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Top Vier ist das Ziel für die neue Saison

Wasserball-Bundesliga

Viele der SVL-Bundesliga-Wasserballer sind im wohlverdienten Urlaub. Doch im Verein laufen die Vorbereitungen für die nächste Saison 2021/22 auf Hochtouren. Alle Leistungsträger bleiben an Bord. Und neue Spieler werden den SVL verstärken.

„Wir führen gute Gespräche“, sagt der SVL-Vizepräsident Matthias Nagel mit Blick auf mögliche neue Spieler für die Wasserball-Bundesligamannschaft. Es sei so gut wie ausgemacht, dass auch das ein oder andere deutsche Nachwuchs-Talent das Ludwigsburger Team schon bald verstärken soll. Es hat sich herumgesprochen, dass in Ludwigsburg professionell gearbeitet wird und sich dort Leistungsport und Ausbildung und Beruf gut verbinden lassen.

„Der Fokus soll neben dem sportlichen Erfolg in Liga und Pokal mittelfristig auf der Integration ambitionierter Nachwuchsspieler in unsere Mannschaft liegen, die sich an der Seite der erfahrene Spieler wie Marko Martinic und Timo van der Bosch weiter entwickeln können“, ergänzt Teammanager Adrijan Jakovcev.

Bereits entschieden hat der Verein, dem Spielertrainer Marko Martinic einen erfahrenen Trainer an die Seite zu stellen. Denn spielen und zugleich die Mannschaft coachen, das sei „auf dem Niveau, auf dem wir jetzt spielen, sehr schwierig“, so Nagel.

Bei dem Trainer-Kandiadaten, mit dem sich der Verein in dieser Woche final auf eine Zusammenarbeit verständigen konnte, handelt es sich mit Janusz Gogola um einen Mann mit reichlich Bundesligaerfahrung, der zuletzt beim SSV Esslingen tätig war. Den Sportlehrer reizt die neue Aufgabe beim aufstrebenden Team aus der Barockstadt, weshalb man sich bei den Gesprächen schnell einig war. „Wir freuen uns mit Janusz einen erfahrenen und sehr qualifizierten Trainer gewinnen zu können, der mit seine Kompetenzen und seiner Einstellung gut zu unserem Konzept passt,“ erklärt Jakovcev die Entscheidung.

Neben den jungen Spielern setzt der Verein auch weiterhin auf erfahrene Spieler aus dem In- und Ausland, denen man im Verein Arbeitsmöglichkeiten offeriert – unter anderem als Trainer im Nachwuchsbereich und als Aufsicht im Campusbad und im Freibad Hoheneck. Der SVL, so Nagel, sei den Männern ebenso behilflich bei der Suche nach Studienplätzen und Jobs jenseits des Sports, der Club kümmere sich auch um die Wohnungen und – falls nötig – auch mal um private Probleme der Spieler.

Es hat sich offenbar nicht nur in Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland herum gesprochen: beim SV Ludwigsburg ist die Stimmung gut. Nagel spricht mit Blick auf die multi-kulti-Truppe von europäischer Integration und verweist auf Sportler wie Mannschaftskapitän Ivan Pisk, der in seine vierte Saison mit dem SVL geht sind und nach seinem Studium in der Automobilbranche den beruflichen Einstieg geschafft hat. Die Sportvereine, sagt Nagel, leisteten einen wichtigen Teil der Integrationsarbeit, „das ist gut für die ganze Gesellschaft“ – und steigere langfristig sogar das Bruttosozialprodukt.

Bestes Beispiel sei der SVL-Teammanager, der einst ohne Deutschkenntnisse als Spieler nach Ludwigsburg gekommen ist, jetzt voll im Erwerbsleben stehe, eine Familie ernährt und sehr erfolgreich als Bauingenieur tätig ist. Adrijan, so Nagel, trägt das schwarz-gelbe Herz an der richtigen Stelle und ist dem Verein erst als Aktiver und danach als Teammanager seit nunmehr sieben Jahre verbunden und nicht mehr wegzudenken ist.

Stand heute habe kein einziger SVL-Spieler signalisiert, dass er Ludwigsburg verlassen wolle. Ganz im Gegenteil. Die Leistungsträger haben längst zugesagt, dass sie sicher bleiben werden, unter anderem der deutsche Nationalspieler und Polizist Timo van der Bosch, der Kapitän und Toptorwart Ivan Pisk sowie der Torschützenkönig Marko Martinic.

Als Ziel für die neue Saison gibt Adrijan Jakovcev die „Top vier“ aus. In diesem Jahr hat der SVL die Liga mit Platz fünf beendet – ein Platz besser als 2019/20. Langfristig, sagt der Teammanager, wolle Ludwigsburg mitspielen um die Deutsche Meisterschaft, also immer näher heran kommen an Teams wie den ASC Duisburg, den OSC Potsdam, Spandau 04 und an Waspo Hannover. Dafür bedarf es aber nicht zuletzt auch einer Professionalisierung des Umfelds, mit seinen Sponsoren und Förderern sei man in guten Gesprächen und einige haben bereits signalisiert den Weg mit dem Verein zu gehen und ihr Engangement zu erweitern.

Zum Auftakt der Saison steht der Deutsche Pokal an: die erste Runde wird wohl Mitte September gespielt. Spätestens Mitte August wird die komplette Mannschaft wieder ins Training einsteigen. Anfang Oktober stehen die ersten Spiele des Euro-Cups an, für den sich der SVL mit Platz fünf in der Liga qualifiziert hat. Mit welchen Gegnern Ludwigsburg zu rechnen hat und wo gespielt wird, das ist noch nicht geklärt.

Jakovcev sagt, „wir wollen unsere Farben und unsere Stadt wieder in Europa präsentieren“. Das Ziel für den internationalen Wettbewerb, so der Teammanager, sei klar: „Aus den Erfahrungen des Vorjahrs und us auf europäsichen Topniveau weiterzuentwickeln.“ Bei der internationalen Premiere des SV Ludwigsburg im Winter 2019/20 hatte die Mannschaft direkt mit einem Sieg aufwarten können.

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