Potsdams Wasserballer holen zum vierten Mal in Folge Bundesliga-Bronze

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Potsdams Wasserballer holen zum vierten Mal in Folge Bundesliga-Bronze

Ohne Wechselschlüpfer nach Duisburg

Zum vierten Mal in Folge haben die Wasserballer der Potsdam Orcas Bundesliga-Bronze gewonnen. In einer dramatischen „Best-of-Three“-Serie gegen den ASC Duisburg siegte die Mannschaft zunächst im Sportpark Luftschiffhafen am Mittwoch-Abend 16:14 (3:2, 5:3, 5:4, 3:5). Am Samstag verwandelte der OSC Potsdam direkt den ersten Matchball im Duisburger Club-Freibad mit einem 13:12 (3:4, 3:2, 4:1, 3:5)-Erfolg. Die Mannschaft feierte; das dritte Spiel war nicht mehr notwendig. „Wir waren entschlossen, direkt am Samstag-Abend wieder nach Hause zu fahren“, so Potsdams Center Ferdinand Korbel lachend. „Einen Wechselschlüpfer für den nächsten Tag hatte keiner von uns dabei.“
Als Favorit ging Potsdam ganz sicher nicht in das abschließende Duell. Im letzten Pflichtspiel der Zwischenrunde gab es ein ernüchterndes 5:10. Auch die gewonnene Partie eins der Bronze-Serie am Mittwoch sorgte nicht für die größte Sicherheit. Sah es bei einer 8:3-Führung Ende des zweiten Viertels noch nach einer klaren Sache für die Hausherren aus, verlor das Tchigir-Team im Anschluss das defensive Konzept. Nicht einmal vier Minuten benötigten die Gäste, um bis auf 7:8 aufzuschließen. Bis Mitte des letzten Viertels setzte sich der OSC zwar wieder auf 16:11 ab, fing sich dann aber noch drei Treffer zum 16:14-Endstand ein.
„So richtig konnte sich zu diesem Zeitpunkt keiner über den Auftakterfolg freuen“, gestand André Laube, sportlicher Leiter der Orcas. „Nominell fehlte mit Dennis Eidner der beste Spieler Duisburgs im Heimspiel und uns stand die ungewohnte Situation im Freibad bevor.“ Hinzu kam noch, dass Potsdams Nationaltorhüter Florian Thom kurz vor Anpfiff aus gesundheitlichen Gründen passen musste. Der eigentlich nur als „Backup“ mitgereiste 17-jährige Junioren-Nationalspieler Erik Dortmann machte aber seine Sache exzellent. Die ersten beiden Angriffe Duisburgs musste er zwar zum 0:2 hinter sich greifen. Danach vereitelte er aber diverse Großchancen und spielte sehr gute Pässe im Umschaltspiel. „Das sind Sportlererlebnisse, die einen prägen. Die Mannschaft hat Erik extra gefeiert bei der Siegerehrung“, freute sich Laube. Zur 9. Klasse wechselte der jetzige Abiturient vom Erfurter SSC an die Potsdamer Sportschule und absolvierte das wohl wichtigste Spiel seiner jungen Karriere mit Bravour.
Nach dem schnellen Rückstand erzielte Geburtstagskind Reiko Zech den Anschluss. Kapitän Hannes Schulz und Lukas Küppers markierte die erste Potsdamer Führung. Noch im ersten Viertel gerieten die Orcas mit 3:4 ins Hintertreffen und fingen sich auch direkt zu Beginn des zweiten Abschnitts das 3:5 ein. Tore von Sascha Seifert, Philipp Gottfried und Schulz bescherten den 6:6-Halbzeitstand.
Das dritte Viertel gehörte dann den Potsdamern. Küppers traf zum 7:6. Zech, Küppers und Seifert besorgten das komfortable 10:7 vor dem letzten Abschnitt. Auch dort hielt der OSC die Duisburger zunächst auf Distanz. Bis gut drei Minuten vor dem Abpfiff erhöhten Küppers und Zech (2) auf 13:9. Die Hausherren strafften sich zwar noch einmal, aber erzielten das 12:13 bei lediglich noch drei zu spielenden Sekunden.
„Es war eine schwere Saison unter den Corona-Bedingungen. Ich bin sehr glücklich, dass wir erneut den dritten Platz holen konnten“, so ein erleichterter Trainer Tchigir, der sich natürlich das Siegerbad mit seinem Team trotz der eher herbstlichen Außentemperaturen nicht nehmen ließ.
„Unser Weg funktioniert“, betonte auch Andreas Ehrl, Vizepräsident im OSC Potsdam und Hauptsponsor der Orcas. „Wir sind das einzige Team der Bundesliga ohne Ausländer. Daran wollen wir unbedingt weiter festhalten und auch künftig junge deutsche Nationalspieler entwickeln.“
Potsdam: Torhüter Florian Thom/Erik Dortmann, Konstantin Hüppe (2), Sascha Seifert (3), Maximilian Costa (1), Philipp Gottfried (1), Tomi Tadin (1), Florenz Korbel, Lukas Küppers (10), Ferdinand Korbel (1), Reiko Zech (7), Hannes Schulz (2), Lu Meo Ulrich (1), Till Hofmann

Wasserball-Bundesliga 2021

Finale („best of five“)

Mittwoch, den 19. Mai 2021 (Spiel 1)
17:00 Waspo 98 Hannover – Wasserfreunde Spandau 04 12:6 (2:1, 4:2, 2:2, 4:1) => Stand der Serie: 1:0

Sonnabend, den 22. Mai 2021 (Spiel 2)
16:00 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 8:9 (2:1, 0:3, 2:0, 4:5) => Stand der Serie: 0:2

Sonntag, den 23. Mai 2021 (Spiel 3)
14:00 Wasserfreunde Spandau 04 – Waspo 98 Hannover 7:10 (3:2, 3:1, 3:1, 2:2) => Endstand: 0:3

Waspo 98 zum zwölften Mal seit 1921 deutscher Meister

Spiele um Platz drei („best of three“)

Mittwoch, den 19. Mai 2021 (Spiel 1)
20:00 OSC Potsdam – ASC Duisburg 16:14 (3:2, 5:3, 5:4, 3:5) => Stand der Serie: 1:0

Sonnabend, den 22. Mai 2021 (Spiel 2)
19:00 ASC Duisburg – OSC Potsdam 12:13 (4:3, 2:3, 1:4, 5:3) => Endstand: 0:2

Potsdam zum vierten Mal in Folge Gewinner der Bronzemedaille

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