SVL startet mit einem Sieg gegen die White Sharks

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SVL startet mit einem Sieg gegen die White Sharks

Die Ludwigsburger Wasserball sind am Samstag erfolgreich in die neue Bundesligasaison gestartet. Der SVL hat sein Heimspiel gegen die White Sharks Hannover im Inselbad in Stuttgart mit 14:10 (3:2, 4:0, 3:6, 4:2) gewonnen.

Was für ein Start für die SVL-Wasserballer! Bis zur Halbzeit spielen die Ludwigsburger grandios, das Zwischenergebnis: 7:2. Dann indes machen es die Männer um den Deutschen Nationalspieler Timo van der Bosch unnötig spannend. Hannover kommt bis auf zwei Tore ran, schließlich heißt es aber 14:10 für Ludwigsburg. Gewonnen ist gewonnen. Die e rsten drei Punkte sind eingefahren.

Der Teammanager Adrijan Jakovcev hatte unmittelbar vor dem Saisonstart erklärt, alle Heimspiele – außer die Parteien gegen die zwei Topteams Waspo Hannover und Spandau – müssten gewonnen werden. Andernfalls wäre das Saisonziel Platz 3 oder 4 kaum zu erreichen.

Hannover tritt in Ludwigsburg mit einer sehr jungen Mannhaft an, drei Spieler sind Jahrgang 2004. Das SVL ist das erfahrenere Team, und besser eingespielt sollten die Ludwigsburger auch sein, denn sie waren bereits im Euro-Cup dabei.

Timo van der Bosch, in der Partie gegen Hannover der überragende Spieler, bringt den SVL schnell mit 1:0 in Führung. Hannover gleicht bald aus, aber dann zieht Ludwigsburg zunächst davon. 2:1 Marko Martinic, 3:1 Marko Martinic. Hannover kommt nochmal ran, nach dem ersten Viertel steht es 3:2.

Dann das überragende zweite Viertel. Martinic 4:2, van der Bosch 5:2. Der SVL zeigt tolle Kombinationen, der Torwart Ivan Pisk pariert ein uns andere Mal. Als Aleksa Manic das 6:2 schießt und Mikael Matodiev das 7:2 sind sich wohl viele Zuschauer am Beckenrand und daheim an den Bildschirmen sicher: dieses Spiel ist gelaufen. Ist es aber noch lange nicht.

In der Halbzeitpause erklärt der SVL-Betreuer Dieter Gscheidle im Gespräch mit Jan Wörsinger, der die Online-Liveübertragung kommentiert: Ludwigsburg sei spielerisch klar überlegen. Marko Martinic sei ein klasse Spielmacher, „so einer fehlt Hannover“. Doch im dritten Viertel läuft die Partie aus SVL-Sicht komplett aus dem Ruder. Zunächst trifft Timo van der Bosch nach einer tollen Kombination noch zum 8:2. Dann indes kommt Hannover immer weiter ran. Nach dem Viertel steht es nur noch 10:8.

Der Teammanager und Co-Trainer Jakovcev ist stinksauer. Seine Mannschaft lässt sich den Schneid abkaufen. Den Spielern unterlaufen viel zu viele Fehler, der eingewechselte, zweite Torwart Josip Katusa hat nicht seinen besten Tag. Und Hannover hat ganz offenkundig die richtigen Mittel gefunden. Der SVL verliert den tollen Spielfluss der ersten Hälfte, hat keine Ideen mehr. Das Centerspiel funktioniert nicht wie zuvor.

Vor dem letzten Viertel sagt der SVL-Kommentator: „Wir haben uns zu früh gefreut.“ Schlussendlich findet die SVL-Wasserballer aber wieder in die Erfogsspur, nun pariert der Torwart auch einige wichtige Schüsse inklusive einem Strafwurf. Ludwigsburg gewinnt das Spiel am Ende sicher mit besagtem 14:10 und darf sich nur ein wenig über die teils fehlende Konstanz ärgern.

Der Kapitän Ivan Pisk sagt nach dem Abpfiff, die erste Hälfte habe sein Team „sehr souverän und konzentriert“ gespielt. Dann indes habe die Konzentration arg nachgelassen. „Wir müssen für die weiteren Spiele daran arbeiten.“ Timo van der Bosch sagt, Hannover habe „nur durch unsere dummen Fehler wieder ins Spiel gefunden“. So etwa dürfe nicht passieren, auch mit Blick auf die kommenden Partien gegen vermeintlich noch stärkere Mannschaften. Die Taktik stehe, jeder kenne diese und sollte in der Lage sein sich auch über vier Viertel daran zu halten. Alle seien zudem fit, schwimmerisch und körperlich. Aber bei aller Selbstkritik, am Ende des Tages stehe ein Sieg im Tableau – und „mehr zählt nicht“.

Für den SVL spielten am Samstag: Josip Katusa, Mikael Metodiev (3 Tore), Timo van der Bosch (3), Leopold Friedrich, Marko Martinic (4), Aleksa Manic (2), Domagoj Mijatovic (1), Kristijan Lipar, Mattia Ruggeri, Mateja Bosic, Nino Blazevic (1), Eric Fernandez Rivas, Ivan Pisk

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