburgerinnen auskontern. Nach 1:18 min stand es schon 3:0. Doch das SSVE-Team ließ sich nicht unterkriegen und wurde konzentrierter. Mit dem Treffer zum 3:1 war auch das Selbstbewusstsein wieder zurück. Trotzdem stand es zum Ende des ersten Viertels 7:2 für Hamburg .
Das zweites Viertel verlief taktisch auf Augenhöhe. Ein strukturierter Spielaufbau und gutes Passspiel führten zu Torchancen der Esslingerinnen. Leider verhinderten Schwächen im Abschluss und ein vergebener Strafstoß den Gewinn dieses Viertels, das für sich gesehen 5:4 endete. Hier fehlte es noch an Schnelligkeit und Kraft, was angesichts des hohen Altersunterschied der Teams zu erwarten war.
In der Halbzeitpause war das Team hoch motiviert, das Spiel noch zu drehen. Ballverluste im Mittelfeld verursacht durch Fehlpässe nutzten die Hamburgerinnen aber gnadenlos aus. Der Torabstand vergrößerte sich weiter auf 17:8.
Im letzten Viertel hat die Kraft spürbar nachgelassen. Die starken Hamburgerinnen waren vor allem schwimmerisch und im Abschluss überlegen. Der Spielausschluss von Ioanna Petiki wegen 3 persönlicher Fehler schwächte das Team zusätzlich. Das Spiel endete 23:9.
Die Trainerin Iris Schneider war trotz allem zufrieden mit Ihrem Team: „Wir haben sehr konzentriert und gut zusammengespielt. Trotz der hohen Niederlage hat sich das Team sehr gut präsentiert. Dieser Auftakt hat gezeigt, dass noch viel Potential in uns steckt, das es nun gilt weiterzuentwickeln und in den kommenden Spielen auszuschöpfen.“
Kapitänin Elena Ludwig sieht die Zukunft in der BL positiv: „Wir bleiben motiviert und möchten uns als Team weiter entwickeln und viele Erfahrungen sammeln. Wir hatten einige gute Aktionen und konnten phasenweise auf hohem Niveau mitspielen. Mit unserem ersten BL-Auftritt sind wir zufrieden.“
WASPO Hannover – SSV Esslingen
Am Sonntag ging es dann gegen Hannover ins Wasser. Nachdem Heidelberg samstags gegen Hannover verloren hatte, war die Anspannung im Team wieder groß. „Wo stehen wir?“
Schon in der ersten Spielminute zeigten die Esslingerinnen, dass sie nicht gekommen sind, um zu verlieren. Ein Ballverlust Hannovers im Mittelfeld führte fast zu einem ersten Treffer für Esslingen, der leider aufgrund eines vorangegangenen Fouls ungültig war. Nach dem 1:0 für Hannover konnte Esslingen sich zwischenzeitlich auf 3:1 absetzen. Doch Hannover hielt den Anschluss. Das erste Viertel endete 3:4 für Esslingen. Der Siegeshunger war geweckt.

Im weiteren Spielverlauf ging Hannover mehrere Male in Führung, das Esslinger Team hielt aber stets den Anschluss und konnte immer wieder ausgleichen. Am Ende des dritten Viertels war der Spielstand 10:11 für Esslingen: alles war noch drin.
Die Ansprache der Kapitänin Elena Ludwig in der letzten Pause war klar: „Wir werden gewinnen! Das wird eine Sensation. “
Das letzte Viertel war hart umkämpft. Hannover ging 15:13 in Führung. Es waren noch 3 Minuten zu spielen. Esslingen schaffte innerhalb einer Minute den Ausgleich zum 15:15. Die folgenden Angriffe aus Hannover konnten alle abgewehrt werden. 30 Sekunden vor Schluss kam Esslingen in Ballbesitz. Der Angriff wurde sehr konzentriert und taktisch klug aufgebaut. Das „magische Dreieck“ bestehend aus unseren Nationalspielerinnen Ioanna Petiki, Georgia Sopiadou und Elena Ludwig spielte die Gegnerinnen geschickt aus. Georgia wurde im Center von 2 Centerverteigerinnen in die Zange genommen. Dadurch war Ioanna frei und kam 2 Sekunden vor Schluss zum Torschuss, der Ball landete zwischen den Pfosten, Toooor! Die Spielerinnen auf der Ersatzbank hielt nichts mehr. Der Schuss nach dem Hannover Anspiel flog weit übers Tor. Sensation geschafft!
Für die Trainerin war dieser zweite Spieltag wie ein Befreiungsschlag: „Bisher wussten wir nicht, wo wir mit unserem jungen Team stehen. Heute konnten wir zeigen, wieviel Siegeswillen in uns steckt und wie stark der Teamgeist zählt. Meine Mädels sind toll!“
Nachtrag: Die Aufregung um den positiven Schnelltest hat sich am Sonntag gelöst: der PCR-Test war negativ. Für Esslingen spielten:
Maria Eleni Kotroni (TW), Lina Roth, Ilektra Kechlibari, Anna Maxima Kleisch (1/1), Elena Ludwig (2/5), Ioanna Petiki (1/7), Georgia Sopiadou (3/2), Julia Freter, Mia Boscolo( 2/1), Denja Steil, Viktoria Tomic, Katharina Hörmann (TW).

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