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DSV-Junioren fahren mit großen Ambitionen zur U20-WM

Immer wieder wurde Mark Gansen in den vergangenen Wochen von Freund*innen und Bekannten auf die U20-Weltmeisterschaft im Wasserball angesprochen. „Das ist einfach das Größte, was man im Jugendbereich erleben kann“, sagt der Duisburger, „da habe ich richtig Bock drauf.“ Beim Turnier der Jahrgänge 2001 und jünger in Prag (CZE) ist vom 28. August – 05. September erstmals seit 2007 wieder eine deutsche Mannschaft im Kreis der weltbesten U20-Teams vertreten – beim Turnier in den USA hatte man damals Rang acht erreicht. Auch diesmal sind die Ambitionen groß: „Wir haben starke Leute dabei. Wenn wir alle 100 Prozent geben, haben wir das Potenzial, hier sehr gut abzuschneiden“, so Gansen.

Das sieht Bundestrainer Nebojsa Novoselac genauso. „Wir haben viel Qualität im Kader. Aber noch wichtiger ist es, dass wir als Team auftreten. Dadurch können wir die größte Kraft entfalten und so gemeinsam auch mit Mannschaften mit noch größerer individueller Qualität mithalten“, sagt er. Die Vorbereitung lief gut, im Training mit starken Gegnern wie Serbien, Titelverteidiger Griechenland und Montenegro holte sich die DSV-Auswahl zuletzt noch einmal den letzten Feinschliff. „Es herrscht eine sehr gute Stimmung innerhalb der Mannschaft, jeder bringt seine Energie ein“, so Novoselac. Aleksandar Sekulic von den Wasserfreunden Spandau 04 bringt es auf den Punkt: „Wir haben das Gefühl, dass wir auch mit den Top-Nationen mithalten können.“

In der deutschen Vorrundengruppe C ist Ungarn (31. August) sicherlich der stärkste Kontrahent. Bei der vergangenen U19-WM vor zwei Jahren wurden die Magyaren zuletzt Neunter, bei der U17-EM im gleichen Jahr gewannen sie mit dem jüngeren Jahrgang 2002 die Bronzemedaille. Zum Auftakt geht es für das DSV-Team aber zunächst gegen den WM-15. Ägypten (28. August), zwei Tage später ist dann der WM-17. Brasilien der zweite Gegner. „Wir denken von Spiel zu Spiel“, betont Bundestrainer Novoselac. Nur der Gruppenerste erreicht vorzeitig das Viertelfinale. Die Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei müssen dagegen im Achtelfinale erst noch gegen einen Vertreter aus Gruppe B mit Serbien, Spanien, den USA, der Slowakei und Tschechien antreten.

Ursprünglich sollten die Weltmeisterschaften in diesem Jahr in Buenos Aires (ARG) stattfinden, bevor sie wegen des Coronavirus in die tschechische Hauptstadt verlegt wurden. Die Pandemie hatte auch Einfluss auf die Qualifikation: Nachdem die U19-EM im Vorjahr wegen Covid-19 ausgefallen war, wurden aus Europa stattdessen die ersten sieben Nationen der U17-EM 2019 zu den Weltmeisterschaften zugelassen. Bei der EM war Deutschland Siebter geworden – es war die beste internationale Platzierung des DSV-Nachwuchses seit 2006. Mehrere Spieler des damaligen Kaders wie Gansen, Sekulic oder auch Zoran Bozic (SSV Esslingen) haben seitdem sogar den Sprung ins A-Team geschafft und zählen auch in Prag wieder zu den Stützen der Mannschaft. Insgesamt hat Trainer Novoselac 15 Spieler nominiert. Vor Ort muss er daraus noch einen 13-Mann-Kader bestimmen, in den nur im Falle eines positiven Corona-Falls jemand nachrücken kann.

Das DSV-Team für die U20-WM Wasserball:

Felix Benke, Henry Bock, Maximilian Froreich, Jan Rotermund, Niclas Schipper (alle Waspo 98 Hannover), Steffen Hülshoff, Philip Portisch, Finn Rotermund, (alle White Sharks Hannover), Yannek Chiru, Krem Gemalmazoglu, Aleksandar Sekulic (alle Wasserfreunde Spandau 04), Zoran Bozic, Boris Tepic (beide SSV Esslingen), Mark Gansen (ASC Duisburg), Sascha Seifert (OSC Potsdam)

Herausgeber:
Deutscher Schwimm-Verband e.V.

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